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Trainings- und Wettkampfplan 2015

Mitte Oktober, 20 Grad, Sonnenschein. Kann es einen besseren Sonntag geben? Mein Training ist momentan längst nicht so stukturiert wie im Frühjahr, also kann ich einen solchen Tag auch voll auskosten. Morgens ein 12km-Lauf, mittags etwas Krafttraining und nachmittags noch eine Mountainbike-Tour in den Spessart und eine Runde mit den Inlinern. Fühlt sich irgendwie gut an.

Nach ein paar ruhigen Wochen bin ich, wie ihr seht, wieder im Training. Im Wasser und mit den Hanteln muss ich mich noch zurückhalten, nachdem sich an meinem rechten Unterarm nach einer missglückten Blutspende ein Walnuss-großes Hämatom gebildet hatte. Das ist zwar schnell wieder abgeschwollen, reagiert aber sehr sensibel auf Belastungen – und nimmt jeden Tag eine andere Farbe an, echt spannend! Ein Grund mehr nur in der Off-Season Blut zu spenden :)

Natürlich habe ich mir nach der Saison einige Zeit genommen um Positives wie Negatives zu analysieren und daraus meine Schlüsse für die nächste Saison zu ziehen und die Ziele festzulegen. Beim Laufen habe ich nach der MD in Münster sicher den richtigen Weg eingeschlagen, den ich nun mal eine ganze Saison durchziehen muss. An meiner Technik gibt es auch noch einige Stellschrauben, an denen ich gerade versuche zu drehen, insb. der Armeinsatz und der Fußaufsatz.

Auf dem Rad konnte ich mich dieses Jahr leider nicht verbessern. Die Qualität hat dieses Jahr zu Gunsten härterer Laufeinheiten etwas gelitten. Den Umfang (9.000 km) hier weiter zu steigern wäre sicher nicht zielführend. Vielmehr muss ich, so schwer das im Alltag auch ist, versuchen, wieder mehr Qualität reinzubringen, sprich pointierter zu trainieren.

Und nun zur Frage aller Fragen: Wofür das Ganze? Nicht nur weil’s Spaß macht, auch ein großes Ziel habe ich für das kommende Jahr ausgemacht: Mitteldistanz-WM in Zell am See! Wiesbaden war dieses Jahr die erste Möglichkeit mich zu qualifizieren, wobei ich mir hier keine Chancen ausgerechnet hatte. Als 13. in der Altersklasse habe ich die Quali auch deutlich verfehlt – weswegen ich anfangs sehr skeptisch bzgl. meiner Chance auf einen Slot war. Nun habe ich aber viel recherchiert, Namen, Rennen und Platzierungen verglichen und festgestellt: Das war ein Hammer-Feld in Wiesbaden, da scheinen doch wirklich gute Leute für die EM zu kommen. Bspw. der Siebstplatzierte hatte zwei andere Mitteldistanzen in dem Jahr gewonnen.

Nun habe ich viel recherchiert, Namen, Ergebnislisten und Wettkämpfe verglichen und mich schließlich für den IRONMAN 70.3 Kraichgau (07. Juni 2015) entschieden. Zwar gibt es einige Rennen, wo es einfacher erscheint, sich zu qualifizieren, jedoch erwarte ich mir im Kraichgau aus zweierlei Gründen den ehrlichsten Kampf um die Slots. Zum einen ist die Strecke sehr profiliert, was in der Regel einen faireren Wettkampf verspricht. Zum anderen habe ich dort aufgrund der vielen Slots (voraussichtlich 4-5 in meiner AK) mehr Planungssicherheit. Bei einem schwach besetzten Rennen, wo es nur einen Slot gibt, reicht ja ein Überflieger und meine Chance ist dahin. In einem stark besetzten Rennen, wie dies im Kraichgau sicherlich der Fall sein wird, mit mehr Slots, macht ein solcher Überflieger weniger aus, es ist sogar damit zu rechnen. Die Chance wird aber in jedem Fall da sein. Platz 4/5 ist möglich und auch mit Platz 6-8 sollte man eigentlich gute Chancen haben, da sicherlich manche schon einen Slot haben werden oder keinen wollen. Wenn ich hier bestehe habe ich mir den Platz bei der WM verdient. Wenn nicht, gehöre ich nicht zu jener Weltspitze, die bei der WM starten darf. Brutal einfach.

