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Bänderriss im rechten Knöchel

Ausgerechnet an meinem Geburtstag musste ich einen herben Rückschlag hinnehmen. Beim Lauftraining im Schnee bin ich umgeknickt und habe mir das Außenband am rechten Knöchel gerissen. Zunächst schien es gar nicht so schlimm zu sein, doch über Nacht ist der Knöchel dick geworden und am nächsten Tag auch rot angelaufen. Also ab ins Krankenhaus und da leider einen Bänderriss diagnostiziert bekommen. Das bedeutet etwa sechs Wochen Sportpause und Ruhigstellung mit einer festen Bandage, damit das Band wieder zusammen wachsen kann.

Bänderriss_rechts

Happy birthday 😛

 

Die Form war mit Bestzeiten im Schwimmtraining und auch beim Laufen zuvor wirklich  vielversprechend und das Training für die Sprintdistanz hat Spaß gemacht. Daher ist es zwar sehr schade, aber ich bin vor allem froh, dass es nicht letzten Winter oder gar vor dem Ironman passiert ist. Und einen Bänderriss habe ich schon öfter überstanden.

Ich habe inzwischen gelernt, mit Verletzungen viel entspannter umzugehen. Das hilft auch beim Heilungsprozess, ebenso wie meine Ernährung. So bin ich zuversichtlich, dass ich weniger als sechs Wochen brauchen werde, bis ich wieder locker einsteigen kann. Jetzt muss ich mir für diese Zeit aber erstmal ein anderes Projekt suchen, damit mir nicht langweilig wird und meine Mitmenschen nicht darunter leiden 😉

Meine Ironman-Saison: Was bleibt, und was besser nicht?

Wenn ich in diesem Jahr nur meine Wettkämpfe betrachte, bleibt wenig auszusetzen: Bei den wichtigen Rennen war ich sehr gut in Form und habe meine Leistung abgerufen. Insb. in Frankfurt hat das Punkt-genau gepasst, was zum Beispiel die Schwimmleistung zeigt, die deutlich über dem war, was ich dieses Jahr sonst so gezeigt habe. Bei den kurzen Wettkämpfen war ich zumindest nicht schlechter als die Jahre zuvor. Mehr war beim Trainingsschwerpunkt Langdistanz nicht zu erwarten.

Was mich besonders freut – und das vergisst man in guten Tagen viel zu schnell – ist, dass ich komplett ohne Sturz oder Unfall durch die Saison gekommen bin. Ich bin im Straßenverkehr inzwischen extrem vorsichtig und rechne quasi immer damit, dass mir die Vorfahrt genommen wird. Wenn ich dadurch sturzfrei bleibe, verzichte ich gerne auf das letzte Prozent. Auch krank war ich höchstens mal ein paar Tage und verletzt nie wirklich schlimm – obwohl ich quasi durchgehend auf einem schmalen Grat zwischen optimaler Trainingsauslastung und Übertraining gewandert bin. Das viele Kraft- und Koordinationstraining bringt langfristig halt doch einiges. Ich denke, gerade dieser Konstanz in der Vorbereitung habe ich die guten Wettkämpfe zu verdanken.

Verbesserungspotenzial im Training sehe ich dennoch zu genüge. Beim Schwimmen zeigt sich eine große Diskrepanz zwischen Trainingseinsatz und Output: In den letzten zwölf Monaten bin ich 500 Kilometer geschwommen und habe meine Form dadurch nicht steigern können. Ich stagniere hier im Prinzip seit 2013/2014 auf einem Niveau. Das wäre grundsätzlich auch okay, nicht jedoch bei dem, was ich da immer noch reinstecke. Bei kurzen Intervallen bin ich gar langsamer geworden. 15×100 Meter bin ich im letzten Jahr noch in 1:17-1:19 Minuten mit 1:35er Abgang geschwommen. Jetzt war ich eigentlich immer etwa bei 1:20 Minuten.

Auf dem Rad sieht es ähnlich aus. Knapp 11.000 Kilometer haben zwar dazu geführt, dass ich knappe fünf Stunden problemlos einen Schnitt über 36 km/h fahren konnte. Auf den Unterdistanzen, selbst auf der Mitteldistanz, hat mich das jedoch kein bisschen voran gebracht und ich werde mir die Spritzigkeit für die kommende Kurzdistanz-Saison neu erarbeiten müssen.

