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Ratlos in Langenselbold

Voll motiviert bin ich gestern zum Kinzigman gefahren. Ich war im Gegensatz zum Wettkampf in Gelnhausen gut vorbereitet, erholt und wollte das Podium erklimmen. Zunächst sah auch alles danach aus, als würde das klappen. Warum dann doch alles anders kam, darüber bin ich auch am Tag nach dem Rennen noch ratlos.

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Das Schwimmen lief gut. Es war zwar ungewohnt, wieder im Neo zu schwimmen, aber nach 7:12 Minuten (die Strecke ist hier immer etwas zu lang) kam ich als Vierter aus dem Wasser, 40 Sekunden hinter dem Führenden. Auf die Radstrecke ging ich zeitgleich mit Vincent Größer, dem Titelverteidiger und Sieger vom Kinzigtal-Triathlon letzte Woche. Dranbleiben konnte ich zwar nicht, aber die anderen drei vor mir sammelte ich bis zum letzten Wendepunkt ein und kam insgesamt mit einem Schnitt knapp über 40 km/h auf Platz zwei zurück zur Wechselzone am Kinzigsee und hatte noch Power fürs Laufen übrig.

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Und nun kommt der Teil, den ich mir nach wie vor nicht erklären kann. Ich fühlte mich beim Laufen von Anfang an wie gelähmt, die Füße wollten einfach nicht vom Boden weg. Die drei jungen Kerle (Jahrgänge 96/97!), die ich auf dem Rad alle 1-2 Minuten distanziert hatte, kassierten mich wieder und auch Tobi überholte mich auf dem letzten Kilometer mit einem bärenstarken Lauf. Dranbleiben? Keine Chance! Satte 90 Sekunden lief er am Ende schneller als ich und damit einem hochverdienten fünften Platz entgegen. Für mich blieb Rang sechs und große Ratlosigkeit.

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Ja wo bleibt er denn?

Was war los? Zu wenig Zucker, zu kleines Frühstück? Zu viel Gartenarbeit und Haushalt am Wochenende? Fehlendes Koppeltraining? Zu viele andere Dinge im Kopf? Die Leistungsdaten zeigen jedenfalls keine Ausreißer. Ich lief von Anfang bis Ende konstant. Nur eben konstant zu langsam.

Jetzt werde ich ein paar gute Trainingsläufe brauchen, um zum ersten Ligarennen wieder an meine Selbstwirksamkeit zu glauben. Zu wissen, dort mit Tobi, Raffa, Markus, Freddy, Benny und Max sechs Mitstreiter zu haben, die allesamt für ein Top-Ergebnis sorgen können, nimmt aber glücklicherweise Druck von mir. Die beste Konkurrenz kommt aus den eigenen Reihen. Und ob ich am Ende vor den Jungs liege oder dahinter ist mir relativ schnuppe. Hauptsache niemand aus den anderen Teams tut es 😉

(Bilder: Volker Meyer / OPTIMUM)

Zwei gute Läufe zum Jahreswechsel / Neue 10er-Bestzeit

Mit zwei 10km-Läufen habe ich den Jahreswechsel sportlich vollzogen. Erst der Silvesterlauf in Oberrodenbach und dann heute die Winterlaufserie in Rodgau-Jügesheim. Und beide waren mehr als ordentlich.

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Sauber bleiben Fehlanzeige. Beide Läufe waren echte Schlammschlachten

Den Silvesterlauf in Oberrodenbach wollte ich aus vollem Training heraus als Tempodauerlauf nutzen, die Strecke ist mit massig Höhenmetern und schlammigem Terrain schließlich bei weitem nicht bestzeitenfähig. Es lief dann sogar besser als gedacht. Nach 40:55 Minuten, kontrolliert aber durchaus flott, war ich als Gesamtzwölfter im Ziel. Den Heimweg habe ich mit Nala dann zu Fuß angetreten, die 8km haben mir dann allerdings sehr zugesetzt und ich war erstmal ordentlich platt.

