Archiv für Wettkampf

So macht Liga Spaß

Ein geiles Gefühl, auf dem Rad in Führung liegend nach hinten zu schauen und weit und breit nichts zu sehen ist außer zwei Jungs aus deinem Team. Erlebt beim gestrigen Quarterman…

Das geilste Team (vlnr.): Markus, ich, Tobi, Freddy und Raffa

Das geilste Team (vlnr.): Markus, ich, Tobi, Freddy und Raffa

Nach dem ersten Wechsel lagen Markus Becker und ich schon in Führung, auf dem Rad arbeitete sich dann auch Raffael Berger zu uns vor. Dahinter war eine kleine Lücke und dann: Die nächsten zwei aus unserem Team, Tobias Wolf und Frederick Lüer. Nur ein Liga-Kontrahent verirrte sich zwischen uns fünf, sonst wären wir tatsächlich an Position 1-5 vom Rad gestiegen. Zugegeben, auf dem Rad haben wir durch die ganzen Endorphine wohl bis auf Tobi alle etwas überzockt – aber der Gesamtsieg war uns zu dem Zeitpunkt wohl schon nicht mehr zu nehmen.

Beim Laufen hatte ich zwar enorm Seitenstechen und musste dadurch auf den letzten drei Kilometern auch noch zwei Gießener vorbeiziehen lassen. Aber trotz fünf Minuten langsamerer Laufzeit als bei meinem letzten Quarterman hat’s für Platz vier in der 3. Hessenliga gereicht. Und dann ging es im Ziel Schlag auf Schlag. Platz fünf: Raffa! Platz sechs: Tobi! Platz sieben: Markus! Platz acht: Freddy! Baaam! 😀

Mit dieser geschlossenen Teamleistung sind wir nun völlig ungefährdet Tabellenführer und haben Bock auf die nächsten Rennen. Es hat richtig Spaß gemacht, unser Team ist vermutlich so gut aufgestellt wie noch nie.

Teambuilding-Maßnahme vor dem Start: Alle fleißig am Bahnenzählen

Teambuilding-Maßnahme vor dem Start: Alle fleißig am Bahnenzählen

DANKE allen Helfern, zu denen wir uns vor und nach dem Start natürlich auch gesellt haben, DANKE den vielen Supportern und (und das muss nochmal gesagt werden!) RESPEKT an Jannik Trunk, der in der Einzelwertung diesmal überhaupt keine Konkurrenz hatte und sich trotzdem so krass gequält hat, dass er uns alle geschlagen hätte.

Und jetzt läuft der Countdown… nur noch 20 Tage bis zum Ironman!

Hessenmeister

Nach sieben Jahren auf der Mitteldistanz kommt dieses Jahr die erste Langdistanz – und schwupp, klappt’s auf der Mitteldistanz. Mein vierter Start beim Moret Triathlon sollte nicht nur eine mutmachende Generalprobe für den Ironman Frankfurt werden, sondern auch meine bislang beste Leistung auf der Halbdistanz…
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Los ging’s im über 25 Grad warmen See ohne Neo. Nachdem es die ganze Nacht geregnet hatte, zeigte der Himmel pünktlich zum Start Erbarmen mit uns und verschonte uns gar den gesamten Tag. Der Schwimmauftakt lief besser als erwartet, mit einer Minute Rückstand kam ich als Dritter aus dem Wasser und verließ auch die Wechselzone an dieser Position. Auf der neuen Strecke kommt man recht schnell zum ersten Wendepunkt und kann dort perfekt die Abstände nach vorne und hinten checken. Während der Erste sich bereits von allen anderen absetze und der Zweite bald durch einen platten Reifen weit zurück geworfen wurde, waren dahinter fünf Athleten sehr nah beieinander – mit mir in der Mitte und nicht mal einer Minute hinter mir Raffa.

