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Sieg am Edersee

Der Edersee-Triathlon am Samstag war für mich der Abschluss der ersten Saisonhälfte und zugleich einer der diesjährigen Highlights. Der Start der 2. Hessenliga war zusammen mit der 1. Hessenliga für 11:35 Uhr angesetzt und es versprach kalt zu werden. Ein perfekter Tag also um ein extra langes Warm-Up zu testen, mit dem ich beim Lauf-Tempotraining zuletzt gute Erfahrungen gemacht habe. Bereits 50 Minuten vor dem Start begann ich mit Warmlaufen, Dehnen, Stabi, Steigerungen und 2×200 Meter im Wettkampftempo.

Teamfoto kurz vor dem Start, von links: Tobi, Freddy, ich, Benny und Raffa

Gut aufgewärmt ging es auch gut los. Hinter Weltmeister Patrick Lange, der als „VIP-Starter“ an der Spitze ein einsames Rennen machte, konnte ich mich in einer dreiköpfigen Gruppe behaupten und nach 21:30 Minuten als Dritter aus dem Wasser klettern. Auf die Kontrahenten, die bei den ersten beiden Liga-Wettkämpfen mit mir aus dem Wasser stiegen, bedeutete das schon mal ein Polster von 30-40 Sekunden.

Auf dem Rad überholten mich nach dem ersten Anstieg zwei Starter aus der ersten Liga und zwei Kontrahenten vom CJD Oberurff. Die beiden letzteren sollte ich allerdings im Normalfall beim Laufen im Griff haben, also fuhr ich weiter meinen Stiefel. Den letzten weiteren sich vor mir befindlichen Liga-Rivalen überholte ich etwa nach 15 Kilometern und konnte ihn am nächsten Berg abschütteln. Am letzten Anstieg des 43-Kilometer-Kurses fuhren noch zwei Starter aus der 1. Hessenliga vorbei, in unserer Liga blieb ich aber auf Rang drei.

Auf dem Rad hatte ich dieses Jahr ja schon des Öfteren gute Tage, nun sollte allerdings der erste werden, an dem es auch beim Laufen „flutschte“. Es lief von Anfang an richtig rund und die Steigungen sowie der Kiesboden der 10km-Strecke machten mir keine Probleme. Ich überholte schon vor dem Wendepunkt, den ich nach knapp 20 Minuten erreichte, die beiden Oberurffer und machte mich in Führung liegend auf den Rückweg. Auf den letzten drei Kilometern ließ ich es im Bewusstsein, dass da heute niemand mehr von hinten kommen sollte, nochmal richtig laufen, alle drei in 3:45 min/km oder gar schneller. Und so stand am Ende nicht nur Platz eins in der Liga-Einzelwertung sondern auch eine Laufzeit unter 39 Minuten.

Freddy und Tobi machten mit ebenfalls sehr flotten Läufen auf der Laufstrecke mächtig Boden gut und kamen weit vorne ins Ziel, während Benny und Raffa mehr Probleme hatten. Mit Platz zwei in der Teamwertung haben wir vor dem letzten Liga-Wettkampf Ende August nun drei Punkte Vorsprung auf Oberurff und sogar sieben Punkte auf Viernheim – der erneute Aufstieg ist also so gut wie sicher.

Die Siegerehrung musste leider ohne mich stattfinden, da ich vom Ziel aus direkt weiter zu einer Hochzeit durfte

Zurücklehnen wollen wir uns trotzdem nicht, denn in der 1. Liga wäre selbst ich mit meiner Zeit „nur“ Siebter geworden. Auf die nächste Saison blickend wartet also jede Menge Arbeit.

Die Krux mit dem eigenen Anspruch

Letztes Jahr sind wir durch die 3. Hessenliga marschiert, ohne es in der Form erwartet zu haben. Unser Ziel und auch Anspruch war und ist es, das dieses Jahr in der 2. Hessenliga zu wiederholen. Dass Siegen trotz unseres starken Teams aber nicht selbstverständlich ist, haben wir gestern in Darmstadt erfahren müssen.

Mit riesigem Team am Start. Glückwunsch an unsere Damen zum sensationellen Gesamtsieg!!

Der Woogsprint ist zugegebenermaßen alles andere als auf unser Team zugeschnitten. Ein brettflacher, schneller Radkurs gepaart mit einer kräftezehrenden Wendepunktstrecke beim Laufen spielt uns als starken Radfahrern und schlechten Läufern nicht in die Karten.