Eine Übersicht, welche weiteren Wettkämpfe ich plane, findet ihr hier, fest steht bis jetzt aber nur Kraichgau. Beim Quarterman werde ich 2015 – sofern es kein Liga-Wettkampf ist – schweren Herzens nicht starten um den Verein bei der Veranstaltung noch stärker unterstützen zu können. Ich finde es nach wie vor schade, dass vereinzelte Vereinsmitglieder kein Verständnis dafür aufbringen, wenn jemand starten möchte und Ersatzhelfer benennt, habe aber keine Lust mehr auf die immergleiche Diskussion.

Bike-Fitting bei der Velozeit

Die letzten zwei Wochen lief’s leider gar nicht gut. Das Trainingslager hat mir wohl doch mehr zugesetzt, als ich vermutet hatte und so kamen Sprunggelenksschmerzen beim Laufen und Knieprobleme beim Radfahren. Das ist natürlich auch der hohen Gesamtbelastung geschuldet, aber sicherlich nicht ausschließlich. Höchste Zeit an einer weiteren Stellschraube der Leistung zu drehen – am Bike-Fitting. Dafür ging es heute durch die Empfehlung eines Kollegen nach Hanau zur Velozeit zur Radbiometrie mit allem drum und dran.

Auf der Hinfahrt das gleiche Bild, wie bei der letzten Ausfahrt. Sobald ich auf die Auflieger gehe fangen die Knieschmerzen im linken Knie an :(. Na gut, sollte ja keine Leistungsdiagnostik werden, sondern eine Radanpassung an meinen Körper.

Bevor ich aufs Rad durfte ging ich mit Dirk – selbst begnadeter Radfahrer – eine Liste an Punkten durch, die für die Biometrie entscheidend sind. Das umfasste anfangs Dinge wie bekannte Defizite, aktuelle und vergangene Schmerzen und natürlich meine Ziele. Anschließend wurde es praktischer und wir führten einige Beweglichkeitstests sowie einen Fußgewölbeabdruck durch. Ich scheine im Training schonmal einiges richtig zu machen. Keine Fehlstellungen oder Muskelverkürzungen, eine großteils überdurchschnittliche Beweglichkeit und auch normal gewölbte Füße. Einziges Makel war eine Beinlängendifferenz von einem halben Zentimeter, was aber auch voll im Normbereich ist. Für das Fußgewölbe habe ich nach dem Fitting mal Carbon-Einlagen ausprobiert, damit die gesamte Fußsohle Kraft überträgt. Ein ungewohntes Gefühl, den ganzen Fuß auf der Sohle zu spüren, aber kann durchaus noch was bringen.

Nun wurde mein Rad vermessen und ich durfte ein wenig treten. Dirk fiel dann direkt auf, dass mein Kniewinkel zu klein ist. Die Messwerte hab ich nicht mehr im Kopf, aber das Winkelmaß bestätigte seine Einschätzung und wir gingen mit dem Sattel ein Stück nach oben. Wieder treten. Wieder messen. Wieder hoch. Treten. Messen. Hoch. In kleinen Schritten hoben wir den Sattel insg. um fast zwei Zentimeter an, was verdammt viel ist. Das tolle daran: Vorher hatte ich ab der ersten Umdrehung direkt Knieschmerzen, wenn ich in die Aero-Position ging. Jetzt überhaupt nicht mehr! Ich war echt verblüfft, dass selbst der akute Schmerz dadurch weg ging! Hoffentlich bleibt das so.

Anschließend stellten wir den Lenker noch maximal hoch, die Überhöhung von 16,5cm ist aber dennoch krass. Die nächsten Einheiten werden zeigen, ob meine Lendenwirbelsäule damit zurecht kommt oder ich einen anderen Vorbau brauche. Obwohl ein anderer Vorbau vermutlich Sinn macht wurde hier zu keiner Zeit versucht mir etwas aufzuschwatzen. Das hab ich bei anderen Bike-Fittern auch schon anders gehört.