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Während ich die erste Runde bewusst „nur“ im Langdistanz-Tempo gefahren bin, kam Raffa von hinten immer näher. Tobis tägliche Strava-News im Trainingslager „Dieser Raffa ballert wie ein Verrückter“ waren offenkundig keine Fake News, sondern der Junge kann einfach Radfahren 😉 Bei Kilometer 40 überholte – oder besser gesagt überrollte – er mich dann und ich sah keine Chance da dran zu bleiben. Für mich ging es für die nächsten 53 Kilometer dann an Position fünf weiter, der Rückstand auf Raffa stieg bis in die T2 auf knapp vier Minuten. Die unrhythmische Strecke mit dem ständigen Auf und Ab, Bremsen und Beschleunigen, fiel mir sehr schwer, aber klar: Für Frankfurt habe ich etwas anderes trainiert.
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Und dann kam der wohl schönste Moment des Tages: Der Beginn des Laufens. Im Training hat sich das dieses Jahr bislang immer super angefühlt, auch nach langen und intensiven Radeinheiten ging ein Tempo um die 4:10 – 4:30 min/km locker aus der Hüfte. Das war die letzten Jahre zwar auch schon häufiger so, zum ersten Mal hatte ich dieses gleiche Gefühl nun aber auch im Wettkampf.
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An Position fünf liegend lief ich die ersten zehn Kilometer in 42:30 Minuten und immer mit Blick nach vorne. Gegen Raffa war heute absolut kein Gras gewachsen, auch wenn der Abstand etwas kleiner wurde. Ich dachte: Einer bricht immer ein – und wenn das passiert, bin ich da.
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Er jedoch definitiv nicht. Raffa lief nach 4:49 Stunden nicht nur als Gesamt-Dritter, sondern auch als neuer Hessenmeister aller Altersklassen über die Ziellinie – Gratulation, absolut verdient!

Auch hinter ihm zeigte keiner der Läufer mehr eine Schwäche, im Endeffekt macht’s ja für meine Leistung auch keinen Unterschied. Drei Minuten nach Raffa schloss ich meinen Halbmarathon in 1:32 Stunden ab und wurde nach zwei dritten Plätzen in den letzten Jahren zum ersten Mal Hessenmeister in meiner Altersklasse und bin damit überglücklich!
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Den Vergleich gestern hat Raffa klar für sich entschieden, aber ich werde in diesem Jahr noch einige Möglichkeiten auf Revanche bekommen – Liga, Vereinsmeisterschaft und natürlich (und hier wird abgerechnet) der Ironman, bei dem auch Raffa startet. Die Form passt bei uns beiden und ich bin mega happy, endlich wieder vereinsinterne Konkurrenz zu haben! 🙂

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Und Raffa und ich sind nicht die einzigen neuen Hessenmeister vom Tria-Team. Auch Julia hat bei ihrer ersten Mitteldistanz direkt die Altersklasse gewonnen. Da hat sich das Trainingslager auf Lanzarote doch ausgezahlt – Glückwunsch zum klasse Debut!
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Kräftig angefeuert und angebellt haben mich natürlich Maria und Nala, Robert und Mama, das Tria-Team und das OPTIMUM-Team. Und von OPTIMUM gab’s neben den vielen Fotos (Danke Volker!) auch noch eine neue Brille, die ich dann beim Ironman tragen werde, eine Rudy Project Tralyx SP 39. Cool! 😀
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Nala war sehr stolz auf Herrchen und hat die Meisterschafts-Medaille stolz nach Hause getragen 😀 Ich freue mich jetzt auf ein bisschen Regeneration, die letzten harten Trainingstage vor Frankfurt und dann auf ein geiles Rennen!

Das Abenteuer beginnt

Der lange Weg zum Ironman 2017 hat begonnen. Ich bin schon eine ganze Weile wieder im Training, insb. im Laufen auch strukturiert und sehr intensiv. Die großen Wehwehchen der letzten Saison sind mittlerweile abgeklungen. Nach etwa achtwöchiger Radpause sowie täglichem Dehn- und Massageprogramm sind die Knieschmerzen besiegt und selbst meinem Piriformis geht es aktuell besser, auch wenn dieser lästige Schmerz im hinteren Oberschenkel mich vermutlich noch Jahre bei längerem Sitzen begleiten wird.

Meine Pläne/Ziele für kommendes Jahr sind natürlich unverändert. Ironman Frankfurt und dann erstmal lange nichts. Da Vorbereitungswettkämpfe kaum nötig bzw. sinnvoll sind und ich nach Frankfurt eh flexibel bin, starte ich 2017 nach einjähriger Pause wieder fürs Tria-Team in der Liga. Zwar ist die weite Anreise zu den Wettkämpfen da oft mehr als nervig, aber die Wettkämpfe im Team vermisse ich schon. Es waren trotz allem Gemotze oft schöne Erlebnisse mit den Jungs.

