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Irgendwo im Nirgendwo

…nicht nur passend zum Wettkampf in Waldeck, sondern auch zur aktuellen Situation. Nach Kraichgau fingen die Oberschenkelschmerzen wieder an und halten sich trotz täglichen Blackrolltrainings recht hartnäckig. Radfahren war ich nach Kraichgau bis zum Wettkampf in Waldeck nicht mehr, Schwimmen dagegen täglich und Laufen im normalen Umfang. Jedes Wochenende werden die Schmerzen besser, unter der Woche bei der Arbeit und beim sonstigen Sitzen wieder schlechter.

Nichtsdestotrotz musste ich in Waldeck ran, wir waren wieder mal nicht genug Starter. Das ausgerechnet hier dann der erste Wettkampf des Jahres kommen sollte, mit dem ich wirklich zufrieden sein kann, hätte ich nicht gedacht, ist aber umso mehr Balsam für die Seele.

Tria Team Mannschaft Waldeck 2015

Mannschaftsfoto Waldeck

Beim Schwimmen fühlte ich mich sehr gut und setzte mich schnell an die Spitze. Größtes Problem war fortan vor allem den schwer erkenntlichen Kurs zu finden. Weiße Boden in weiter Ferne, mittelstarker Wellengang durch ein durchgehend neben mir fahrendes DLRG-Motorboot und ein nicht gekennzeichneter Schwimmausstieg sorgten für die nötige Abwechslung und zugegeben auch etwas Orientierungslosigkeit 😉

Die zwei Junioren, die mitschwimmen konnten, wechselten langsamer und so durfte ich erstmal alleine den Führungswagen begleiten. Auf dem Weg in die erste Wechselzone sah ich aber bereits Michael Böhler, etwa eine Minute Rückstand sollte er schnell aufholen können. Bis km 22 hielt ich mich vor ihm, danach dahinter, alles dennoch recht einsam, da sich das Feld auf dem bergigen Kurs weit verteilte. Bis auf Michael, der noch eine Minute Vorsprung rausfahren konnte, kam bis zur zweiten Wechselzone weit und breit keiner mehr.

Der Wendepunkt auf der Laufstrecke verschaffte dann Klarheit. Ein Athlet hatte mich da gerade eingeholt, dahinter etwas Abstand und dann schon zwei weitere Konkurrenten und Bernie, der sich mit der schnellsten Laufzeit des Tages noch bis auf Rang vier vorarbeiten sollte! Da war ich allerdings schon 2 1/2 Minuten im Ziel, meinen dritten Platz konnte ich mit einem guten Lauf behaupten. Mit Bernie auf vier, Marcel auf 26 und Max, der sich für seine erste Olympische Distanz kaum ein härteres Pflaster hätte aussuchen können, auf Platz 40 war die Mannschaftsleistung zum Glück deutlich besser als beim verpatzten Saisonauftakt in Fritzlar.

Bei mir sind jetzt nur noch die Sprints in Griesheim und Hanau geplant, evtl. noch die OD in Frankfurt. Aber ein wirkliches Highlight ist nicht mehr dabei. Wissend, dass die Form ohne Radtraining stetig schlechter werden wird, macht alles andere wenig Sinn. Momentan genieße ich den „Luxus“, so viel Zeit fürs Schwimmtraining zu haben und versuche schon eher Grundlagen fürs nächste Jahr zu legen, insb. Grundschnelligkeit. Insgesamt aber alles weniger verbissen und spontaner. Irgendwo im Nirgendwo eben 😉

Wieder im Rennen

Letzten Donnerstag war ich wegen den Knieschmerzen bei Markus Neumann in der Physio-Praxis. Markus meinte, die Probleme seien wohl muskulärer Natur, was mich natürlich schon mal beruhigte – beim Knie ist das sicherlich das geringste Übel. Der Grund war wohl zu viel Training und ein dadurch dauerhaft zu hoher Spannungszustand im Quadrizeps. Diesen solle ich durch täglichem Dehnen und „Massage“ auf der Blackroll versuchen zu lösen. Laufen sollte gehen, schwimmen sowieso.