Sechs Tage später dann der nächste Lauf – diesmal mit weniger Vorbelastung und mit der Ambition die Bestzeit von 38:15 Minuten anzugreifen. Ganz erholt war ich noch nicht, das zeigt die Durchschnittsherzfrequenz, die sieben Schläge niedriger war als in Rodenbach. Dennoch fühlte es sich sehr gut an und ich lief sogar etwas zu schnell an. Die ersten sieben Kilometer waren in etwa 3:48 min/km recht konstant. KM8+9 waren dann nur knapp schneller als ein 4er-Schnitt und auf dem letzten Kilometer ging es somit nicht mehr darum, unter 38 Minuten zu kommen, sondern die Bestzeit knapp zu verbessern. Das war Antrieb genug nochmal zu beschleunigen. Nach 38:08 Minuten stand im Schuh das Wasser und auf der Uhr eine neue persönliche Bestzeit.

Die 38 Minuten werden dieses Jahr noch fallen, da bin ich mir sicher. Saisonziel sind 37:30 Minuten. Dafür muss ich mir im Sommer noch ein, zwei Läufe suchen, denn die nächsten in Frage kommenden Termine in der Region passen leider nicht – beim letzten Lauf in Jügesheim ist Ball des Sports, beim Zehner in Rodenbach und dem Osterlauf in Jügesheim bin ich im Trainingslager. Aber ich finde schon noch einen Lauf! :)

Vereinsmeister!

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Da darf man sich schon mal freuen: Während der Vereinsmeistertitel für mich in den letzten Jahren nie besonders spannend war, war das gegen Raffa nun ein bretthartes Stück Arbeit.

Unser Urlaub war toll und meine Offseason ist quasi schon voll im Gange. Aber für diesen einen Wettkampf wollte ich nochmal fit sein, habe versucht, das Niveau mit einzelnen harten Schwimm- und Laufeinheiten hochzuhalten. Beim Alzenau Triathlon wurde über die Sprintdistanz unsere Vereinsmeisterschaft ausgetragen.

Los ging’s um 10:10 Uhr in der zweiten Startgruppe im üppig warmen Meerhofsee. Ohne Neo wären wir bei knapp über 17 Grad wohl erfrohren, so war’s dann doch recht erträglich. Die Strecke war angesichts meiner Zeit von 6:20 Minuten nie im Leben 550 Meter lang, aber bei der Kälte hatten wir alle nichts dagegen, schnell wieder aus dem Wasser draußen zu sein :)

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Eigentlich hätte ich an dieser Position Max vermutet, aber er ist nach wie vor kein Neo-Freiwasser-Fan und so kam ich als Erster aus dem Wasser. Eine gute Position um in der zweiten Disziplin auf den Raffa-Express zu warten :) Aber hätte man mir das Foto von seinem Schwimm-Ausstieg schon während des Wettkampfs gezeigt – ich hätte vermutlich die Flucht ergriffen 😉

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Angriffslustig wie immer. Raffa auf der Suche nach Menschenfleisch :D

Da mir das Foto aber so schnell niemand vor die Nase hielt, rollte der Respondek-Berger-Express im üblichen 12-Meter-Abstand über Alzenaus Radwege und Straßen. Das Tempo war hoch und wir zogen nach und nach an allen 10 Minuten vorher gestarteten Startern der ersten Startgruppe vorbei. Tatsächlich an allen: Wir wechselten gar als Erster und Zweiter zum Laufen.

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Nach einer Saison, in der wir uns gegenseitig in neue Sphären getrieben haben und beide längst mehr erreicht hatten, als wir wollten, sollten diese fünf Laufkilometer also entscheiden, wer Vereinsmeister wird und in der Jahresbilanz (bislang 2:2) vorne liegt. Showdown! Raffa übernahm sofort das Tempo und legte fulminant los. Zwar war mein Rennplan, um alles in der Welt an ihm dran zu bleiben, in der Situation dachte ich jedoch, könnte es klüger zu sein, etwas langsamer anzugehen. Und das zahlte sich aus. Die 20-Meter-Lücke, die Raffa zu Beginn riss, konnte ich ca. einen Kilometer vor dem Ziel schließen. Dann bekam Raffa Seitenstechen, musste kurz Gehen und ich zog etwa 50 Meter davon. Den Vorsprung gab ich anschließend nicht mehr her und rannte schließlich mit 25 Sekunden Vorsprung ins Ziel.

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Ich freue mich schon auf die nächsten Duelle 2018!