Gänzlich verändert haben sich dagegen die Trainingslager-Pläne. Das Dezember-TL in Sevilla fällt aus und ich muss auf die Gnade des deutschen Winters hoffen (haha). Dafür ist das TL im März nun festgezurrt. Für drei Wochen fliege ich zwar leider erstmals ohne Maria, dafür aber mit Alex Inge, Freddy, Nina, Tobi und Julia nach Lanzarote. Da wartet also eine starke Trainingstruppe und sicherlich auch jede Menge Sonne 🙂

Eine Neuerung gibt’s noch von den Medien: Der Bruchköbeler Kurier begleitet den Weg unseres vierköpfigen OPTIMUM-Teams auf dem Weg zum Ironman (Alex I., Alex B., Marcel und ich). Der Teaser dazu war bereits vor zwei Wochen in der Zeitung. Neben diesem Blog findet ihr dort in den kommenden neun Monaten also immer mal wieder einen Gastbeitrag von mir.

Erlanger Triathlon: Oberschenkel wie Backsteine

Meine Mitteldistanz-Wettkämpfe waren bislang immer die Saisonhöhepunkte. Dieses Jahr jedoch war das große Highlight aber natürlich die Hochzeit und der Erlanger Triathlon rückte somit in den Hintergrund. Wie ihr euch vorstellen könnt, habe ich vor der Hochzeit und anschließend in Paris eher wenig trainiert und auch eher wenig geschlafen. Irgendwie kriege ich den Wettkampf dennoch hin, dachte ich. Wir beide freuten uns schließlich darauf, den Wettkampf in Erlangen mit einem Besuch bei meiner Oma zu verbinden. Mein einziges Ziel war also (endlich mal) einen ordentlichen Lauf hinzulegen und mich beim Schwimmen und Radeln extrem zurückzuhalten.

Die Schwimmstrecke im Main-Donau-Kanal bewältigte ich also nahezu mit Abschlagschwimmen, wie man im Video, das Maria von der Brücke aus gedreht hat, schön sehen kann. Nur bei meiner ersten Mitteldistanz überhaupt war ich noch langsamer, allerdings war die Strecke auch 2,1 Kilometer lang.

Während Maria im Anschluss vergeblich versuchte, etwas Schlaf nachzuholen, schlich ich mit angezogener Handbremse über die Radstrecke. Leider machte sich zunehmend mein linkes Knie bemerkbar, sodass sich jeglicher Gedanke daran, doch mal langsam auf Wettkampfmodus zu schalten, schnell zerschlug. Denn eigentlich fühlte ich mich trotz der durchgemachten Nacht ganz gut. Den flachen 80km-Kurs beendete ich in 2:12 Stunden mit der 39.besten Split-Zeit – eigentlich indiskutabel, aber für heute genau nach Plan.

Und der ging auf. Das Laufen fühlte sich von Anfang an gut an und der Rhythmus blieb auch bis zum Ende erhalten. Die Knieschmerzen wurden nicht stärker und ich konnte endlich mal in einer Mitteldistanz eine gute Laufleistung abrufen. Genau 1:30 Stunden benötigte ich für die gut 20 Kilometer, auf der neben vielen Flachpassagen auch ein paar Treppen und eine Brücke viermal zu überqueren waren.  Als 29. erreichte ich nach 4:16 Stunden zufrieden das Ziel.

Erlangen Lauf

Leider nahmen die Knieschmerzen danach rapide zu, insbesondere ab der Rückfahrt mit dem Auto waren sie kaum auszuhalten. Das kannte ich schon von der Kraichgau-Vorbereitung letztes Jahr, wo eine Oberschenkelverhärtung mich drei Wochen vorm Wettkampf komplett aus der Bahn warf. Seitdem mache ich nun Pause und massiere und knete am Oberschenkel rum. Ich kann fühlen, wie die Spannung abnimmt, aber es wird noch einige Zeit dauern, bis da wieder alles in Ordnung ist.