Gesagt getan: Zuhause angekommen ging ich direkt laufen und dann ab auf die Blackroll. Nachdem Markus mir gezeigt hatte, wie und v.a. wie lange ich das zu machen habe muss ich sagen: Ich hab das Teil wohl noch nie richtig benutzt. Schön langsam ausführen, je zwei Minuten Innen-, Mitte und Außenseite des Quadrizeps mass(akr)ieren. Da zeigt sich definitiv aus welchem Holz man geschnitzt ist, das sind krasse Schmerzen. Aber: Es hilft! Vielen Dank Markus!

Nach jetzt sechs Blackroll-Einheiten und täglichem Dehnen, Schwimmen und Laufen bin ich nach nur einer Woche nahezu schmerzfrei und auch an den nachlassenden Schmerzen beim Blackroll-Training (Angenehm ist immer noch was anderes!) merke ich, wieviel das bringt. Die Form scheint derweil noch da zu sein, zumindest was die Geschwindigkeit betrifft. Bleibt nur die Frage, ob das auch für ’ne Mitteldistanz reicht, aber das sehe ich dann Sonntag auf dem zweiten Drittel der Rad- und Laufstrecke 🙂

Zudem fühle ich mich sehr gut erholt und mental wieder frisch. Laut Veranstalterhomepage gibt es Sonntag in meiner Altersklasse voraussichtlich zwei Plätze für die WM. Ich bin richtig heiß auf den Wettkampf. Und heiß soll’s ja am Sonntag allemal werden 😉

Patellaschmerzen

Wenn Du morgens nicht weißt, was Dein Ziel für den Tag ist, leg Dich wieder hin.

In den letzten acht Monaten bin ich aufgestanden. Jeden Tag. Das war nicht immer einfach, aber immer mit klarem Ziel vor Augen, dem Wettkampf in Kraichgau. Wenn ich fit war, ging ich trainieren, gerne auch um 5:30 Uhr vor der Arbeit. Wenn ich krank war, dann gab’s halt Tee und ein Bad. In den letzten Tagen jedoch fällt es mir nicht mehr so leicht aufzustehen… 🙁

Beim ersten Radtraining nach dem Wettkampf in Fulda hat die rechte Kniescheibe extrem stark geschmerzt, auch nach der Woche Erkältung war der Schmerz leider wieder da und kein bisschen besser. Alles was bei mir sonst immer hilft, wie Quarkwickel oder Ingwer und Chili, zeigt diesmal gar keine Wirkung. Ich weiß nicht ob das durch Überlastung oder durch den Sturz in Gelnhausen kommt. Hier hatte ich am selben Punkt ganz leichte Schmerzen, es fühlte sich wie ein simpler blauer Fleck an und war auch bei Belastung nicht zu spüren.

Morgen gehe ich zum Arzt, zum Physio auch sobald wie möglich. Ich hoffe sehr, dass einer der beiden die Ursache findet und bestenfalls auch beheben kann. Denn so wie es heute ist, könnte ich im Kraichgau nicht starten. Wenn’s so kommt, wäre die Jahresbilanz schon ziemlich bitter. Toller Winter, Form meines Lebens, aber kein beendeter Wettkampf aus der Erholung.

Schnupfen & Co zur Unzeit

Die finale Saisonphase läuft leider nicht so wie geplant. Nach dem Wettkampf in Fulda hatte ich über ein Kältegefühl beim Radeln berichtet. Das resultierte anschließend leider in Knieschmerzen und ich entschloss die letzten harten Trainingstage zu streichen, stattdessen die Ruhewoche vorzuziehen. Ende der Woche kam eine Erkältung mit starkem Schnupfen und Nasenbluten dazu. Aus der Ruhewoche sind nun also schon neun Tage geworden.