Bei mir lief am Anfang alles nach Plan. Zwar war ein Athlet, der beim MTV Kronberg aus der ersten Mannschaft aushalf, weit vorne weg und blieb im gesamten Rennverlauf außer Konkurrenz. Dahinter aber stieg ich in der Spitzengruppe aus dem Wasser, Markus direkt hinter mir. In der Wechselzone verpasste Markus dann leider knapp den Anschluss und so war ich diesmal der einzige Bruchköbeler ganz vorne.

Auf dem Rad gab es dann nicht wirklich viele Verschiebungen. Zwar konnten Freddy, Benny und Raffa allesamt ein bisschen Boden gut machen. Aber wirklich große Unterschiede taten sich hier nicht auf und im Prinzip fuhren alle 48 Starter ein ähnliches Tempo. Raffa hatte dann noch bei einem Überholvorgang Pech und erhielt eine gelbe Karte.

Die Laufstrecke mit insgesamt sechs Wendepunkten nahm ich dann an Position fünf in Angriff. Es fühlte sich total hart an, über 4:00 min/km kam ich irgendwie trotzdem nicht hinaus. Der Sieger aus Fritzlar zog erneut an mir vorbei, ansonsten hielt ich meine Position bis zum Ziel. Während Freddy einen starken Lauf zeigte und fast zeitgleich mit Markus an Position 10 und 11 ins Ziel kam, wurde Raffa nachträglich disqualifiziert, weil er seine Zeitstrafe zwar im Ziel beim Kampfrichter meldete, diese aber bereits nach dem Radfahren hätte absitzen müssen. Glücklicherweise lieferte Benny eine starke Leistung ab und kam als 15. ins Ziel und in die Wertung.

Als die Ergebnislisten dann aushingen, mussten wir erstmal rechnen: Spiridon, Vierheim, Oberurff, heute allesamt weit hinter uns. Aber: Die Kronberger waren dank des eingesprungenen Nachwuchstalents knapp vor uns und sicherten sich den Tagessieg. Zwar haben wir die Tabellenführung mit dem zweiten Platz deutlich ausbauen können, dennoch war die Stimmung irgendwie gedrückt – vielleicht auch durch Raffas Pechstag.

Das macht deutlich, wie mit dem Erfolg auch der eigene Anspruch gestiegen ist. Wir sind allesamt sehr ehrgeizig und genau das hat uns sicherlich auch so stark gemacht. Auch wenn Markus uns am Edersee in zwei Wochen durch die Ironman-Teilnahme in Nizza fehlen wird, blicken wir sehr optimistisch auf das Rennen. Die bergige Radstrecke ist wie für uns gemacht und das Ziel wird dort wie selbstverständlich erneut sein: der Tagessieg.

Es wird ernst und endlich passt alles

Gestern war unser Liga-Auftakt in Fritzlar. Markus Becker, Raffa, Tobi, Benny, Freddy und ich waren allesamt fit und so reisten wir mit dem luxuriösen Personalproblem an, dass Raffa als Einzelstarter in der offenen Klasse antreten durfte/konnte/musste. Und auch ohne unser im letzten Jahr stärkstes Zugpferd war unser Ziel klar: Die Tabellenführung.

Nach dem Aufstieg wussten wir nicht genau, was uns in der 2. Hessischen Triathlon-Liga (kurz: 2. HTL) erwartet, rechneten aber schon damit, dass die stärkste Konkurrenz die Mitaufsteiger vom CJD Oberurff sein würden. Denn auch in der 2. HTL waren ja die stärksten Teams aufgestiegen.

Mein Training lief nach dem frustrierenden Wettkampf in Langenselbold schnell wieder sehr gut. Zwei Tage nach dem Kinzigman bin ich die bislang schnellsten Intervalle meines Lebens gelaufen und habe auch in den weiteren zwei Wochen gut trainiert. Das Selbstbewusstsein war also wieder da, einen Nachweis in Form eines guten Wettkampfes war ich mir aber noch schuldig.

Zum Auftakt konnte ich mich auf den 15 Schwimmbahnen an Michael Böhler hängen, der die 750 Meter wie ein Uhrwerk konstant in 1:22 – 1:24 Minuten abspulte. Das sparte ordentlich Kraft und ich kam kurz hinter Markus Becker an Position fünf aus dem Wasser. An meinem Rad habe ich seit zwei Wochen einen Leistungsmesser (dazu demnächst mal mehr in einem eigenen Beitrag) und hatte mir vorgenommen, mich von Anfang an an den Wattwerten aus dem Training zu orientieren. Ich kann definitiv sagen, dass ich bislang bei jedem Triathlon, den ich gemacht habe, zu schnell losgefahren bin! Das fühlte sich zunächst an wie eine Kaffeefahrt und am Anfang verlor ich auch leicht Boden auf die Konkurrenz. Doch schon zum Ende des ersten Anstiegs war ich wieder an Position vier und am Ende der 21 Kilometer lagen Markus und ich vorne.