Das zeigt mir einmal mehr, wie wichtig die Grundlagen sind – und dass meine aktuell nicht mehr ausreichen. Zu lang war die Pause und dann zu hart der Wiedereinstieg mit dem Wettkampf. Ich kann zwar noch pointiert Leistung bringen, aber mich von der Belastung nicht mehr ordentlich erholen. Jetzt muss ich mir etwas Ruhe gönnen und dann mit einem soliden Formaufbau inkl. Verletzungsprophylaxe beginnen. Ob ich die zwei noch geplanten Wettkämpfe in Hanau und Rodgau mitmachen kann/werde, weiß ich noch nicht. Jedenfalls definitiv ohne große Ambitionen. Lieber verschreibe ich mir eine längere, solide Vorbereitung auf Frankfurt 2017 – und investiere jetzt mehr Zeit in die wirklich wichtigen Dinge des Lebens 🙂

Zwischen Höhen und Tiefen – Moret Triathlon 2016

Heute war Showtime, die letzten Monate Training galten alle dem heutigen Moret Triathlon. Nervös war ich dennoch kaum, jedoch mein Magen hat mich in der Vornacht mit starken Krämpfen geplagt, das kannte ich so noch nicht. Zum Start war aber glücklicherweise wieder alles gut. Auf den 1,9 Kilometer war nur ein Kontrahent schneller als ich und ich ging nach 25:50 Minuten mit 55 Sekunden Rückstand auf den Ersten und einer knapp 30 Sekunden Vorsprung auf die Verfolger in die Wechselzone.

Moret_2016_Swim_Out
Der erste Wechsel sollte dann meine leider größte Errungenschaft des Tages werden: Schnellste Wechselzeit aller Teilnehmer, yeah. Nur noch 45 Sekunden Rückstand.

Moret_2016_T1
Auch das Radfahren lief wirklich gut. Drei Athleten konnten mich auf der ersten Radrunde überholen, den schnellsten Schwimmer konnte ich überholen. Auf der zweiten Runde änderte sich nichts mehr an den Positionen, also kam ich als Vierter und mit eigentlich noch guten Beinen in die zweite Wechselzone, etwa zwei Minuten Abstand nach vorne und nach hinten.Moret_2016_Run
Tja und dann der Lauf. Was soll ich sagen, alles wie immer. Ich konnte die Trainingsleistungen null umsetzen und bin spätestens ab der zweiten Runde in einem Tempo gelaufen, dass sich in jedem Training, auch im Koppeltraining total locker anfühlen würde. Der 1:37er-Halbmarathon hat mir dann auch eine Top-Platzierung versaut, bis auf Rang 13 (8. Platz Hessische Meisterschaft) ging’s runter. Dennoch: Mein bislang bestes Ergebnis auf der Mitteldistanz und mit 4:29 Stunden sieben Minuten schneller als vor zwei Jahren. Der professionellen Vorbereitung wird das aber leider nicht gerecht und mit dem geplanten 1:30er Halbmarathon wär’s Platz drei geworden.
Moret_2016_Finish
Was ich zum Schluss noch sagen will: Wiedermal TOP organisiert, eine tolle Stimmung bei Athleten, Helfern und Veranstalter, sehr faires Fahrverhalten und es hat, zumindest in den ersten beiden Disziplinen, richtig Spaß gemacht. Danke an das Team vom VfL Münster, ich komme gerne wieder. Danke auch an die treuen Fans vor Ort und die vieeelen Nachrichten vor dem Wettkampf, hat mich sehr gefreut! Jetzt brauche ich aber mal ein paar Tage Abstand vom Triathlon-Training, Kopf und Körper sind richtig erschöpft. Und auch der Hund ist platt 😛

Moret_2016_Fluffy

Laufen mit Schwimmbrille

Am Wochenende war ich beim Kinzigman in Langenselbold und wollte diesen als Generalprobe für den Moret Triathlon nutzen. Gleicher Ablauf am Morgen, gleicher Wechsel (auch wenn der für die Sprintdistanz zu langsam ist) und Start mit Uhr am Handgelenk. Im Ziel war ich zufrieden und platt – der Weg dahin lief aber nicht ganz so gradlinig wie erhofft 😉
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Nach dem Start suchte ich direkt die Beine von Tom Weber und fand mich damit mitten im Geprügel an der Front wieder. Es waren auch fünf Bundesliga-Starter des DSW Darmstadt dabei, da merkt man auch direkt, dass es rauer zugeht. Zum ersten Mal ist es mir passiert, dass jemand mein Bein komplett gepackt und sich daran nach vorne gezogen hat. Der Anschluss an die Spitzengruppe war dann leider weg, aber mit 6:52 Minuten kam ich dennoch als Sechster aus dem Wasser.