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Nala hat zwar nicht wirklich verstanden, warum ich so lange ohne sie Gassi gehe, aber wenn’s im Ziel kostenloses Spielzeug gefüllt mit Wasser gibt, findet sie das alles in allem okay :)

So geht ein grandioses Jahr mit einem tollen Wettkampf zu Ende. Und das in einem Team, in dem es einfach Spaß macht, zu starten. Nächstes Jahr wird mein Fokus komplett auf der Liga liegen und zum ersten Mal kann ich dazu sagen: Ich freue mich drauf!

Fotos: Volker Meyer/ OPTIMUM
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Aufstieg!

Die Liga-Saison läuft weiter wie am Schnürchen. Gestern stand der dritte von vier Wettkämpfen in der 3. Hessenliga an und wir konnten tatsächlich zum dritten Mal gewinnen. Für mich war es zugleich der perfekte Schlusspunkt unter meine sowohl im Einzel als auch im Liga-Team bislang erfolgreichste Saison.

Neue 10er-Bestzeit, Hessenmeistertitel, ein richtig guter Ironman und bereits zwei Liga-Siege – kein Malheur in Fuldatal hätte meine Saisonbilanz noch schmälern können. Das klare Ziel war der dritte Gesamtsieg, schließlich wollten wir an unsere Siegesserie anknüpfen und frühzeitig den Aufstieg klarmachen. Und in Bestbesetzung an der Seite von Raffa, Freddy, Markus und Benny war das durchaus realistisch.

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Unsre ärgsten Konkurrenten wollten es uns nicht leicht machen. Nur 17 Sekunden konnten wir auf den 750 Metern in der Auftaktdisziplin auf das Team von Oberurff rausschwimmen. Diese starteten also in der direkten Verfolgung auf die Radstrecke. Dort attackierten sie direkt und überholten uns noch auf der ersten von vier Runden. Nachdem wir zwischenzeitlich wieder überholt hatten, leistete ich mir einen groben Patzer und war nach drei Runden überzeugt, schon fertig zu sein. Fertig war ich zu dem Zeitpunkt wohl auch, aber leider eher Oberschenkel und Rücken und weniger die Radstrecke. Oberurff nahm diese Einladung dankend an und setzte sich wieder an die Spitze. Egal, abhaken und weiter.

Ein Glück war die Radstrecke dann eine Runde später wirklich vorbei. Das Überholmanöver, bei dem ich vorne fahren musste, hatte mir körperlich zugesetzt und der Rücken litt stark unter der krassen Sattel-Überhöhung des Leihrad von Julia. Danke an dieser Stelle, mit meinem quietschenden Rennrad hätte ich vermutlich nicht mal zwei Runden mithalten können.

Mit wenigen Metern Rückstand gingen wir auf die Laufstrecke. Und die hatte es in sich. Den ersten Kilometer ging es nur berghoch, teils mit über 15% Steigung. Wir haben bewusst langsam begonnen, der Abstand wurde dennoch geringer und auf dem ersten Gefälle hatten wir bereits zur Spitze aufgeschlossen. Etwa 1-2 Kilometer liefen wir zusammen, dann konnten die Oberurffer unser Tempo nicht mehr halten. Mit 44 Sekunden Vorsprung war der Sieg nach einem sehr umkämpften Rennen schließlich ungefährdet. Beim Radfahren war ich noch richtig platt, beim Laufen wäre an dem Tag sogar noch mehr gegangen.

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Der Aufstieg in die zweite Hessenliga ist uns damit nicht mehr zu nehmen. Beim letzten Liga-Rennen in Viernheim geht es noch um den Meistertitel, ein fünfter Platz würde uns dafür reichen. Ich jedoch werde dort nicht starten (können), denn für Maria und mich geht’s am Freitag in den wohlverdienten Urlaub. Jungs, es war eine geile Saison mit euch und ich freue mich darauf, nächstes Jahr die zweite Liga aufzumischen! :)

Ironman-Debut in 9:15

Ich bin immer noch sprachlos… ich habe in den letzten drei Jahren so viele miese Hauptwettkämpfe gehabt und dann gestern, beim bislang wichtigsten Rennen meines Lebens, hat einfach alles gepasst! Der perfekte Tag, am perfekten Tag. Die erste Langdistanz in 9:15:50 Stunden und damit unter den besten 100 Teilnehmern der Ironman-EM!