Die Erkältung wird schon besser, mindestens morgen werde ich aber noch nicht trainieren. Da eine Ruhewoche ohnehin geplant war sollten die Auswirkungen noch nicht so schlimm sein und ich bin weiterhin guter Dinge was Kraichgau angeht – noch 2 1/2 Wochen sind es. Ich hoffe, dass das in den nächsten Tagen dann komplett auskuriert ist und ich wieder einsteigen kann. Mein Körper brennt jedenfalls schon wieder nach Bewegung, das sehe ich mal als gutes Zeichen, dass es wieder aufwärts geht.

Trainings- und Wettkampfplan 2015

Mitte Oktober, 20 Grad, Sonnenschein. Kann es einen besseren Sonntag geben? Mein Training ist momentan längst nicht so stukturiert wie im Frühjahr, also kann ich einen solchen Tag auch voll auskosten. Morgens ein 12km-Lauf, mittags etwas Krafttraining und nachmittags noch eine Mountainbike-Tour in den Spessart und eine Runde mit den Inlinern. Fühlt sich irgendwie gut an.

Nach ein paar ruhigen Wochen bin ich, wie ihr seht, wieder im Training. Im Wasser und mit den Hanteln muss ich mich noch zurückhalten, nachdem sich an meinem rechten Unterarm nach einer missglückten Blutspende ein Walnuss-großes Hämatom gebildet hatte. Das ist zwar schnell wieder abgeschwollen, reagiert aber sehr sensibel auf Belastungen – und nimmt jeden Tag eine andere Farbe an, echt spannend! Ein Grund mehr nur in der Off-Season Blut zu spenden 🙂

Natürlich habe ich mir nach der Saison einige Zeit genommen um Positives wie Negatives zu analysieren und daraus meine Schlüsse für die nächste Saison zu ziehen und die Ziele festzulegen. Beim Laufen habe ich nach der MD in Münster sicher den richtigen Weg eingeschlagen, den ich nun mal eine ganze Saison durchziehen muss. An meiner Technik gibt es auch noch einige Stellschrauben, an denen ich gerade versuche zu drehen, insb. der Armeinsatz und der Fußaufsatz.

Auf dem Rad konnte ich mich dieses Jahr leider nicht verbessern. Die Qualität hat dieses Jahr zu Gunsten härterer Laufeinheiten etwas gelitten. Den Umfang (9.000 km) hier weiter zu steigern wäre sicher nicht zielführend. Vielmehr muss ich, so schwer das im Alltag auch ist, versuchen, wieder mehr Qualität reinzubringen, sprich pointierter zu trainieren.

Und nun zur Frage aller Fragen: Wofür das Ganze? Nicht nur weil’s Spaß macht, auch ein großes Ziel habe ich für das kommende Jahr ausgemacht: Mitteldistanz-WM in Zell am See! Wiesbaden war dieses Jahr die erste Möglichkeit mich zu qualifizieren, wobei ich mir hier keine Chancen ausgerechnet hatte. Als 13. in der Altersklasse habe ich die Quali auch deutlich verfehlt – weswegen ich anfangs sehr skeptisch bzgl. meiner Chance auf einen Slot war. Nun habe ich aber viel recherchiert, Namen, Rennen und Platzierungen verglichen und festgestellt: Das war ein Hammer-Feld in Wiesbaden, da scheinen doch wirklich gute Leute für die EM zu kommen. Bspw. der Siebstplatzierte hatte zwei andere Mitteldistanzen in dem Jahr gewonnen.

Nun habe ich viel recherchiert, Namen, Ergebnislisten und Wettkämpfe verglichen und mich schließlich für den IRONMAN 70.3 Kraichgau (07. Juni 2015) entschieden. Zwar gibt es einige Rennen, wo es einfacher erscheint, sich zu qualifizieren, jedoch erwarte ich mir im Kraichgau aus zweierlei Gründen den ehrlichsten Kampf um die Slots. Zum einen ist die Strecke sehr profiliert, was in der Regel einen faireren Wettkampf verspricht. Zum anderen habe ich dort aufgrund der vielen Slots (voraussichtlich 4-5 in meiner AK) mehr Planungssicherheit. Bei einem schwach besetzten Rennen, wo es nur einen Slot gibt, reicht ja ein Überflieger und meine Chance ist dahin. In einem stark besetzten Rennen, wie dies im Kraichgau sicherlich der Fall sein wird, mit mehr Slots, macht ein solcher Überflieger weniger aus, es ist sogar damit zu rechnen. Die Chance wird aber in jedem Fall da sein. Platz 4/5 ist möglich und auch mit Platz 6-8 sollte man eigentlich gute Chancen haben, da sicherlich manche schon einen Slot haben werden oder keinen wollen. Wenn ich hier bestehe habe ich mir den Platz bei der WM verdient. Wenn nicht, gehöre ich nicht zu jener Weltspitze, die bei der WM starten darf. Brutal einfach.