Mein Fazit:

Dirk hat sich viel Zeit genommen um mir alles zu erklären, auch wie ich die Position über die Saison noch anpassen kann. Videos von der Position eingangs und ausgangs hat er auch gemacht, die sind nur leider zu groß um sie hier hochzuladen, sorry :( Ob die Kraftübertragung und die Aerodynamik nun besser sind, lässt sich natürlich salopp schwer sagen, aber allein die Tatsache, dass ich mit der neuen Position weniger Schmerzen habe, waren die 100€ wert! Schließlich bringt Training immer noch am meisten Form und das geht jetzt hoffentlich bald wieder 😉 Jetzt werd ich versuchen mich selbst zu zügeln und langsam an die neue Position zu gewöhnen.

Bahnrad rockt

Mittwoch konnte ich endlich mal wieder Radfahren. Zwar ist es im Bahnradstadion etwas anders als in der freien Wildbahn, aber das macht ja um diese Jahreszeit nichts. Die starre Nabe ist sogar gar nicht schlecht, weil sie einen dran erinnert, bloß keinen Tritt auszulassen. Die Belastung ist durch die Limitierung auf einen recht hohen Gang auch recht hoch. Es hat richtig Spaß gemacht! :)

Die nächste Saison kommt auch immer näher. Morgen öffnen die Anmeldungen für den Kinzigtal-Triathlon und den Morettriathlon. Damit ist die erste Saisonhälfte schon fixiert. Der Start in Wiesbaden hängt dagegen noch vom Austragungsort der WM 2015 ab. Die WTC hat sich jetzt auf die vier Kandidaten Luxemburg, Haugesund (Norwegen), Zell am See (Österreich) und Nizza limitiert. Leider kein deutsches Rennen dabei, gehofft hatte ich ja auf Wiesbaden. Im Frühjahr wird dann die endgültige Entscheidung getroffen, dann fällt auch meine Entscheidung, ob ich die Quali versuche, oder nicht.

Haugesund fällt für mich raus, da ich hinfliegen müsste, das wird zu teuer und aufwendig. Die anderen drei kommen alle in Frage: Zell am See ist „nur“ 600km weg, hat leider aber eine sehr flache Radstrecke und somit große Lutscher-Gefahr. Nizza sind dagegen schon 1000km. Dort gibt es aktuell noch keinen IRONMAN 70.3, nur eine Langdistanz – somit m.M.n. wohl die wahrscheinlichste Destination. Luxemburg ist momentan mein Favorit unter den Kandidaten. Zwar ist der erste Teil der Radstrecke auch total flach, aber wenigstens wird das Feld später etwas selektiert. Zumal sind es nach Remich nur knappe 300km Fahrt.

Der erste „Saisonwettkampf“ steigt aber schon nächsten Sonntag. Nachdem die Vereinskollegen alle schon etliche Zehner gelaufen sind und zumindest Robert sogar mit beeindruckendem Ergebnis, teste ich mal wieder beim Kölner Nikolauslauf. Letztes Jahr habe ich 43:25 gebraucht, allerdings bei stark verschneitem Boden. Das sollte zu toppen sein. Schwieriger wird es dagegen schon Robert’s jüngste 41:48 zu unterbieten – mir schlottern etwas die Knie 😀

Fahrräder gestohlen!!

Traurig, dass ich mich mit so einem unschönen Thema wiedermelden muss: Gestern Abend wurden uns aus der Garage unsere drei Triathlonräder gestohlen! Fotos sind unten, für Hinweise jeglicher Art bin ich dankbar!

Finderlohn 500€ für einen Hinweis, der uns die Räder wiederbringt!

0177 – 6314612

Orbea Ordu + Helm

Orbea Ordu Gold 2 Markus, RH57, Orba Lite Laufräder

 

Merida Warp 5 Markus

Merida Warp 5 Markus, RH 56, neue Laufräder, Umgebaut auf 9fach-Schaltung

Merida Warp 5 Robert

Merida Warp 5 Robert, RH 54

Optimum Helm

Optimum Helm, Unikat, selbstlackiert, Original war ein Bell Meteor II

 

WM statt Langdistanz

Los geht’s, heute startet mein Training endlich wieder. So sehr ich die Pause gebraucht habe, so sehr brauche ich nun wieder die tägliche Dreifachdosis Sport :)
Natürlich habe ich mir auch Gedanken gemacht, wo die Reise in den nächsten Jahren hingehen soll. Meinem ursprünglichen Wunsch in der M18 (also 2015) noch meine erste Langdistanz zu machen, werde ich nicht nachgehen und hab das eigentlich auch schon seit Längerem verworfen. Eine Hawaii-Quali wäre noch nicht annähernd drin und ich habe noch nicht genug Lebenskilometer um sicher sagen zu können, eine Langdistanz unbeschadet überstehen zu können.