Tobi, Freddy und Benny machten derweil etwa 1-2 Minuten hinter uns Boden gut. Beim ersten Wendepunkt der 5km-Laufstrecke kamen mir – mit Markus im Schlepptau in Führung liegend – alle drei unter den Top-20 entgegen. Da war die Laune gleich noch besser, als sie ob der Position des Gesamtführenden eh schon war. Die Hitze machte mir zwar zunehmend zu schaffen, aber das war bei den Konkurrenten offenkundig nicht anders. Bis auf einen. Bei Kilometer 3 oder 4 überholte mich ein Viernheimer mit einem abartigen Tempo. Als ich nach soliden 19:25 Minuten ins Ziel kam, erklärte er mir, schon sichtlich erholt, dass er ehemaliger Leichtathlet sei, ab heute aber Triathlet. Die 16:50 finde ich trotzdem echt bemerkenswert, chapeau!

Wenige Sekunden nach mir folgte Markus auf Rang 4, dann bald auch schon Tobi (9), Freddy (10) und Benny (14). Kein anderes Team war auch nur annähernd so geschlossen vorne im Tableau vertreten und der Gesamtsieg stand fest. Dass am Ende gar Oberurff und Spiridon mit uns auf dem Podium standen – wie also letztes Jahr in der 3. HTL – war dann das Sahnehäubchen und wir mussten alle kurz schmunzeln. Raffa belegte im Einzelklassement übrigens Platz zwei!

Schon in zwei Wochen steht in Darmstadt der nächste Sprint an, dann mit brettflacher Radstrecke und einer nervenraubenden Wendepunkt-Laufstrecke. Für mich geht’s allerdings schon diesen Sonntag weiter. Beim Quarterman helfe ich in unserer zweiten Mannschaft aus, da Wolfgang sich verletzt hat. Hoffentlich sehe ich dort viele von euch auf und neben der Strecke 🙂

Ratlos in Langenselbold

Voll motiviert bin ich gestern zum Kinzigman gefahren. Ich war im Gegensatz zum Wettkampf in Gelnhausen gut vorbereitet, erholt und wollte das Podium erklimmen. Zunächst sah auch alles danach aus, als würde das klappen. Warum dann doch alles anders kam, darüber bin ich auch am Tag nach dem Rennen noch ratlos.

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Das Schwimmen lief gut. Es war zwar ungewohnt, wieder im Neo zu schwimmen, aber nach 7:12 Minuten (die Strecke ist hier immer etwas zu lang) kam ich als Vierter aus dem Wasser, 40 Sekunden hinter dem Führenden. Auf die Radstrecke ging ich zeitgleich mit Vincent Größer, dem Titelverteidiger und Sieger vom Kinzigtal-Triathlon letzte Woche. Dranbleiben konnte ich zwar nicht, aber die anderen drei vor mir sammelte ich bis zum letzten Wendepunkt ein und kam insgesamt mit einem Schnitt knapp über 40 km/h auf Platz zwei zurück zur Wechselzone am Kinzigsee und hatte noch Power fürs Laufen übrig.

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Und nun kommt der Teil, den ich mir nach wie vor nicht erklären kann. Ich fühlte mich beim Laufen von Anfang an wie gelähmt, die Füße wollten einfach nicht vom Boden weg. Die drei jungen Kerle (Jahrgänge 96/97!), die ich auf dem Rad alle 1-2 Minuten distanziert hatte, kassierten mich wieder und auch Tobi überholte mich auf dem letzten Kilometer mit einem bärenstarken Lauf. Dranbleiben? Keine Chance! Satte 90 Sekunden lief er am Ende schneller als ich und damit einem hochverdienten fünften Platz entgegen. Für mich blieb Rang sechs und große Ratlosigkeit.

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Ja wo bleibt er denn?

Was war los? Zu wenig Zucker, zu kleines Frühstück? Zu viel Gartenarbeit und Haushalt am Wochenende? Fehlendes Koppeltraining? Zu viele andere Dinge im Kopf? Die Leistungsdaten zeigen jedenfalls keine Ausreißer. Ich lief von Anfang bis Ende konstant. Nur eben konstant zu langsam.