Drei glückliche Finisher: Marcel und Alex konnten zwar ihre Wunsch-Zeiten nicht erreichen, aber haben sich zum Ziel durchgekämpft und konnten im Ziel genauso lachen wie ich

Drei glückliche Finisher: Marcel und Alex konnten zwar ihre Wunsch-Zeiten nicht erreichen, aber haben sich zum Ziel durchgekämpft und konnten im Ziel genauso lachen wie ich

Die Woche vor dem Ironman hat sich schon angefühlt wie Urlaub, das Tapering hat offensichtlich so gut gewirkt, wie noch nie. Auch das Wetter hat seinen Teil zum Urlaubsfeeling beigetragen. Und so war ich bis zum Start eigentlich sehr entspannt. Ich wusste ziemlich genau, was ich von mir erwarten konnte, zumindest in der Theorie. Dass auf einer Langdistanz auch Phasen kommen (und eventuell nicht mehr gehen), in denen es hart ist, war mir aber natürlich bewusst. Daher konnte ich mir zwar ausmalen, zu was ich in der Lage sein könnte. Wie nah ich aber an dieses Leistungsvermögen rankommen würde, darüber würden Tagesform, Energieversorgung und der Darm entscheiden.

Ein malerisches Bild vom Schwimmstart

Eine malerische Kulisse beim Schwimmstart

Wie üblich habe ich mich bis 10 Minuten vor dem Start in Ruhe abseits der nervösen Athleten aufgewärmt, die bereits seit einer Stunde im Neo schwitzten. Dann schnell im Startbereich nach vorne gedrängelt und etwa als 100ter losgeschwommen. Das war etwas zu weit hinten, denn bis zum Landgang nach 1500 Metern habe ich nur überholt. Danach habe ich einen tollen Wasserschatten erwischt und konnte bis zum Schwimmausstieg sehr locker darin schwimmen.

Ich weiß zwar nicht, wer das ist, aber das war der gute Wasserschatten - Danke, falls du das mal lesen solltest :)

Ich weiß zwar nicht, wer das ist, aber danke für den guten Wasserschatten :)

Die Uhr hatte ich, weil sie mich am Handgelenk beim Schwimmen stört, unter der Badekappe getragen. Leider hat es nicht geklappt, sie zu starten, aber dank Robert’s lauten Worten wusste ich dennoch, dass ich richtig gut unterwegs waren – 52:12 Minuten die offizielle Zeit.

"Unter 53 Markus, richtig stark" - Stark war auch hier schon insb. der Support! :)

„Unter 53 Markus, richtig stark“ – Stark war auch hier schon der Support! :)

Also Neo aus und ab aufs Rad. Dort war es dann zu Beginn zunächst unerwartet einsam – ich hatte auch so weit vorne mit einer viel höheren Athletendichte gerechnet. Die Einsamkeit legte sich spätestens in Maintal, als in Hochstadt und dann am Hühnerberg total viele Vereinskollegen warteten und mich den Berg hochbrüllten, das war sehr geil! Ab Kilometer 60 wurde es dann auch auf der Strecke voller. Von hinten kam nicht nur Raffa, sondern in seinem Schlepptau eine ca. 15 Mann und Frau starke Gruppe. Bis auf einen Age Grouper und zwei Profi-Frauen in diesem Feld sind hier alle wirklich fair gefahren, von den Profi-Frauen bekam dann auch eine eine Zeitstrafe wegen Windschattenfahrens. Die Gruppe blieb bis zur zweiten Wechselzone zusammen und war wirklich stark. Vor der letzten Abfahrt nach Bad Vilbel ließ ich sie dann ziehen, um eine Toilettenpause einzulegen. Der Schnitt in Wechselzone zwei war dennoch bei über 36 kmh und höher als erwartet.

Durchweg am Lächeln und voll im Plan - exakt 4:48:48 Stunden für die zweite Disziplin

Durchweg am Lächeln und voll im Plan – exakt 4:48:48 Stunden für die zweite Disziplin

Durch einen schnellen zweiten Wechsel war ich schnell wieder an Raffa dran und nachdem er auf der ersten Laufrunde ebenfalls kurz aufs Dixi musste, konnten wir über 10 Kilometer Seite an Seite im angestrebten 4:45er Schnitt laufen – ein geiles Gefühl.