Aber es gibt ja nicht nur eine WM im Triathlon ( :) ). Ab nächstem Jahr findet die IRONMAN 70.3 WM jedes Jahr in einem anderen Land statt. Sicherlich ist alles attraktiver als das bisherige Rennen in Las Vegas, interessant wird es aber besonders dadurch, dass die WM 2015 aller Voraussicht nach nach Europa – ja, vielleicht sogar nach Deutschland – kommt! Für mich steht fest, dass ich nächstes Jahr auf die Mitteldistanz zurückkehre. Mir ist klar, dass ich mich hier noch deutlich verbessern muss um den Hauch einer Chance auf einen Slot haben zu wollen, aber ein großes Ziel hat mich dieses Jahr auch nicht abgeschreckt.

Nächstes Jahr will ich also zwei Mitteldistanzen machen und mich in der AK nach vorne kämpfen. Erster Stopp wird der Moret Triathlon im Juni. Hier wird die Hessische Meisterschaft auf der Mitteldistanz ausgetragen – sicherlich eine gute Standortbestimmung und ein schöner Höhepunkt. Dort habe ich letztes Jahr schonmal mitgemacht, war ein schönes Ding!

Richtig interessant wird’s dann aber in der zweiten Saisonhälfte! Eigentlich liegt mir die Strecke in Wiesbaden nicht, aber die Chance muss ich wahrnehmen: Denn die IRONMAN 70.3 European Championship 2014 in Wiesbaden wurde als erster Qualifier für die WM 2015 ausgerufen – auch wenn der Austragungsort wie gesagt noch offen ist. Ein völlig neues Bild für Wiesbaden! Bislang waren die Slots immer recht unbeliebt, da die WM schon drei Wochen später folgte. Es ist also damit zu rechnen, dass wesentlich mehr Athleten ihren Slot auch in Anspruch nehmen, was die Chancen „nachzurücken“ verschlechtert. Dafür gibt es aber satte 100 Slots und somit voraussichtlich vier in meiner AK. Zu verlieren habe ich nichts und wenn es nicht klappt noch eine Chance 2015 in Luxemburg oder Italien die Quali erneut zu versuchen. Für die Top5 reicht es nächstes Jahr noch nicht, dafür ist die Konkurrenz bei der EM zu stark. Aber je besser ich bin, desto besser die Chance, nachzurücken. Alle nehmen den Slot nie.

Mit der Anmeldung werde ich mal warten bis der Austragungsort bekannt gegeben wird, aber eigentlich habe ich mir das schon fest in den Kopf gesetzt 😀

Und jetzt geht’s ab zur dritten Trainingseinheit heute – Inline Skaten!

Saisonfazit

Mit dem Halbmarathon in Bad Vilbel ging meine Wettkampfsaison 2013 zu Ende. Im Training war die Luft auch langsam etwas raus, von daher kommen die jetztigen 2 1/2 Wochen Pause auch grade recht. Hier nun noch mein persönliches Resumé.

Dass ich mit den Wettkampfleistungen zufrieden bin habe ich schon im Fazit zur Saisonhalbzeit geschrieben. Auch wenn danach nicht jeder Wettkampf gut lief, bleibt es dabei. Daher will ich mich in diesem Fazit auch weniger den Wettkämpfen widmen. Vielmehr muss die Trainingsleistung hinterfragt werden und nicht zu vergessen auch der Stellenwert, den der Sport als Ganzes einnimmt.