Kinzigtal_2016_T1
Die Abläufe in der Wechselzone waren noch nicht so eingespielt, wie das für einen Hauptwettkampf nötig sein wird. Auf die Radstrecke ging’s also nicht nur mit Helm, Startnummer und Sonnenbrille, sondern auch mit Schwimmbrille unterm Helm (siehe Bild oben 😀 ). Ich merkte zwar, dass da etwas stört und habe immer wieder hingefasst. Ich dachte aber, es wäre ein Polster aus dem Helm, das sich gelöst hat.

Kinzigtal_2016_Bike
Und so war sie auch in der zweiten Wechselzone, die ich als immer noch Sechster mit etwas Abstand zur fünfköpfigen Spitzengruppe erreichte, noch dran. Erst beim Aufsetzen des Bandanas habe ich die Schwimmbrille identifizieren können und folglich nach dem ersten Kilometer Marcel zugeworfen, der an der Strecke stand, um mich anzufeuern. Für einen ordentlichen Lacher habe ich bei uns beiden damit jedenfalls sorgen können 😀 😀 😀
Kinzigtal_2016_Run

Gut gelaunt ging’s also auf die anschließenden fünf Laufkilometer, die großteils über schwierig zu laufende Wiesenflächen führte. In der Top Ten konnte ich mich behaupten, mehr war aber nicht drin. Mit der Leistung und den Werten, die die Pulsuhr ausgespuckt hat, bin ich zufrieden. Das Wechseln muss ich aber definitiv noch üben.

Kinzigtal-Triathlon

Unspektakulär und durchschnittlich. So kann ich wohl meinen Saisoneinstieg in Gelnhausen bezeichnen. Und so negativ das auch klingt, war das eigentlich genau das, was ich wollte…

Kaiserwetter auf dem Rad

Kaiserwetter auf dem Rad

Die Sprint-Distanz bin ich aus dem vollen Training heraus angegangen, freitags habe ich u.a. noch 5×1.000 Meter im 10er-Renntempo absolviert. Für die Sprintdistanz war ich als Mitteldistanzler nicht gut vorbereitet und bei dem starken Starterfeld gab es für mich nichts zu holen. Von daher habe ich lieber mein Training voll durchgezogen und den Wettkampf als harte Einheit in den Plan integriert. Nach dem Sturz im letzten Jahr war mir wichtig, einfach und ohne Komplikationen in die Saison reinzukommen.

Nach dem „Einrollen“ zum Ort des Geschehens durfte ich dann vom Kommentator sogar mehrmals vernehmen, dass ich zum erweiterten Favoritenkreis zählen sollte. Hört, hört. Was mich aber besonders gefreut hat, dass mich auf der Strecke inzwischen teilweise Leute namentlich anfeuern, die ich gar nicht oder kaum kenne. Irgendwie scheine ich mir in der Region nach und nach doch einen Namen gemacht zu haben 🙂

Heute jedoch sollte ich mich nicht mit Ruhm bekleckern. Durch das reduzierte Schwimmtraining blieb mir selbst der kurze Moment erspart, vorne aus dem Wasser zu steigen und die Erwartungen an den „Mitfavoriten“ aufrecht zu erhalten. Mit knapp sieben Minuten war ich langsamer als in den letzten Jahren, während die Konkurrenz – heute  bestehend aus zwei kompletten 2.-Bundesliga-Teams – über den Winter wohl die richtigen Reize gesetzt hat. So ging es in der Verfolgergruppe um den Hanau-Sieger Max Ostermeier aufs Rad.