Und wir gehen den Weg, von hier, Seite an Seite, ... nicht ganz bis zur Finishline aber zumindest gute 10km lang ;)

Und wir gehen den Weg, von hier, Seite an Seite, … nicht ganz bis zur Finishline aber gute 10km lang ;)

Nachdem Raffas Gesellschaft mir sehr geholfen hatte, als ich Ende der ersten Runde Seitenstechen bekam, hatte er danach eine leichte Schwächephase und musste abreißen lassen – blieb aber bis zum Schluss nicht mehr als zwei Minuten hinter mir. Durch die leichten Magenprobleme entschied ich mich, auf der Laufstrecke lieber auf Gels zu verzichten und nur noch Iso zu trinken. Auch auf der Radstrecke hatte ich es zweimal nicht geschafft, ein Gel zu greifen, somit fehlten mir insgesamt fünf Gels. Bis zu Beginn der dritten Laufrunde konnte ich mein Tempo halten, danach waren die Ressourcen dann langsam verbraucht und ich wurde langsamer.

Meine Leistung nahm im Laufe des Marathons etwas ab - was absolut nicht weniger wurde, war der großartige Support vom gesamten Freundeskreis

Meine Leistung nahm im Laufe des Marathons etwas ab – was absolut nicht weniger wurde, war der großartige Support vom gesamten Freundeskreis

Langsamer heißt jedoch nicht langsam und schon längst nicht aufgeben. Die dritte Runde lief ich etwa im 5:25er Schnitt, dort überrundete ich auch Marcel, der leider keinen so guten Tag erwischte, es aber dennoch durchzog. Auf den letzten Kilometern bekam ich nochmal eine zweite Luft und wurde wieder etwas schneller. Mit glatten 3:30:06 Stunden konnte ich meine Marathon-Bestzeit also im Ironman um satte 79 Minuten verbessern 😀

So lange hatte ich mir diesen Moment erträumt und da ist er endlich! YOU ARE AN IRONMAN!

So lange hatte ich mir diesen Moment erträumt und da ist er endlich! YOU ARE AN IRONMAN!

Im Zielkanal angekommen war dann Zeit zu feiern! Abklatschen, jubeln und dann ein ungläubiger Blick auf die Zeittafel: 9:15:50? Ehrlich? Krasser Scheiß, ich war und bin ziemlich überwältigt! Aufgrund der Temperaturen und der Profis, die ich überholt hatte, dachte ich im Rennen sogar, dass das mit etwas Glück für Hawaii reichen könnte. Aber keine Chance, von den ersten zehn Agegroupern waren fünf in meiner AK. Mit meiner Zeit bin ich dort 13. und die Slots gehen wieder bei unter neun Stunden weg! Respekt, was die Jungs da vorne geleistet haben. Umso toller ist aber meine Gesamtplatzierung – 86. overall, bei über 3000 Startern – unglaublich!

Dafür war dann doch noch Kraft - wir verneigen uns vor allem Supportern, für den großartigen Einsatz und bedanken und auch insb. bei OPTIMUM, das uns den Start überhaupt erst ermöglicht und bezahlt hat.

Dafür war noch Kraft – wir verneigen uns vor allem Supportern für den großartigen Einsatz und bedanken uns insb. bei OPTIMUM, das uns den Start überhaupt erst ermöglicht und bezahlt hat.

Das Feiern ging nach dem Zieleinlauf natürlich weiter – direkt nach zwei Minuten, als auch Raffa das Ziel überquerte und genauso verdutzt war über seine geile Zeit. Und anschließend an der Strecke, um Marcel und Alex, die sich beide extrem quälen mussten, anzupeitschen. Beide haben es durchgezogen und damit vor allem mental extrem krasse Leistungen vollbracht – Hut ab davor, ich bin wirklich froh, dass mir das bei meiner ersten LD erspart blieb.

Wann bei mir nun die zweite Langdistanz folgt? Keine Ahnung, aber sicherlich nicht nächstes Jahr. Jetzt leg ich erstmal die Beine hoch und dann wird die Liga gerockt! Wir haben schließlich eine Tabellenführung zu behaupten :)

Prerace Interview mit dem Stadtmarketing Bruchköbel

In einer Woche ist es soweit

In genau sieben Tagen bin ich wohl irgendwo auf der zweiten Radrunde, hoffentlich noch voller Energie und am Einsammeln von Kontrahenten, die am Anfang überzockt haben. Ich freue mich riesig auf diesen Tag und bin wirklich guter Dinge, das ich ein gutes Rennen haben werde.