Eine Übersicht, welche weiteren Wettkämpfe ich plane, findet ihr hier, fest steht bis jetzt aber nur Kraichgau. Beim Quarterman werde ich 2015 – sofern es kein Liga-Wettkampf ist – schweren Herzens nicht starten um den Verein bei der Veranstaltung noch stärker unterstützen zu können. Ich finde es nach wie vor schade, dass vereinzelte Vereinsmitglieder kein Verständnis dafür aufbringen, wenn jemand starten möchte und Ersatzhelfer benennt, habe aber keine Lust mehr auf die immergleiche Diskussion.

Bike-Fitting bei der Velozeit

Die letzten zwei Wochen lief’s leider gar nicht gut. Das Trainingslager hat mir wohl doch mehr zugesetzt, als ich vermutet hatte und so kamen Sprunggelenksschmerzen beim Laufen und Knieprobleme beim Radfahren. Das ist natürlich auch der hohen Gesamtbelastung geschuldet, aber sicherlich nicht ausschließlich. Höchste Zeit an einer weiteren Stellschraube der Leistung zu drehen – am Bike-Fitting. Dafür ging es heute durch die Empfehlung eines Kollegen nach Hanau zur Velozeit zur Radbiometrie mit allem drum und dran.

Auf der Hinfahrt das gleiche Bild, wie bei der letzten Ausfahrt. Sobald ich auf die Auflieger gehe fangen die Knieschmerzen im linken Knie an :(. Na gut, sollte ja keine Leistungsdiagnostik werden, sondern eine Radanpassung an meinen Körper.

Bevor ich aufs Rad durfte ging ich mit Dirk – selbst begnadeter Radfahrer – eine Liste an Punkten durch, die für die Biometrie entscheidend sind. Das umfasste anfangs Dinge wie bekannte Defizite, aktuelle und vergangene Schmerzen und natürlich meine Ziele. Anschließend wurde es praktischer und wir führten einige Beweglichkeitstests sowie einen Fußgewölbeabdruck durch. Ich scheine im Training schonmal einiges richtig zu machen. Keine Fehlstellungen oder Muskelverkürzungen, eine großteils überdurchschnittliche Beweglichkeit und auch normal gewölbte Füße. Einziges Makel war eine Beinlängendifferenz von einem halben Zentimeter, was aber auch voll im Normbereich ist. Für das Fußgewölbe habe ich nach dem Fitting mal Carbon-Einlagen ausprobiert, damit die gesamte Fußsohle Kraft überträgt. Ein ungewohntes Gefühl, den ganzen Fuß auf der Sohle zu spüren, aber kann durchaus noch was bringen.

Nun wurde mein Rad vermessen und ich durfte ein wenig treten. Dirk fiel dann direkt auf, dass mein Kniewinkel zu klein ist. Die Messwerte hab ich nicht mehr im Kopf, aber das Winkelmaß bestätigte seine Einschätzung und wir gingen mit dem Sattel ein Stück nach oben. Wieder treten. Wieder messen. Wieder hoch. Treten. Messen. Hoch. In kleinen Schritten hoben wir den Sattel insg. um fast zwei Zentimeter an, was verdammt viel ist. Das tolle daran: Vorher hatte ich ab der ersten Umdrehung direkt Knieschmerzen, wenn ich in die Aero-Position ging. Jetzt überhaupt nicht mehr! Ich war echt verblüfft, dass selbst der akute Schmerz dadurch weg ging! Hoffentlich bleibt das so.