Nur beim Laufen konnte ich, insb. auch durch das harte Bahntraining beim SSC Rodenbach bis Februar, auf allen Distanzen einen großen Schritt machen. Die 5 Kilometer laufe ich auf der Sprintdistanz inzwischen immer um die 19:30 Minuten, die Solo-Bestzeit über 10 Kilometer konnte ich auf 38:15 Minuten verbessern. An dieser Stelle Danke an Sascha, der als Trainer einen großartigen Job macht!

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass das Langdistanztraining für andere Distanzen wenig hilfreich ist und ich, wenn ich mich langfristig (auch auf der Langdistanz) verbessern will, wieder mehr „echtes“ Tempotraining brauche. Diesen Winter fand ich es großartig, einmal die Woche von der Arbeit heimzulaufen. Aktuell hätte ich auf einen 30er einfach keine Lust und habe viel mehr Spaß an kurzen Einheiten, die ordentlich knallen.

Um meine Tembobarriere zu überwinden, verzichte ich zunächst für ein paar Wochen vollständig auf Schwimmtraining. Beim Wiedereinstieg will ich das Schwimmen weniger langsame Einheiten schwimmen und mich stärker fokussieren: Gezielte Technikblöcke, Sprint- und Krafttraining. Das Lauftraining habe ich dieses Jahr insgesamt gut vertragen, insgesamt sind ganze 2700 Kilometer zusammengekommen. Aber ich glaube, um das Tempotraining wieder hochzufahren, muss ich auch hier reduzieren. Ziel sind pro Woche zwei Einheiten mit Intervallen und Sprüngen, entweder am Berg, im Gelände oder auf der Bahn. Zusätzlich dann bestenfalls nur ein Lauf, der aber auch nicht zu locker sein sollte, um eine gute Lauftechnik beizubehalten. Damit fange ich natürlich nicht von heute auf morgen an.

Das Grundlagentraining will ich währenddessen komplett aufs Rad verlagern und hier erst im Frühjahr ins harte Intervalltraining einsteigen. Das ist sozusagen das notwendige Übel, wenn ich beim Laufen und Schwimmen weiter voran kommen will – und spart mir zudem zahlreiche nervige Zugfahrten zur Arbeit. Im Frühjahr will ich mehr zusammen mit den Jungs aus der Liga-Mannschaft trainieren. Da komme ich weiter aus der Komfortzone raus, als ich es alleine schaffe.

Gespannt bin ich nun auf die Liga-Termine, die auf dem morgigen HTV-Veranstaltertag festgelegt werden. Denn danach wird sich mein Wettkampfplan für das nächste Jahr richten.

Spontaner Zehner

Diese Woche haben mich durch eine Fehlbelastung beim Krafttraining Rückenschmerzen geplagt. So wurde die Entlastungswoche zur Reha-Woche, glücklicherweise mit dem Happy End, heute wieder beschwerdefrei zu sein 🙂 Heute war dann der Einstieg in den Build-Block, eigentlich mit einer langen Radeinheit mit Intervallen im Ironman-Tempo plus Koppellauf. In Aero-Position und mit Druck Rad zu fahren wollte ich aber nicht riskieren und habe mich für die rückenschonende Alternative entschieden: Laufen.

Marcel hatte kurzfristig seinen Startplatz beim Märchenlauf in Hanau (10km) abzugeben und da auf meinem Plan eine harte Einheit am Morgen und ein Zwei-Stunden-Lauf am Nachmittag standen, habe ich den Platz übernommen. Mit 39:14 Minuten bin ich solide aber nicht all-out gelaufen. Die Strecke ist mit drei langgezogenen Brücken und vielen Waldwegen ohnehin nicht bestzeitenfähig. Da der Lauf recht schwach besetzt war, bin ich sogar Gesamt-Siebter und hinter Alex Inge Zweiter bei der Kreismeisterschaft der Männer – yey! 😀

Morgen fahre ich wieder ganz locker mit dem Rad zur Arbeit, Mittwoch hoffe ich dann wieder ein echtes Radtraining absolvieren zu können. Das Lauftraining beschränkt sich von nun an auf drei Tage in der Woche: Ein längerer Lauf mit Intervallen im Renntempo, ein Koppellauf und ein Tag wie heute mit einer intensiven und einer extensiven Einheit und insg. über drei Stunden. Nun da das Schwimmbad in Frankfurt wieder aufgemacht hat, kann ich auch hier wieder mehr machen. So bin ich guter Dinge für die weitere Vorbereitung auf Frankfurt.