Dort war das Tempo der Konkurrenz zunächst sehr verhalten, also führte ich die Gruppe über einen großen Teil des „Hinwegs“ an. Immer wieder gab es kleinere Überholmanöver und wir sammelten auch noch ein, zwei Athleten ein.  Erst als der Vorjahressieger Sven Bartels vorbeirauschte, erhöhte sich auch bei uns das Tempo. Kurz vor dem Wendepunkt ließ ich mich nach einem Überholmanöver dann nicht schnell genug zurückfallen und bekam prompt eine Zeitstrafe durch einen Kampfrichter. Meine erste Zeitstrafe jemals, puh. Sehr ärgerlich, aber vertretbar. Und vor allem: Schön zu sehen, dass hart durchgegriffen wird. Wenn ich mal nach hinten schaute, fuhren die Konkurrenten alle sehr fair mit 10 Meter Abstand, das war in den letzten Jahren bei diesem Rennen auch nicht immer so.

Mit dem Ausgang des Rennens hatte ich nun erst recht nichts mehr zu tun, eine Minute auf der Sprintdistanz ist eine Welt. Umso besser, dachte ich mir, dass das Rennen als harte Trainingseinheit geplant war. Denn der Trainingsreiz ändert sich dadurch nicht und kommt nur, wenn man weiterschuftet. Also ging’s auch auf dem „Rückweg“ (großteils an der Spitze der inzwischen ausgedünnten Drei-Mann-Verfolgergruppe) mit ordentlichem Druck Richtung Wechselzone.

Zieleinlauf

Zieleinlauf

Der Lauf fühlte sich dann recht hart an und ich verlor auch nicht allzu viel Zeit auf die beiden starken Läufer, die mit mir die Wechselzone erreichten. 19:50 Minuten sind am Ende aber ziemlich ernüchternd, das fühlte sich schneller an. Da rächte sich dann wohl die Intervalleinheit von Freitag.

Inkl. Zeitstrafe war der Training Day dann nach 1:08:52 Stunden vorbei und Rang acht ist hinsichtlich des starken Starterfeldes und meiner Saison-Ambitionen absolut zufriedenstellend. Neben fünf 2.-Bundesliga-Startern vor mir habe ich ja immerhin auch drei hinter mir lassen können. Und vor allem: Ich bin heil angekommen im Wettkampfjahr! 😀

Frankfurter Halbmarathon mit dem schnellsten Komiker

Gruppenfoto vor dem Start

Gruppenfoto vor dem Start

Knöchel und Fußnagel sind ausgeheilt, bis aufs Schwimmen ist alles wieder auf dem Stand von vor der Verstauchung. Heute ging’s dann mit einer großen Tria-Team-Truppe nach Frankfurt – angeführt von unserem Vereinskomiker René. Das muss einfach mal gesagt sein, wenn er dabei ist hat man immer Spaß – egal wo, egal wann und egal wie schnell oder langsam. So waren Hin- und Rückfahrt die eigentlichen Highlights des Tages, garniert durch ein flottes Laufintermezzo 🙂

Gut gelaunt ging’s also Richtung Start, den ich leider zu spät erreichte und so die Gruppe unter 1:30 verpasste. Im langsameren Block ging’s dann etwas später auf die Strecke und mit mit einer Hand voll weiterer Läufer, die sich ebenfalls „falsch“ einsortiert hatten auf Verfolgungsjagd des vorigen Startblockes. Mein Lauf war von Anfang bis Ende nicht überragend, aber OK. Ich hab nicht wirklich in einen Wettkampfmodus gefunden und blieb großteils im Wohlfühlbereich. Auch die Schwankungen waren sehr groß, da fehlen um die Jahreszeit einfach noch die Tempodauerläufe und das Gefühl fürs Tempo. Dafür ist die Zeit dann aber reccht ordentlich und etwa zwei Minuten schneller als letztes Jahr. 1:27:28 Stunden sind eine neue Bestzeit, aber da ist mit mehr Quäl-Dich-Feeling noch mehr drin. Da das aber vor Moret der letzte Halbmarathon war, werde ich es nie erfahren.

Neue Bestzeiten gab’s im Team heute gleich fünf, Pausenclown René kann nicht nur unterhalten, sondern auch auf der Strecke liefern. Er blieb erstmals unter 1:32,  Freddy und Markus Becker kamen mit ca. 1:30:30 rein und Nina nach 2:13. Das Trainingslager kann also für uns alle kommen, wir freuen uns tierisch auf Lanzarote!