Die Renneinteilung wird dabei ein wichtiger Knackpunkt sein, insbesondere für mich als Langdistanz-Rookie natürlich keine einfache Sache. Weder will ich auf der Laufstrecke eingehen, weil ich es auf dem Rad übertrieben habe, noch mich im Nachhinein fragen müssen, ob nicht noch ein paar Minuten drin gewesen wären. Wie immer liegt der richtige Weg in der goldenen Mitte.

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Auch die Verpflegung ist beim Ironman ein wichtiger Erfolgsfaktor. Zu wenig und mir geht die Puste aus, zu viel und der Magen-Darm-Trakt rebelliert; Foto vom Moret-Triathlon 201, (C) Volker Meyer/ OPTIMUM

 

 

Das Training ist jetzt abgeschlossen, heute standen die letzten Schwimmintervalle auf dem Programm, gestern das letzte Koppeltraining mit 3×20 Minuten Rad-Intervallen im angestrebten Wettkampftempo. Nachdem ich mir beim Swimday wohl einen kleinen Infekt eingefangen hatte und Anfang der Woche total platt war, ist jetzt wieder alles im Lot. Beim Schwimmen merke ich dadurch, dass ich seit knapp einer Woche das Krafttraining eingestellt habe, einen deutlichen Schub nach vorne. Die Muskulatur ist erholt und die Zeiten viel schneller. Just in time in Form 😀

Montag und Freitag kommen jetzt zwei Ruhetage, an den anderen Tagen jeweils kurze Belastungen in allen drei Disziplinen mit Mini-Intervallen im Wettkampftempo. Und dann ist ja auch schon Sonntag!

Supporterteam beim Quarterman

Ironman braucht Ironfan! Auf großartige Unterstützung vom Streckenrand kann ich zum Glück schon lange zählen. Auch beim Ironman kommen Freunde, Familie, Vereinskollegen und inzwischen auch ein paar Fans, die besonders in den dunkelsten Stunden des Tages brauchen werde; Foto vom Unterstützer-Team beim Quarterman 2013. (C) Volker Meyer/ OPTIMUM

Wer mein Rennen am Wettkampftag verfolgen will, kann dies entweder über den Liveticker, dessen Performance jedoch leider grauenvoll ist, oder direkt an der Strecke. Wir alle freuen uns über jede Unterstützung und werden sie im Laufe des Tages brauchen! Um 6:40 Uhr geht es am Langener Waldsee los, um ca. 7:35 +-3 Minuten komme ich dann aus dem Wasser. Dort plane ich mit fünf Stunden +-10 Minuten, hier bieten sich insb. die Kopfsteinpflaster-Passage in Maintal-Hochstadt „The Hell“ und der Hühnerberg zwischen Wachenbuchen und Niederdorffelden zum Zuschauen an. Dort komme ich zweimal vorbei, gegen 8:30 und 10:50 Uhr. Etwa um 12:40 Uhr starte ich dann in den Marathon, da könnt ihr euch am gesamten Mainufer positionieren. Wenn alles nach Plan läuft, seht ihr mich dort alle 50 Minuten und gegen 16 Uhr, nach 9:20 Stunden Wettkampfzeit, auf der Finish Line. Bei dem Gedanken an den Zieleinlauf kriege ich jetzt schon Gänsehaut.

So macht Liga Spaß

Ein geiles Gefühl, auf dem Rad in Führung liegend nach hinten zu schauen und weit und breit nichts zu sehen ist außer zwei Jungs aus deinem Team. Erlebt beim gestrigen Quarterman…

Das geilste Team (vlnr.): Markus, ich, Tobi, Freddy und Raffa

Das geilste Team (vlnr.): Markus, ich, Tobi, Freddy und Raffa

Nach dem ersten Wechsel lagen Markus Becker und ich schon in Führung, auf dem Rad arbeitete sich dann auch Raffael Berger zu uns vor. Dahinter war eine kleine Lücke und dann: Die nächsten zwei aus unserem Team, Tobias Wolf und Frederick Lüer. Nur ein Liga-Kontrahent verirrte sich zwischen uns fünf, sonst wären wir tatsächlich an Position 1-5 vom Rad gestiegen. Zugegeben, auf dem Rad haben wir durch die ganzen Endorphine wohl bis auf Tobi alle etwas überzockt – aber der Gesamtsieg war uns zu dem Zeitpunkt wohl schon nicht mehr zu nehmen.