Puzzlen

Sommersportler werden im Winter gemacht – Das muss man sich im Winter des Öfteren einreden, um die vielen Einheiten bei schlechtem Wetter nicht in Frage zu stellen. Dennoch zeigt sich mir dieses Jahr so stark wie noch nie, dass das nur die halbe Wahrheit ist. Ich würde es eher so umschreiben: Im Winter holt man sich all die Teile, die man braucht um einen Sommersportler zu bauen. Diese im Sommer zu besorgen würde nicht reichen, da man noch Zeit braucht, diese zusammenzufügen. Wer die Schrauben jetzt nicht fest genug oder zu stark anzieht, steht halbfertig oder gar als Trümmerhaufen an der Startlinie. Wer aber die richtige Härte trifft, setzt das Puzzle richtig zusammen und alle Teile greifen ineinander.

Der Trainingsplan ist dann sozusagen der Drehmomentschlüssel. Bislang habe ich diesen zumeist richtig eingestellt. Ab und zu fühle ich mich zwischen den vielen intensiven Einheiten mal müde, aber es hat nie eine Schraube gedroht zu brechen. In den Einheiten selbst schaffe ich es dann die gewünschte Intensität anzuschlagen und muss nur selten eine halb festgezurrte Schraube zurücklassen.

Nun merke ich von Tag zu Tag, wie immer mehr Schrauben fixiert sind, auch wenn ich den Händen die anstrengende Arbeit noch ansehe. Zum Kinzigtal-Triathlon ging’s noch direkt aus der Werkstatt, am Sonntag beim Kinzigman soll der aktuelle Stand nun etwas genauer betrachtet werden, um das Gesamtsystem auf Schwachstellen zu überprüfen. Die Werkstatt wurde sozusagen heute geschlossen und macht erst Sonntagmorgen wieder auf 🙂

Besonders deutlich merke ich die Fortschritte beim Schwimmen. Im Winter habe ich weniger gemacht als in den vergangenen Jahren, weil ich oft schon im Februar / März in Frühform war und mich zum Sommer nicht mehr steigern konnte. Seit dem Trainingslager auf Lanzarote, also in den letzten zehn Wochen vor Moret habe ich die Trainingshäufigkeit und die Intensitäten stark angezogen, schwimme etwa sechsmal die Woche, 2- bis 3-mal davon in oder über Wettkampftempo. Ich würde behaupten, jetzt schon auf einem anderen Level zu sein, als noch vor zwei Wochen in Gelnhausen.

Am Sonntag soll sich das bestenfalls schon auszahlen und ich werde versuchen im Wasser an Tom Weber dranzubleiben, der mit Sicherheit als Erster aus dem Wasser steigen wird. Das wäre eine sehr gute Ausgangssituation um auf dem Rad richtig Gas zu geben und die Konkurrenz früh unter Druck zu setzen. Zwar ist an einen Sieg ähnlich wie in Gelnhausen nicht zu denken, aber wenn es weiter nach vorne geht (8. Platz), wäre das eine gelungene Generalprobe. In jedem Fall wird die „Inspektion“ Aufschluss darüber geben, ob das Puzzle schon ein Gesamtbild erahnen lässt.

Laufseminar mit Kurt Stenzel

Heute hatten wir vom Tria Team ein Laufseminar mit Kurt Stenzel mit Videoanalyse. Mein Lauftraining in den letzten Wochen war sehr intensiv und hat sich top entwickelt. Ich laufe regelmäßig 2x wöchentlich Intervalle oder Fahrtspiele, das bringt einiges für’s Tempo, was ich dann hoffentlich nächste Woche beim 10er in Rodgau auch mal in eine neue Bestzeit ummünzen kann. Dennoch bin ich davon, gut oder schön laufen zu können, natürlich noch meilenweit entfernt und muss noch einiges verbessern. Da kam das Seminar also grade recht.

Bei Schneeregen ging’s zur Laufbahn, zum Glück aber erstmal ins Warme zur Begrüßung und Theorie. Als wir dann für die Videoaufnahmen wieder rausgingen, war es dann trocken. Bislang wusste ich, dass ich vom Oberkörper her zu steif bin und meine Füße in der Schwungphae zu stark nach innen schwingen. Jedoch nicht, wie das zu beheben ist, sonst würde ich es ja versuchen.