Jetzt werde ich ein paar gute Trainingsläufe brauchen, um zum ersten Ligarennen wieder an meine Selbstwirksamkeit zu glauben. Zu wissen, dort mit Tobi, Raffa, Markus, Freddy, Benny und Max sechs Mitstreiter zu haben, die allesamt für ein Top-Ergebnis sorgen können, nimmt aber glücklicherweise Druck von mir. Die beste Konkurrenz kommt aus den eigenen Reihen. Und ob ich am Ende vor den Jungs liege oder dahinter ist mir relativ schnuppe. Hauptsache niemand aus den anderen Teams tut es 😉

(Bilder: Volker Meyer / OPTIMUM)

Zwei gute Läufe zum Jahreswechsel / Neue 10er-Bestzeit

Mit zwei 10km-Läufen habe ich den Jahreswechsel sportlich vollzogen. Erst der Silvesterlauf in Oberrodenbach und dann heute die Winterlaufserie in Rodgau-Jügesheim. Und beide waren mehr als ordentlich.

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Sauber bleiben Fehlanzeige. Beide Läufe waren echte Schlammschlachten

Den Silvesterlauf in Oberrodenbach wollte ich aus vollem Training heraus als Tempodauerlauf nutzen, die Strecke ist mit massig Höhenmetern und schlammigem Terrain schließlich bei weitem nicht bestzeitenfähig. Es lief dann sogar besser als gedacht. Nach 40:55 Minuten, kontrolliert aber durchaus flott, war ich als Gesamtzwölfter im Ziel. Den Heimweg habe ich mit Nala dann zu Fuß angetreten, die 8km haben mir dann allerdings sehr zugesetzt und ich war erstmal ordentlich platt.

Sechs Tage später dann der nächste Lauf – diesmal mit weniger Vorbelastung und mit der Ambition die Bestzeit von 38:15 Minuten anzugreifen. Ganz erholt war ich noch nicht, das zeigt die Durchschnittsherzfrequenz, die sieben Schläge niedriger war als in Rodenbach. Dennoch fühlte es sich sehr gut an und ich lief sogar etwas zu schnell an. Die ersten sieben Kilometer waren in etwa 3:48 min/km recht konstant. KM8+9 waren dann nur knapp schneller als ein 4er-Schnitt und auf dem letzten Kilometer ging es somit nicht mehr darum, unter 38 Minuten zu kommen, sondern die Bestzeit knapp zu verbessern. Das war Antrieb genug nochmal zu beschleunigen. Nach 38:08 Minuten stand im Schuh das Wasser und auf der Uhr eine neue persönliche Bestzeit.

Die 38 Minuten werden dieses Jahr noch fallen, da bin ich mir sicher. Saisonziel sind 37:30 Minuten. Dafür muss ich mir im Sommer noch ein, zwei Läufe suchen, denn die nächsten in Frage kommenden Termine in der Region passen leider nicht – beim letzten Lauf in Jügesheim ist Ball des Sports, beim Zehner in Rodenbach und dem Osterlauf in Jügesheim bin ich im Trainingslager. Aber ich finde schon noch einen Lauf! 🙂

Vereinsmeister!

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Da darf man sich schon mal freuen: Während der Vereinsmeistertitel für mich in den letzten Jahren nie besonders spannend war, war das gegen Raffa nun ein bretthartes Stück Arbeit.

Unser Urlaub war toll und meine Offseason ist quasi schon voll im Gange. Aber für diesen einen Wettkampf wollte ich nochmal fit sein, habe versucht, das Niveau mit einzelnen harten Schwimm- und Laufeinheiten hochzuhalten. Beim Alzenau Triathlon wurde über die Sprintdistanz unsere Vereinsmeisterschaft ausgetragen.

Los ging’s um 10:10 Uhr in der zweiten Startgruppe im üppig warmen Meerhofsee. Ohne Neo wären wir bei knapp über 17 Grad wohl erfrohren, so war’s dann doch recht erträglich. Die Strecke war angesichts meiner Zeit von 6:20 Minuten nie im Leben 550 Meter lang, aber bei der Kälte hatten wir alle nichts dagegen, schnell wieder aus dem Wasser draußen zu sein 🙂

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Eigentlich hätte ich an dieser Position Max vermutet, aber er ist nach wie vor kein Neo-Freiwasser-Fan und so kam ich als Erster aus dem Wasser. Eine gute Position um in der zweiten Disziplin auf den Raffa-Express zu warten 🙂 Aber hätte man mir das Foto von seinem Schwimm-Ausstieg schon während des Wettkampfs gezeigt – ich hätte vermutlich die Flucht ergriffen 😉

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Angriffslustig wie immer. Raffa auf der Suche nach Menschenfleisch 😀

Da mir das Foto aber so schnell niemand vor die Nase hielt, rollte der Respondek-Berger-Express im üblichen 12-Meter-Abstand über Alzenaus Radwege und Straßen. Das Tempo war hoch und wir zogen nach und nach an allen 10 Minuten vorher gestarteten Startern der ersten Startgruppe vorbei. Tatsächlich an allen: Wir wechselten gar als Erster und Zweiter zum Laufen.