Fangen wir mit dem Training an:

  • Wochenschnitt 13 Stunden
  • 6900 Radkilometer
  • 1480 Laufkilometer
  • 390 Schwimmkilometer
  • gleich viele Stunden im Wasser wie in Laufschuhen, doppelt so viele auf dem Rad

Seit eh und je ist mein Problem ja die Verträglichkeit der Laufbelastung im Training. Hier kann ich nur sehr langsam steigern und quäle mich trotzdem immer wieder mit Verletzungen. Auch dieses Jahr konnte ich meine als Ziel gesetzten Lauf-Kilometer (1850) nicht erreichen. Hier hätte ich mir eine etwas größere Steigerung erhofft. Die Lücke resultiert aus der 6-wöchigen Laufpause im Januar/ Februar. Ohne die Pause hätte ich die Umfänge erreicht. Dennoch: Für die Planung des nächsten Jahres sind die 1480 der Ausgangswert.

Ansonsten gibt es beim Laufen nicht all zu viel zu meckern. Ich habe die 10km-Zeit auf 40 Minuten verbessern können und auch der Solo-Halbmarathon gibt Hoffnung für die Mitteldistanz- Laufleistung. Auch die Trainingsgeschwindigkeit hat insgesamt etwas zugenommen. Für die nächste Saison bin hier also positiv gestimmt.Run 2013

Geschwommen bin ich mal wieder mehr als geplant, es macht einfach zu viel Spaß um weniger zu machen. Eine Reduktion kann ich mir hier auch nicht mehr erlauben, sonst geht die Leistung zurück. Allerdings werde ich die Umfänge hier nicht erheblich steigern, Ziel werden 420 Jahreskilometer.

Die 6900 Rad-Kilometer klingen erstmal ganz gut und das sind durchaus auch etwas mehr, als ich geplant hatte. Allerdings sind etwa die Hälfte davon der tägliche Weg zur Arbeit – Junk Miles ohne großen Trainingseffekt. Das zeigte sich dieses Jahr auch bei den Wettkämpfen. Die Radleistungen waren durch die Grundlage zwar recht konstant, allerdings insgesamt höchstens marginal besser als letztes Jahr. Jetzt zu planen hier nächstes Jahr wieder mehr Wert auf Qualität zu legen ist zwar schön, aber nicht unbedingt realistisch, denn das hängt natürlich vom weiteren beruflichen Werdegang ab und nicht umgekehrt.

Und damit sind wir auch bei einer der wichtigsten Fragen – welchen Stellenwert der Sport im Leben einnimmt. Ich bin kein Profi und werde es nie werden. Ich verdiene mit dem Sport kein Geld und werde es nie tun. Der Sport bleibt immer (nur) die schönste Nebensache der Welt. Umso schöner ist es natürlich, wenn mehr Freunde Triathlon machen und immer mehr Triathleten Freunde werden. Aus dem Beitritt ins Tria-Team sind viele wahre Freunde erwachsen und auch mein engster Freundeskreis interessiert sich immer mehr für meinen Sport und freut sich mit mir über meine Freude am Sport :) Mit diesem soliden Fundament kann 2014 eigentlich gar nichts schief gehen!

Frohe Off Season und bis in zwei Wochen. Adios! :)Abfahrt in der Gruppe

Resumé zur Saisonhalbzeit

Vielleicht gar nicht so schlecht, dass die Auswertung der ersten Saisonhälfte etwas auf sich warten ließ. Inzwischen hatte ich Zeit alles sacken zu lassen, Training und Wettkämpfe zu bewerten und auch nach vorne zu schauen.

Für die Bewertung ist natürlich erstmal ein Rückblick nötig, welche Ziele ich mir für dieses Jahr definiert habe. Sportlich gesehen stand der Quarterman im Vordergrund, diesen wollte ich gewinnen. Mein Ziel im Trainingsprozess war es, verletzungsfrei zu bleiben. Eine englische Weisheit zur Kommafrage sagt „If in doubt leave it out.“ Diesen Leitsatz wollte ich auch in meinem Training umsetzen, um eben genau diese übermotivierten, verletzungsprovozierenden Einheiten lieber mal weg zu lassen. Des Weiteren hatte ich mir mit dem Projekt „Grünes Training“ ein eher sportfernes Ziel gesetzt über das Jahr mehr Trainingskilometer zu sammeln als Autokilometer.