Anschließend stellten wir den Lenker noch maximal hoch, die Überhöhung von 16,5cm ist aber dennoch krass. Die nächsten Einheiten werden zeigen, ob meine Lendenwirbelsäule damit zurecht kommt oder ich einen anderen Vorbau brauche. Obwohl ein anderer Vorbau vermutlich Sinn macht wurde hier zu keiner Zeit versucht mir etwas aufzuschwatzen. Das hab ich bei anderen Bike-Fittern auch schon anders gehört.

Mein Fazit:

Dirk hat sich viel Zeit genommen um mir alles zu erklären, auch wie ich die Position über die Saison noch anpassen kann. Videos von der Position eingangs und ausgangs hat er auch gemacht, die sind nur leider zu groß um sie hier hochzuladen, sorry 🙁 Ob die Kraftübertragung und die Aerodynamik nun besser sind, lässt sich natürlich salopp schwer sagen, aber allein die Tatsache, dass ich mit der neuen Position weniger Schmerzen habe, waren die 100€ wert! Schließlich bringt Training immer noch am meisten Form und das geht jetzt hoffentlich bald wieder 😉 Jetzt werd ich versuchen mich selbst zu zügeln und langsam an die neue Position zu gewöhnen.

Bahnrad rockt

Mittwoch konnte ich endlich mal wieder Radfahren. Zwar ist es im Bahnradstadion etwas anders als in der freien Wildbahn, aber das macht ja um diese Jahreszeit nichts. Die starre Nabe ist sogar gar nicht schlecht, weil sie einen dran erinnert, bloß keinen Tritt auszulassen. Die Belastung ist durch die Limitierung auf einen recht hohen Gang auch recht hoch. Es hat richtig Spaß gemacht! 🙂

Die nächste Saison kommt auch immer näher. Morgen öffnen die Anmeldungen für den Kinzigtal-Triathlon und den Morettriathlon. Damit ist die erste Saisonhälfte schon fixiert. Der Start in Wiesbaden hängt dagegen noch vom Austragungsort der WM 2015 ab. Die WTC hat sich jetzt auf die vier Kandidaten Luxemburg, Haugesund (Norwegen), Zell am See (Österreich) und Nizza limitiert. Leider kein deutsches Rennen dabei, gehofft hatte ich ja auf Wiesbaden. Im Frühjahr wird dann die endgültige Entscheidung getroffen, dann fällt auch meine Entscheidung, ob ich die Quali versuche, oder nicht.

Haugesund fällt für mich raus, da ich hinfliegen müsste, das wird zu teuer und aufwendig. Die anderen drei kommen alle in Frage: Zell am See ist „nur“ 600km weg, hat leider aber eine sehr flache Radstrecke und somit große Lutscher-Gefahr. Nizza sind dagegen schon 1000km. Dort gibt es aktuell noch keinen IRONMAN 70.3, nur eine Langdistanz – somit m.M.n. wohl die wahrscheinlichste Destination. Luxemburg ist momentan mein Favorit unter den Kandidaten. Zwar ist der erste Teil der Radstrecke auch total flach, aber wenigstens wird das Feld später etwas selektiert. Zumal sind es nach Remich nur knappe 300km Fahrt.

Der erste „Saisonwettkampf“ steigt aber schon nächsten Sonntag. Nachdem die Vereinskollegen alle schon etliche Zehner gelaufen sind und zumindest Robert sogar mit beeindruckendem Ergebnis, teste ich mal wieder beim Kölner Nikolauslauf. Letztes Jahr habe ich 43:25 gebraucht, allerdings bei stark verschneitem Boden. Das sollte zu toppen sein. Schwieriger wird es dagegen schon Robert’s jüngste 41:48 zu unterbieten – mir schlottern etwas die Knie 😀

Fahrräder gestohlen!!

Traurig, dass ich mich mit so einem unschönen Thema wiedermelden muss: Gestern Abend wurden uns aus der Garage unsere drei Triathlonräder gestohlen! Fotos sind unten, für Hinweise jeglicher Art bin ich dankbar!