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Nach einer Saison, in der wir uns gegenseitig in neue Sphären getrieben haben und beide längst mehr erreicht hatten, als wir wollten, sollten diese fünf Laufkilometer also entscheiden, wer Vereinsmeister wird und in der Jahresbilanz (bislang 2:2) vorne liegt. Showdown! Raffa übernahm sofort das Tempo und legte fulminant los. Zwar war mein Rennplan, um alles in der Welt an ihm dran zu bleiben, in der Situation dachte ich jedoch, könnte es klüger zu sein, etwas langsamer anzugehen. Und das zahlte sich aus. Die 20-Meter-Lücke, die Raffa zu Beginn riss, konnte ich ca. einen Kilometer vor dem Ziel schließen. Dann bekam Raffa Seitenstechen, musste kurz Gehen und ich zog etwa 50 Meter davon. Den Vorsprung gab ich anschließend nicht mehr her und rannte schließlich mit 25 Sekunden Vorsprung ins Ziel.

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Ich freue mich schon auf die nächsten Duelle 2018!

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Nala hat zwar nicht wirklich verstanden, warum ich so lange ohne sie Gassi gehe, aber wenn’s im Ziel kostenloses Spielzeug gefüllt mit Wasser gibt, findet sie das alles in allem okay 🙂

So geht ein grandioses Jahr mit einem tollen Wettkampf zu Ende. Und das in einem Team, in dem es einfach Spaß macht, zu starten. Nächstes Jahr wird mein Fokus komplett auf der Liga liegen und zum ersten Mal kann ich dazu sagen: Ich freue mich drauf!

Fotos: Volker Meyer/ OPTIMUM
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Aufstieg!

Die Liga-Saison läuft weiter wie am Schnürchen. Gestern stand der dritte von vier Wettkämpfen in der 3. Hessenliga an und wir konnten tatsächlich zum dritten Mal gewinnen. Für mich war es zugleich der perfekte Schlusspunkt unter meine sowohl im Einzel als auch im Liga-Team bislang erfolgreichste Saison.

Neue 10er-Bestzeit, Hessenmeistertitel, ein richtig guter Ironman und bereits zwei Liga-Siege – kein Malheur in Fuldatal hätte meine Saisonbilanz noch schmälern können. Das klare Ziel war der dritte Gesamtsieg, schließlich wollten wir an unsere Siegesserie anknüpfen und frühzeitig den Aufstieg klarmachen. Und in Bestbesetzung an der Seite von Raffa, Freddy, Markus und Benny war das durchaus realistisch.

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Unsre ärgsten Konkurrenten wollten es uns nicht leicht machen. Nur 17 Sekunden konnten wir auf den 750 Metern in der Auftaktdisziplin auf das Team von Oberurff rausschwimmen. Diese starteten also in der direkten Verfolgung auf die Radstrecke. Dort attackierten sie direkt und überholten uns noch auf der ersten von vier Runden. Nachdem wir zwischenzeitlich wieder überholt hatten, leistete ich mir einen groben Patzer und war nach drei Runden überzeugt, schon fertig zu sein. Fertig war ich zu dem Zeitpunkt wohl auch, aber leider eher Oberschenkel und Rücken und weniger die Radstrecke. Oberurff nahm diese Einladung dankend an und setzte sich wieder an die Spitze. Egal, abhaken und weiter.

Ein Glück war die Radstrecke dann eine Runde später wirklich vorbei. Das Überholmanöver, bei dem ich vorne fahren musste, hatte mir körperlich zugesetzt und der Rücken litt stark unter der krassen Sattel-Überhöhung des Leihrad von Julia. Danke an dieser Stelle, mit meinem quietschenden Rennrad hätte ich vermutlich nicht mal zwei Runden mithalten können.