Beim Laufen hatte ich zwar enorm Seitenstechen und musste dadurch auf den letzten drei Kilometern auch noch zwei Gießener vorbeiziehen lassen. Aber trotz fünf Minuten langsamerer Laufzeit als bei meinem letzten Quarterman hat’s für Platz vier in der 3. Hessenliga gereicht. Und dann ging es im Ziel Schlag auf Schlag. Platz fünf: Raffa! Platz sechs: Tobi! Platz sieben: Markus! Platz acht: Freddy! Baaam! 😀

Mit dieser geschlossenen Teamleistung sind wir nun völlig ungefährdet Tabellenführer und haben Bock auf die nächsten Rennen. Es hat richtig Spaß gemacht, unser Team ist vermutlich so gut aufgestellt wie noch nie.

Teambuilding-Maßnahme vor dem Start: Alle fleißig am Bahnenzählen

Teambuilding-Maßnahme vor dem Start: Alle fleißig am Bahnenzählen

DANKE allen Helfern, zu denen wir uns vor und nach dem Start natürlich auch gesellt haben, DANKE den vielen Supportern und (und das muss nochmal gesagt werden!) RESPEKT an Jannik Trunk, der in der Einzelwertung diesmal überhaupt keine Konkurrenz hatte und sich trotzdem so krass gequält hat, dass er uns alle geschlagen hätte.

Und jetzt läuft der Countdown… nur noch 20 Tage bis zum Ironman!

Hessenmeister

Nach sieben Jahren auf der Mitteldistanz kommt dieses Jahr die erste Langdistanz – und schwupp, klappt’s auf der Mitteldistanz. Mein vierter Start beim Moret Triathlon sollte nicht nur eine mutmachende Generalprobe für den Ironman Frankfurt werden, sondern auch meine bislang beste Leistung auf der Halbdistanz…
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Los ging’s im über 25 Grad warmen See ohne Neo. Nachdem es die ganze Nacht geregnet hatte, zeigte der Himmel pünktlich zum Start Erbarmen mit uns und verschonte uns gar den gesamten Tag. Der Schwimmauftakt lief besser als erwartet, mit einer Minute Rückstand kam ich als Dritter aus dem Wasser und verließ auch die Wechselzone an dieser Position. Auf der neuen Strecke kommt man recht schnell zum ersten Wendepunkt und kann dort perfekt die Abstände nach vorne und hinten checken. Während der Erste sich bereits von allen anderen absetze und der Zweite bald durch einen platten Reifen weit zurück geworfen wurde, waren dahinter fünf Athleten sehr nah beieinander – mit mir in der Mitte und nicht mal einer Minute hinter mir Raffa.

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Während ich die erste Runde bewusst „nur“ im Langdistanz-Tempo gefahren bin, kam Raffa von hinten immer näher. Tobis tägliche Strava-News im Trainingslager „Dieser Raffa ballert wie ein Verrückter“ waren offenkundig keine Fake News, sondern der Junge kann einfach Radfahren 😉 Bei Kilometer 40 überholte – oder besser gesagt überrollte – er mich dann und ich sah keine Chance da dran zu bleiben. Für mich ging es für die nächsten 53 Kilometer dann an Position fünf weiter, der Rückstand auf Raffa stieg bis in die T2 auf knapp vier Minuten. Die unrhythmische Strecke mit dem ständigen Auf und Ab, Bremsen und Beschleunigen, fiel mir sehr schwer, aber klar: Für Frankfurt habe ich etwas anderes trainiert.
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Und dann kam der wohl schönste Moment des Tages: Der Beginn des Laufens. Im Training hat sich das dieses Jahr bislang immer super angefühlt, auch nach langen und intensiven Radeinheiten ging ein Tempo um die 4:10 – 4:30 min/km locker aus der Hüfte. Das war die letzten Jahre zwar auch schon häufiger so, zum ersten Mal hatte ich dieses gleiche Gefühl nun aber auch im Wettkampf.
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An Position fünf liegend lief ich die ersten zehn Kilometer in 42:30 Minuten und immer mit Blick nach vorne. Gegen Raffa war heute absolut kein Gras gewachsen, auch wenn der Abstand etwas kleiner wurde. Ich dachte: Einer bricht immer ein – und wenn das passiert, bin ich da.
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Er jedoch definitiv nicht. Raffa lief nach 4:49 Stunden nicht nur als Gesamt-Dritter, sondern auch als neuer Hessenmeister aller Altersklassen über die Ziellinie – Gratulation, absolut verdient!