Finderlohn 500€ für einen Hinweis, der uns die Räder wiederbringt!

0177 – 6314612

Orbea Ordu + Helm

Orbea Ordu Gold 2 Markus, RH57, Orba Lite Laufräder

 

Merida Warp 5 Markus

Merida Warp 5 Markus, RH 56, neue Laufräder, Umgebaut auf 9fach-Schaltung

Merida Warp 5 Robert

Merida Warp 5 Robert, RH 54

Optimum Helm

Optimum Helm, Unikat, selbstlackiert, Original war ein Bell Meteor II

 

WM statt Langdistanz

Los geht’s, heute startet mein Training endlich wieder. So sehr ich die Pause gebraucht habe, so sehr brauche ich nun wieder die tägliche Dreifachdosis Sport 🙂
Natürlich habe ich mir auch Gedanken gemacht, wo die Reise in den nächsten Jahren hingehen soll. Meinem ursprünglichen Wunsch in der M18 (also 2015) noch meine erste Langdistanz zu machen, werde ich nicht nachgehen und hab das eigentlich auch schon seit Längerem verworfen. Eine Hawaii-Quali wäre noch nicht annähernd drin und ich habe noch nicht genug Lebenskilometer um sicher sagen zu können, eine Langdistanz unbeschadet überstehen zu können.

Aber es gibt ja nicht nur eine WM im Triathlon ( 🙂 ). Ab nächstem Jahr findet die IRONMAN 70.3 WM jedes Jahr in einem anderen Land statt. Sicherlich ist alles attraktiver als das bisherige Rennen in Las Vegas, interessant wird es aber besonders dadurch, dass die WM 2015 aller Voraussicht nach nach Europa – ja, vielleicht sogar nach Deutschland – kommt! Für mich steht fest, dass ich nächstes Jahr auf die Mitteldistanz zurückkehre. Mir ist klar, dass ich mich hier noch deutlich verbessern muss um den Hauch einer Chance auf einen Slot haben zu wollen, aber ein großes Ziel hat mich dieses Jahr auch nicht abgeschreckt.

Nächstes Jahr will ich also zwei Mitteldistanzen machen und mich in der AK nach vorne kämpfen. Erster Stopp wird der Moret Triathlon im Juni. Hier wird die Hessische Meisterschaft auf der Mitteldistanz ausgetragen – sicherlich eine gute Standortbestimmung und ein schöner Höhepunkt. Dort habe ich letztes Jahr schonmal mitgemacht, war ein schönes Ding!

Richtig interessant wird’s dann aber in der zweiten Saisonhälfte! Eigentlich liegt mir die Strecke in Wiesbaden nicht, aber die Chance muss ich wahrnehmen: Denn die IRONMAN 70.3 European Championship 2014 in Wiesbaden wurde als erster Qualifier für die WM 2015 ausgerufen – auch wenn der Austragungsort wie gesagt noch offen ist. Ein völlig neues Bild für Wiesbaden! Bislang waren die Slots immer recht unbeliebt, da die WM schon drei Wochen später folgte. Es ist also damit zu rechnen, dass wesentlich mehr Athleten ihren Slot auch in Anspruch nehmen, was die Chancen „nachzurücken“ verschlechtert. Dafür gibt es aber satte 100 Slots und somit voraussichtlich vier in meiner AK. Zu verlieren habe ich nichts und wenn es nicht klappt noch eine Chance 2015 in Luxemburg oder Italien die Quali erneut zu versuchen. Für die Top5 reicht es nächstes Jahr noch nicht, dafür ist die Konkurrenz bei der EM zu stark. Aber je besser ich bin, desto besser die Chance, nachzurücken. Alle nehmen den Slot nie.

Mit der Anmeldung werde ich mal warten bis der Austragungsort bekannt gegeben wird, aber eigentlich habe ich mir das schon fest in den Kopf gesetzt 😀

Und jetzt geht’s ab zur dritten Trainingseinheit heute – Inline Skaten!