Mit wenigen Metern Rückstand gingen wir auf die Laufstrecke. Und die hatte es in sich. Den ersten Kilometer ging es nur berghoch, teils mit über 15% Steigung. Wir haben bewusst langsam begonnen, der Abstand wurde dennoch geringer und auf dem ersten Gefälle hatten wir bereits zur Spitze aufgeschlossen. Etwa 1-2 Kilometer liefen wir zusammen, dann konnten die Oberurffer unser Tempo nicht mehr halten. Mit 44 Sekunden Vorsprung war der Sieg nach einem sehr umkämpften Rennen schließlich ungefährdet. Beim Radfahren war ich noch richtig platt, beim Laufen wäre an dem Tag sogar noch mehr gegangen.

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Der Aufstieg in die zweite Hessenliga ist uns damit nicht mehr zu nehmen. Beim letzten Liga-Rennen in Viernheim geht es noch um den Meistertitel, ein fünfter Platz würde uns dafür reichen. Ich jedoch werde dort nicht starten (können), denn für Maria und mich geht’s am Freitag in den wohlverdienten Urlaub. Jungs, es war eine geile Saison mit euch und ich freue mich darauf, nächstes Jahr die zweite Liga aufzumischen! 🙂

Ironman-Debut in 9:15

Ich bin immer noch sprachlos… ich habe in den letzten drei Jahren so viele miese Hauptwettkämpfe gehabt und dann gestern, beim bislang wichtigsten Rennen meines Lebens, hat einfach alles gepasst! Der perfekte Tag, am perfekten Tag. Die erste Langdistanz in 9:15:50 Stunden und damit unter den besten 100 Teilnehmern der Ironman-EM!

Drei glückliche Finisher: Marcel und Alex konnten zwar ihre Wunsch-Zeiten nicht erreichen, aber haben sich zum Ziel durchgekämpft und konnten im Ziel genauso lachen wie ich

Drei glückliche Finisher: Marcel und Alex konnten zwar ihre Wunsch-Zeiten nicht erreichen, aber haben sich zum Ziel durchgekämpft und konnten im Ziel genauso lachen wie ich

Die Woche vor dem Ironman hat sich schon angefühlt wie Urlaub, das Tapering hat offensichtlich so gut gewirkt, wie noch nie. Auch das Wetter hat seinen Teil zum Urlaubsfeeling beigetragen. Und so war ich bis zum Start eigentlich sehr entspannt. Ich wusste ziemlich genau, was ich von mir erwarten konnte, zumindest in der Theorie. Dass auf einer Langdistanz auch Phasen kommen (und eventuell nicht mehr gehen), in denen es hart ist, war mir aber natürlich bewusst. Daher konnte ich mir zwar ausmalen, zu was ich in der Lage sein könnte. Wie nah ich aber an dieses Leistungsvermögen rankommen würde, darüber würden Tagesform, Energieversorgung und der Darm entscheiden.

Ein malerisches Bild vom Schwimmstart

Eine malerische Kulisse beim Schwimmstart

Wie üblich habe ich mich bis 10 Minuten vor dem Start in Ruhe abseits der nervösen Athleten aufgewärmt, die bereits seit einer Stunde im Neo schwitzten. Dann schnell im Startbereich nach vorne gedrängelt und etwa als 100ter losgeschwommen. Das war etwas zu weit hinten, denn bis zum Landgang nach 1500 Metern habe ich nur überholt. Danach habe ich einen tollen Wasserschatten erwischt und konnte bis zum Schwimmausstieg sehr locker darin schwimmen.

Ich weiß zwar nicht, wer das ist, aber das war der gute Wasserschatten - Danke, falls du das mal lesen solltest :)

Ich weiß zwar nicht, wer das ist, aber danke für den guten Wasserschatten 🙂

Die Uhr hatte ich, weil sie mich am Handgelenk beim Schwimmen stört, unter der Badekappe getragen. Leider hat es nicht geklappt, sie zu starten, aber dank Robert’s lauten Worten wusste ich dennoch, dass ich richtig gut unterwegs waren – 52:12 Minuten die offizielle Zeit.