Auch hinter ihm zeigte keiner der Läufer mehr eine Schwäche, im Endeffekt macht’s ja für meine Leistung auch keinen Unterschied. Drei Minuten nach Raffa schloss ich meinen Halbmarathon in 1:32 Stunden ab und wurde nach zwei dritten Plätzen in den letzten Jahren zum ersten Mal Hessenmeister in meiner Altersklasse und bin damit überglücklich!
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Den Vergleich gestern hat Raffa klar für sich entschieden, aber ich werde in diesem Jahr noch einige Möglichkeiten auf Revanche bekommen – Liga, Vereinsmeisterschaft und natürlich (und hier wird abgerechnet) der Ironman, bei dem auch Raffa startet. Die Form passt bei uns beiden und ich bin mega happy, endlich wieder vereinsinterne Konkurrenz zu haben! :)

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Und Raffa und ich sind nicht die einzigen neuen Hessenmeister vom Tria-Team. Auch Julia hat bei ihrer ersten Mitteldistanz direkt die Altersklasse gewonnen. Da hat sich das Trainingslager auf Lanzarote doch ausgezahlt – Glückwunsch zum klasse Debut!
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Kräftig angefeuert und angebellt haben mich natürlich Maria und Nala, Robert und Mama, das Tria-Team und das OPTIMUM-Team. Und von OPTIMUM gab’s neben den vielen Fotos (Danke Volker!) auch noch eine neue Brille, die ich dann beim Ironman tragen werde, eine Rudy Project Tralyx SP 39. Cool! 😀
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Nala war sehr stolz auf Herrchen und hat die Meisterschafts-Medaille stolz nach Hause getragen 😀 Ich freue mich jetzt auf ein bisschen Regeneration, die letzten harten Trainingstage vor Frankfurt und dann auf ein geiles Rennen!

Das Abenteuer beginnt

Der lange Weg zum Ironman 2017 hat begonnen. Ich bin schon eine ganze Weile wieder im Training, insb. im Laufen auch strukturiert und sehr intensiv. Die großen Wehwehchen der letzten Saison sind mittlerweile abgeklungen. Nach etwa achtwöchiger Radpause sowie täglichem Dehn- und Massageprogramm sind die Knieschmerzen besiegt und selbst meinem Piriformis geht es aktuell besser, auch wenn dieser lästige Schmerz im hinteren Oberschenkel mich vermutlich noch Jahre bei längerem Sitzen begleiten wird.

Meine Pläne/Ziele für kommendes Jahr sind natürlich unverändert. Ironman Frankfurt und dann erstmal lange nichts. Da Vorbereitungswettkämpfe kaum nötig bzw. sinnvoll sind und ich nach Frankfurt eh flexibel bin, starte ich 2017 nach einjähriger Pause wieder fürs Tria-Team in der Liga. Zwar ist die weite Anreise zu den Wettkämpfen da oft mehr als nervig, aber die Wettkämpfe im Team vermisse ich schon. Es waren trotz allem Gemotze oft schöne Erlebnisse mit den Jungs.

Gänzlich verändert haben sich dagegen die Trainingslager-Pläne. Das Dezember-TL in Sevilla fällt aus und ich muss auf die Gnade des deutschen Winters hoffen (haha). Dafür ist das TL im März nun festgezurrt. Für drei Wochen fliege ich zwar leider erstmals ohne Maria, dafür aber mit Alex Inge, Freddy, Nina, Tobi und Julia nach Lanzarote. Da wartet also eine starke Trainingstruppe und sicherlich auch jede Menge Sonne :)

Eine Neuerung gibt’s noch von den Medien: Der Bruchköbeler Kurier begleitet den Weg unseres vierköpfigen OPTIMUM-Teams auf dem Weg zum Ironman (Alex I., Alex B., Marcel und ich). Der Teaser dazu war bereits vor zwei Wochen in der Zeitung. Neben diesem Blog findet ihr dort in den kommenden neun Monaten also immer mal wieder einen Gastbeitrag von mir.