Mein Trainingsziel habe ich Anfang 2013 nach einer eigentlich super Vorbereitung zum Jahresende verpatzt, mit einer (vermutlich den Laufumfängen geschuldeten) Fußverletzung und einer 6-wöchigen Laufpause. Zum Glück hat die Form die Pause recht gut überlebt und ich konnte mich langsam wieder rankämpfen. Mit vielen kurzen Einheiten habe ich nun eine gute Grundlage mit der ich auch für die zweite Saisonhälfte gut arbeiten kann. Aus jeder Verletzung lernt man dazu, ich muss diese Fehler einfach machen – hoffentlich nicht mehr allzu oft.

Das sportliche Ziel dagegen habe ich in vollem Umfang erreicht. Es liefen zwar längst nicht alle Wettkämpfe zufriedenstellend, was ich aber dieses Jahr zum ersten Mal geschafft habe, ist auf den Tag genau fit und bereit zu sein für den Tag der zählt. Ich war genau zum Höhepunkt in Büdingen und Bruchköbel in Topform und konnte dies sogar in zwei Siege umsetzen. Das kann mir keiner mehr nehmen! Auch wenn die größten Kontrahenten gefehlt haben waren das gute Wettkämpfe und für mich mit Abstand der bisherige Höhepunkt meines Sportlerlebens. Dafür gab’s dann sogar drei Beiträge im Bruchköbler Kurier und Hanauer Anzeiger. Außerdem durfte ich mein erstes Interview geben:

Bleibt noch der leidige dritte Teil: die Autokilometer. Zum Ende der ersten Saisonhälfte war ich noch gleichauf mit den Autokilometern – der IRONMAN in Frankfurt hat das Verhältnis dann aber gänzlich gedreht. Über 1.000 Autokilometer in einer Woche standen nicht einmal 100 Trainingskilometern gegenüber. Und die Aussichten sind hier auch nicht besonders rosig: Wiesbaden steht bevor und schon jetzt geht es mehrmals die Woche dort hin. So viel Radeln kann ich nicht, ich werde hier nach dem Praktikum noch einiges an Nachholbedarf haben. Aber da ich die Auto-KM bis jetzt fast nur auf der Arbeit gesammelt habe, bin ich optimistisch, das danach noch aufholen zu können.

Die Saison hatte bisher aber noch wesentlich mehr zu bieten als nur die Verfolgung der ursprünglichen Ziele. Das Tria Team Bruchköbel ist mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen. Unsere Mannschaft ist klasse, wir trainieren oft zusammen und können gegenseitig viel von einander lernen. Auch das Vereinsleben macht Spaß, ich freue mich schon drauf, nächstes Jahr in der Organisation des Quarterman einen größeren Beitrag leisten zu können – wenn auch ich am Wettkampftag gerne nochmal gegen Alex Nikolopoulos antreten würde.

Und auch mit dem Team von OPTIMUM macht es immer mehr Spaß. Auch hier sind wir inzwischen eine richtige Gemeinschaft geworden und der Spagat zwischen Verein und Sponsor ist entgegen meiner Befürchtungen zum Glück überhaupt kein Problem. Ich freue mich auch riesig, dass Volker für diese Saison meinen Bruder mit ins Boot geholt hat, er trainiert ebenfalls sehr fleißig und das fruchtet auch immer mehr in guten Wettkampfleistungen. Zudem sind seit Neustem auch Alex I. und Alex B. mit im Team und somit haben wir hier ein wirklich breites Aufgebot des Bruchköbler Nachwuchses vereint.

Zeit zum Zurücklehnen ist aber noch lange nicht. Frankfurt, Viernheim, Bad Arolsen, Hanau und vielleicht noch einer mehr. Der Fokus liegt auf Bad Arolsen, wir haben schließlich noch die Chance mit der zweiten Mannschaft aufzusteigen. Daran werden wir auch alles setzen! Das wird meine erste gezielte Sprintdistanz- Vorbereitung und ich hab richtig Bock drauf. Kurze Intervalle im 3:30 / 3:40er Schnitt rennen, bin mal gespannt was da wirklich noch geht. Weiter geht’s!

Weiter geht's

Bilder der ersten Saisonhälfte

Hey Leute!