"Unter 53 Markus, richtig stark" - Stark war auch hier schon insb. der Support! :)

„Unter 53 Markus, richtig stark“ – Stark war auch hier schon der Support! 🙂

Also Neo aus und ab aufs Rad. Dort war es dann zu Beginn zunächst unerwartet einsam – ich hatte auch so weit vorne mit einer viel höheren Athletendichte gerechnet. Die Einsamkeit legte sich spätestens in Maintal, als in Hochstadt und dann am Hühnerberg total viele Vereinskollegen warteten und mich den Berg hochbrüllten, das war sehr geil! Ab Kilometer 60 wurde es dann auch auf der Strecke voller. Von hinten kam nicht nur Raffa, sondern in seinem Schlepptau eine ca. 15 Mann und Frau starke Gruppe. Bis auf einen Age Grouper und zwei Profi-Frauen in diesem Feld sind hier alle wirklich fair gefahren, von den Profi-Frauen bekam dann auch eine eine Zeitstrafe wegen Windschattenfahrens. Die Gruppe blieb bis zur zweiten Wechselzone zusammen und war wirklich stark. Vor der letzten Abfahrt nach Bad Vilbel ließ ich sie dann ziehen, um eine Toilettenpause einzulegen. Der Schnitt in Wechselzone zwei war dennoch bei über 36 kmh und höher als erwartet.

Durchweg am Lächeln und voll im Plan - exakt 4:48:48 Stunden für die zweite Disziplin

Durchweg am Lächeln und voll im Plan – exakt 4:48:48 Stunden für die zweite Disziplin

Durch einen schnellen zweiten Wechsel war ich schnell wieder an Raffa dran und nachdem er auf der ersten Laufrunde ebenfalls kurz aufs Dixi musste, konnten wir über 10 Kilometer Seite an Seite im angestrebten 4:45er Schnitt laufen – ein geiles Gefühl.

Und wir gehen den Weg, von hier, Seite an Seite, ... nicht ganz bis zur Finishline aber zumindest gute 10km lang ;)

Und wir gehen den Weg, von hier, Seite an Seite, … nicht ganz bis zur Finishline aber gute 10km lang 😉

Nachdem Raffas Gesellschaft mir sehr geholfen hatte, als ich Ende der ersten Runde Seitenstechen bekam, hatte er danach eine leichte Schwächephase und musste abreißen lassen – blieb aber bis zum Schluss nicht mehr als zwei Minuten hinter mir. Durch die leichten Magenprobleme entschied ich mich, auf der Laufstrecke lieber auf Gels zu verzichten und nur noch Iso zu trinken. Auch auf der Radstrecke hatte ich es zweimal nicht geschafft, ein Gel zu greifen, somit fehlten mir insgesamt fünf Gels. Bis zu Beginn der dritten Laufrunde konnte ich mein Tempo halten, danach waren die Ressourcen dann langsam verbraucht und ich wurde langsamer.

Meine Leistung nahm im Laufe des Marathons etwas ab - was absolut nicht weniger wurde, war der großartige Support vom gesamten Freundeskreis

Meine Leistung nahm im Laufe des Marathons etwas ab – was absolut nicht weniger wurde, war der großartige Support vom gesamten Freundeskreis

Langsamer heißt jedoch nicht langsam und schon längst nicht aufgeben. Die dritte Runde lief ich etwa im 5:25er Schnitt, dort überrundete ich auch Marcel, der leider keinen so guten Tag erwischte, es aber dennoch durchzog. Auf den letzten Kilometern bekam ich nochmal eine zweite Luft und wurde wieder etwas schneller. Mit glatten 3:30:06 Stunden konnte ich meine Marathon-Bestzeit also im Ironman um satte 79 Minuten verbessern 😀

So lange hatte ich mir diesen Moment erträumt und da ist er endlich! YOU ARE AN IRONMAN!

So lange hatte ich mir diesen Moment erträumt und da ist er endlich! YOU ARE AN IRONMAN!

Im Zielkanal angekommen war dann Zeit zu feiern! Abklatschen, jubeln und dann ein ungläubiger Blick auf die Zeittafel: 9:15:50? Ehrlich? Krasser Scheiß, ich war und bin ziemlich überwältigt! Aufgrund der Temperaturen und der Profis, die ich überholt hatte, dachte ich im Rennen sogar, dass das mit etwas Glück für Hawaii reichen könnte. Aber keine Chance, von den ersten zehn Agegroupern waren fünf in meiner AK. Mit meiner Zeit bin ich dort 13. und die Slots gehen wieder bei unter neun Stunden weg! Respekt, was die Jungs da vorne geleistet haben. Umso toller ist aber meine Gesamtplatzierung – 86. overall, bei über 3000 Startern – unglaublich!

Dafür war dann doch noch Kraft - wir verneigen uns vor allem Supportern, für den großartigen Einsatz und bedanken und auch insb. bei OPTIMUM, das uns den Start überhaupt erst ermöglicht und bezahlt hat.

Dafür war noch Kraft – wir verneigen uns vor allem Supportern für den großartigen Einsatz und bedanken uns insb. bei OPTIMUM, das uns den Start überhaupt erst ermöglicht und bezahlt hat.