Saisonfazit

Mit dem Halbmarathon in Bad Vilbel ging meine Wettkampfsaison 2013 zu Ende. Im Training war die Luft auch langsam etwas raus, von daher kommen die jetztigen 2 1/2 Wochen Pause auch grade recht. Hier nun noch mein persönliches Resumé.

Dass ich mit den Wettkampfleistungen zufrieden bin habe ich schon im Fazit zur Saisonhalbzeit geschrieben. Auch wenn danach nicht jeder Wettkampf gut lief, bleibt es dabei. Daher will ich mich in diesem Fazit auch weniger den Wettkämpfen widmen. Vielmehr muss die Trainingsleistung hinterfragt werden und nicht zu vergessen auch der Stellenwert, den der Sport als Ganzes einnimmt.

Fangen wir mit dem Training an:

  • Wochenschnitt 13 Stunden
  • 6900 Radkilometer
  • 1480 Laufkilometer
  • 390 Schwimmkilometer
  • gleich viele Stunden im Wasser wie in Laufschuhen, doppelt so viele auf dem Rad

Seit eh und je ist mein Problem ja die Verträglichkeit der Laufbelastung im Training. Hier kann ich nur sehr langsam steigern und quäle mich trotzdem immer wieder mit Verletzungen. Auch dieses Jahr konnte ich meine als Ziel gesetzten Lauf-Kilometer (1850) nicht erreichen. Hier hätte ich mir eine etwas größere Steigerung erhofft. Die Lücke resultiert aus der 6-wöchigen Laufpause im Januar/ Februar. Ohne die Pause hätte ich die Umfänge erreicht. Dennoch: Für die Planung des nächsten Jahres sind die 1480 der Ausgangswert.

Ansonsten gibt es beim Laufen nicht all zu viel zu meckern. Ich habe die 10km-Zeit auf 40 Minuten verbessern können und auch der Solo-Halbmarathon gibt Hoffnung für die Mitteldistanz- Laufleistung. Auch die Trainingsgeschwindigkeit hat insgesamt etwas zugenommen. Für die nächste Saison bin hier also positiv gestimmt.Run 2013

Geschwommen bin ich mal wieder mehr als geplant, es macht einfach zu viel Spaß um weniger zu machen. Eine Reduktion kann ich mir hier auch nicht mehr erlauben, sonst geht die Leistung zurück. Allerdings werde ich die Umfänge hier nicht erheblich steigern, Ziel werden 420 Jahreskilometer.

Die 6900 Rad-Kilometer klingen erstmal ganz gut und das sind durchaus auch etwas mehr, als ich geplant hatte. Allerdings sind etwa die Hälfte davon der tägliche Weg zur Arbeit – Junk Miles ohne großen Trainingseffekt. Das zeigte sich dieses Jahr auch bei den Wettkämpfen. Die Radleistungen waren durch die Grundlage zwar recht konstant, allerdings insgesamt höchstens marginal besser als letztes Jahr. Jetzt zu planen hier nächstes Jahr wieder mehr Wert auf Qualität zu legen ist zwar schön, aber nicht unbedingt realistisch, denn das hängt natürlich vom weiteren beruflichen Werdegang ab und nicht umgekehrt.

Und damit sind wir auch bei einer der wichtigsten Fragen – welchen Stellenwert der Sport im Leben einnimmt. Ich bin kein Profi und werde es nie werden. Ich verdiene mit dem Sport kein Geld und werde es nie tun. Der Sport bleibt immer (nur) die schönste Nebensache der Welt. Umso schöner ist es natürlich, wenn mehr Freunde Triathlon machen und immer mehr Triathleten Freunde werden. Aus dem Beitritt ins Tria-Team sind viele wahre Freunde erwachsen und auch mein engster Freundeskreis interessiert sich immer mehr für meinen Sport und freut sich mit mir über meine Freude am Sport 🙂 Mit diesem soliden Fundament kann 2014 eigentlich gar nichts schief gehen!

Frohe Off Season und bis in zwei Wochen. Adios! 🙂Abfahrt in der Gruppe