Ich hatte leider die letzten Wochen viel Stress und konnte deswegen nicht so viel schreiben. Ich werde die Zusammenfassung der ersten Saisonhälfte bei Zeiten definitiv noch nachholen, hoffentlich Anfang nächster Woche! Als Vorgeschmack gibt’s hier schonmal die Bilder in einer Dia-Show: :)

Update Fußverletzung

Seit fast zwei Wochen hab ich nun diese Schmerzen im Fuß. Ende letzter Woche war’s mal besser, Anfang dieser Woche wieder schlimmer, inzwischen wird es wieder besser. Ich kann momentan zumindest wieder schmerzfrei sitzen und auch kurze Zeit schmerzfrei gehen. Laufen und Radfahren war ich in der Zeit noch nicht, mit nur Schwimm- und Krafttraining sind die Kilometer dieser Woche bis dato grade so zweistellig :(

Was da am Fuß eigentlich los ist, weiß ich leider auch noch nicht. Der Orthopäde konnte mir wie gesagt nicht weiterhelfen. Wenn’s nicht besser wird werde ich nächste Woche nach dem Umzug- und Unistress mal zu einem anderen Arzt gehen. Es fällt mir immer noch schwer, den Schmerz zu lokalisieren. Vom Gefühl her ist er außen unter dem Sprunggelenk an der Sehnenplatte oder dem Kleinzehenbeuger.

Am Wochenende werde ich wieder aufs Rad steigen. Das ging die letzten Tage zumindest zum Einkaufen problemlos und so kann ich mal wieder meine Beine belasten – wie ich das vermisse! 😉

Insgesamt mache ich mir jedoch wegen der Verletzung keine zu großen Sorgen. Wenn sich das von selbst wieder legt, bin ich immer noch gut in der Zeit für die kommende Saison und kann die Rückstände wieder aufholen. Ich habe die letzten drei Monate schmerzfreies Lauftraining so genossen und wieder richtig Spaß am Laufen gefunden! Dort will ich wieder hin und so kann die Devise nur sein die Verletzung ordentlich ausheilen zu lassen. Danach werde ich die Laufkilometer wieder etwas runterschrauben, besonders solange es noch kalt und der Boden hart ist. Kontinuierlich 40km pro Woche ist besser als 55 und dann drei Wochen Pause.

Auch mit meinem Projekt „Grünes Training“ bin ich derzeit gut aufgestellt. Nächste Woche folgt der Umzug aus Köln zurück nach Bruchköbel, da fallen rund 500 Autokilometer an. Mit ein bisschen Mountainbike dieses Wochenende kann ich die Bilanz aber trotzdem positiv halten =) Bleibt gesund!

Knochenhautentzündung o.Ä. am Mittelfuß

Am Wochenende hab ich noch normal trainiert, Montag dann stechende Schmerzen im linken Fuß bei jedem Schritt. Bis heute war dann keine Besserung zu sehen und selbst beim Gang zur Uni habe ich sehr starke Schmerzen in der kompletten Fußaußenkante. Heute morgen war ich dann beim Orthopäden hier in Köln. Am Röntgenbild sah alles normal aus, also vermutlich kein Ermüdungsbruch. Was es genau ist konnte er mir aber nicht sagen, evtl. eine Knochenhaut- oder Sehnenentzündung am 5. Mittelfußknochen. Jetzt soll ich erstmal warten und die Alltagsbelastung runterfahren :(

Über die Ursache weiß ich auch nicht viel mehr, ich vermute mal eine Kombination aus gestiegenem Trainingsumfang bei wetterbedingt sehr hartem Boden und evtl zu enges Schuhwerk beim Radfahren.

Das Lauftraining stelle ich jetzt mal mindestens noch eine Woche ein und versuche im Alltag so wenig wie möglich zu gehen. Das ist echt schade, wo das Training momentan echt gut lief und ich eigentlich keine Probleme zu beklagen hatte. Glücklicherweise gibt’s als Triathlet ja noch weitere Wege sich zu belasten und so wird aus der Not jetzt eine Schwerpunktwoche Schwimmen eingestreut. Schwimmen kann ich komplett schmerzfrei und der Arzt meinte auch das wär unbedenklich.

Ich halt euch über den Verlauf auf dem Laufenden. Jetzt freuen sich erstmal die Hausarbeiten über das frei gewordene Zeitbudget 😛 Bleibt gesund!