Das Feiern ging nach dem Zieleinlauf natürlich weiter – direkt nach zwei Minuten, als auch Raffa das Ziel überquerte und genauso verdutzt war über seine geile Zeit. Und anschließend an der Strecke, um Marcel und Alex, die sich beide extrem quälen mussten, anzupeitschen. Beide haben es durchgezogen und damit vor allem mental extrem krasse Leistungen vollbracht – Hut ab davor, ich bin wirklich froh, dass mir das bei meiner ersten LD erspart blieb.

Wann bei mir nun die zweite Langdistanz folgt? Keine Ahnung, aber sicherlich nicht nächstes Jahr. Jetzt leg ich erstmal die Beine hoch und dann wird die Liga gerockt! Wir haben schließlich eine Tabellenführung zu behaupten 🙂

Prerace Interview mit dem Stadtmarketing Bruchköbel

In einer Woche ist es soweit

In genau sieben Tagen bin ich wohl irgendwo auf der zweiten Radrunde, hoffentlich noch voller Energie und am Einsammeln von Kontrahenten, die am Anfang überzockt haben. Ich freue mich riesig auf diesen Tag und bin wirklich guter Dinge, das ich ein gutes Rennen haben werde.

Die Renneinteilung wird dabei ein wichtiger Knackpunkt sein, insbesondere für mich als Langdistanz-Rookie natürlich keine einfache Sache. Weder will ich auf der Laufstrecke eingehen, weil ich es auf dem Rad übertrieben habe, noch mich im Nachhinein fragen müssen, ob nicht noch ein paar Minuten drin gewesen wären. Wie immer liegt der richtige Weg in der goldenen Mitte.

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Auch die Verpflegung ist beim Ironman ein wichtiger Erfolgsfaktor. Zu wenig und mir geht die Puste aus, zu viel und der Magen-Darm-Trakt rebelliert; Foto vom Moret-Triathlon 201, (C) Volker Meyer/ OPTIMUM

 

 

Das Training ist jetzt abgeschlossen, heute standen die letzten Schwimmintervalle auf dem Programm, gestern das letzte Koppeltraining mit 3×20 Minuten Rad-Intervallen im angestrebten Wettkampftempo. Nachdem ich mir beim Swimday wohl einen kleinen Infekt eingefangen hatte und Anfang der Woche total platt war, ist jetzt wieder alles im Lot. Beim Schwimmen merke ich dadurch, dass ich seit knapp einer Woche das Krafttraining eingestellt habe, einen deutlichen Schub nach vorne. Die Muskulatur ist erholt und die Zeiten viel schneller. Just in time in Form 😀

Montag und Freitag kommen jetzt zwei Ruhetage, an den anderen Tagen jeweils kurze Belastungen in allen drei Disziplinen mit Mini-Intervallen im Wettkampftempo. Und dann ist ja auch schon Sonntag!

Supporterteam beim Quarterman

Ironman braucht Ironfan! Auf großartige Unterstützung vom Streckenrand kann ich zum Glück schon lange zählen. Auch beim Ironman kommen Freunde, Familie, Vereinskollegen und inzwischen auch ein paar Fans, die besonders in den dunkelsten Stunden des Tages brauchen werde; Foto vom Unterstützer-Team beim Quarterman 2013. (C) Volker Meyer/ OPTIMUM

Wer mein Rennen am Wettkampftag verfolgen will, kann dies entweder über den Liveticker, dessen Performance jedoch leider grauenvoll ist, oder direkt an der Strecke. Wir alle freuen uns über jede Unterstützung und werden sie im Laufe des Tages brauchen! Um 6:40 Uhr geht es am Langener Waldsee los, um ca. 7:35 +-3 Minuten komme ich dann aus dem Wasser. Dort plane ich mit fünf Stunden +-10 Minuten, hier bieten sich insb. die Kopfsteinpflaster-Passage in Maintal-Hochstadt „The Hell“ und der Hühnerberg zwischen Wachenbuchen und Niederdorffelden zum Zuschauen an. Dort komme ich zweimal vorbei, gegen 8:30 und 10:50 Uhr. Etwa um 12:40 Uhr starte ich dann in den Marathon, da könnt ihr euch am gesamten Mainufer positionieren. Wenn alles nach Plan läuft, seht ihr mich dort alle 50 Minuten und gegen 16 Uhr, nach 9:20 Stunden Wettkampfzeit, auf der Finish Line. Bei dem Gedanken an den Zieleinlauf kriege ich jetzt schon Gänsehaut.