(L)Aufwärtstrend

Yeah, heute 38:46 Minuten beim 10-Kilometer-Lauf in Rodgau gelaufen und die Bestzeit um eine Minute verbessert. Was mich aber am meisten freut, ist, dass endlich mal nach einem guten Trainingsblock auch gutes Resultat als Belohnung folgt. Nachdem der Sommer mir keinen einzigen Wettkampf bot, bei dem ich meine gute Form rauslassen konnte, war das eine echte Genugtuung, denn das Training der letzten Wochen war top.

Der Trainingsfokus lag im zurückliegenden 3-Wochen-Block komplett auf Laufintervallen. Genau alle drei Tage eine solche Einheit, insgesamt sieben Stück, alles dazwischen war Bonus. Und das zahlt sich aus, schon im Training habe ich gemerkt, dass die Grundschnelligkeit und auch die Verträglichkeit gegenüber Geschwindigkeiten zwischen 3:30 und 4:00 min/km deutlich gestiegen ist.

Der Lauf heute war also nur das i-Tüpfelchen eines perfekten Blocks, der heute endet. Jetzt hat der Körper eine Woche Zeit, das alles mal zu verarbeiten und sich für’s Trainingslager ausruhen – die Vorfreude auf Lanzarote könnte kaum größer sein! 🙂

5er in Rodenbach

Ein Berg voll Ingwer

…OK, dieser „Gewürzstand“ hat nix mit dem Lauf zu tun. Trotzdem möchte ich diesen Laden hier nochmal abfeiern. 3 Meter Ingwer – Klares Statement, mehr braucht der Mensch nicht! 😀

 

…Nun zum Lauf 😀 Nach einer schönen Bahneinheit am Dienstag wollte ich dieses Wochenende mal einen Ist-Zustand für den Winter festlegen und bin beim 5km-Straßenlauf in Rodenbach gestartet.

Geplant hatte ich einen 3:50er Schnitt, mit der Option, ab KM3 je nach Gefühl noch ein bisschen was drauf zu legen, um unter 19 Minuten zu bleiben. Am Start war es zwar schwierig das Tempo richtig einzuschätzen, da die meisten Kinder, die sich beim Start ganz nach vorne stellten, wie verrückt losrannten. Spätestens aber als es nach 300 Metern aus dem Stadion rausging, fand ich gut in meinen Rhythmus und siehe da – erster Kilometer 3:49 min, fühlte sich noch sehr gut an.

Um mich rum liefen lauter 12-14-Jährige, da sieht man mal, dass es sich lohnt, früh an der Grundschnelligkeit zu arbeiten 🙂 Für mich ging’s nun nur noch nach vorne, da die meisten den Lauf zu schnell angegangen sind – aber wer hat das in dem Alter nicht gemacht…

Der zweite Kilometer war mit 3:42 min der schnellste. Inzwischen auch begleitet von zwei „gleichgroßen“ Startern aus der Herrenklasse, lief es immer noch gut, Kilometer drei und vier folgten mit 3:47 und 3:46 min. Dann wurde es zwar langsam zäh, aber die sub19 war noch drin und trieben mich an, weiter den Schritt zu halten. Derweil war Jannik sicher längt beim zweiten Becher Tee, mit knallharten 15:56 min wurde er Gesamt-Dritter und blieb erstmals unter der magischen 16-Minuten-Grenze. Hut ab!

Nach dem Lauf mit Alex und Jannik - die natürlich beide schon längst umgezogen sind, wenn ich ins Ziel komme - OK, fast ;)

Nach dem Lauf mit Alex und Jannik – die natürlich beide schon längst umgezogen sind, wenn ich ins Ziel komme – OK, fast 😉

Für mich haben auch schlappe 19 Minuten schon was halb-magisches, mit kleinen Brötchen muss man anfangen. Hat dann am Ende auch grade so gereicht, 18:58 Minuten standen auf der Uhr. Offizielle Zeit genau 19 Minuten, die zwei Sekunden on top kommen vom verzögerten Start, es gab nur eine Brutto-Zeitnahme.

Also für den Moment sehr happy, darauf soll nun im Winter aufgebaut werden, diese Zeit gilt es zu verbessern.