Das waren auch genau die zwei Hauptmerkmale, die Kurt auffielen. Seine Erklärung: Ich drücke mich wohl zu wenig über die großen Zehen und zu sehr über die vierte oder gar fünfte Zehe ab. Dadurch rotiert der Fuß so stark nach innen, dass er teilweise in der Vorschwungphase am Knöchel bzw. bei schnellerem Laufen an der Wade scheuern kann. Das zu ändern ist im Prinzip ganz einfach – bewusst über die großen Zehen abdrücken. Werde ich natürlich versuchen umzusetzen, ohne am Anfang zu übertreiben, da das sicherlich muskulär nochmal eine andere Belastung im Fuß ist. Mittelfristig könnte ein besserer Abdruck über den ganzen Fuß auch etwas das Tempo etwas steigern.

Den steifen Oberkörper wegzubekommen, ist da schon schwieriger. Locker lassen, ohne die Spannung im Rumpf zu verlieren – das fällt nicht nur mir schwer, das Problem hatten einige. Priorität hat für mich aber ganz klar der Abdruck vom Boden, wenn das dann mal läuft, kommt der Oberkörper. Mein Lauf-ABC werde ich in Zukunft noch bewusster ausführen und mich auch hier auf meine „Schwachstellen“ konzentrieren. Das aktuelle Training mit dem Intervallfokus behalte ich bei. Eine Woche noch, dann ist der 10er in Rodgau und dann eine Woche Ruhe, bevor es endlich nach Lanzarote ins Trainingslager / Trainingsurlaub geht. Ich kann die Sonne kaum erwarten! 🙂

…und 2017 dann auf die Langdistanz

Während alle anderen noch voll im Saft stehen, habe ich schon Offseason und verbringe meine Zeit mit allerlei Sport abseits des üblichen Schwimmen, Radfahren, Laufen. Früh war das Saisonende zwar, jedoch nicht zu früh. Jetzt versuche ich so langsam Erkenntnisse zu ziehen, was gut und was schlecht gelaufen ist und damit dann in die Saisonplanung und Zielsetzung für die nächsten Jahre zu gehen.

Eine wesentliche Änderung stellt sich schon heraus: Ich muss mich davon lösen, auf Wochenstunden zu schauen. Das hilft zwar in guten Wochen, um nicht über das Ziel hinaus zu schießen, verleitet aber in Wochen mit wenig Zeit oder viel Belastung abseits des Sports dazu, die Regeneration zu vernachlässigen. Sinnvoller wäre es wohl, Regeneration(szeiten) zu messen, was jedoch wesentlich komplizierter ist. Nächstes Jahr werde ich also keine Wochenstunden mehr vorgeben oder zählen und versuchen, das Training noch stärker auf äußere Einflüsse anzupassen.

Nach mittlerweile fünf Jahren auf der Mitteldistanz brennt in mir natürlich das Verlangen, endlich meine erste Langdistanz anzugehen. Also habe ich überlegt, mich 2016 für Frankfurt anzumelden. Die Vorbereitungszeit wäre durch die verkürzte 2015er-Saison optimal. Privat allerdings (Stichwort äußere Einflüsse 🙂 ) haben im nächsten Jahr andere Dinge Vorrang und ich weiß, dass die ein oder andere lange Einheit im Winter und Frühjahr wohl hinten anstehen würde.

Zumal ich dieses Jahr durch die Überbelastung der Oberschenkelmuskulatur gemerkt habe, dass der Weg zum Erfolg für mich nicht über mehr, sondern über weniger Training führen muss. Die Formel „Umfang des Vorjahres + 10-15% = bessere Leistung“ funktioniert nicht mehr. Mein optimales Trainingspensum, bei dem ich mich einerseits ausbelaste, andererseits aber auch noch gut regenerieren kann, habe ich erreicht bzw. kurzzeitig wohl sogar überschritten.

Meinen ersten Start beim Ironman in Frankfurt plane ich derzeit für 2017, auch wenn ich natürlich in einem Jahr nochmal schauen muss, wie es beruflich und privat aussieht und ob das realistisch ist. Im nächsten Jahr werde ich aber schon versuchen, mich mit längeren Rad- und Laufeinheiten „bekannt zu machen“, wohlgemerkt ohne den Wochenumfang zu steigern. Wettkämpfe stehen derzeit noch nicht fest, vermutlich aber drei Mitteldistanzen in der Region.

Das Ende einer verkorksten Saison

Auf der Laufstrecke in Griesheim: Klasse Tempoarbeit von Robert, der mich in einem schwachen Moment schön gezogen hat.

Auf der Laufstrecke in Griesheim: Klasse Tempoarbeit von Robert, der mich in einem schwachen Moment schön gezogen hat.

Im Prinzip läuft’s bei mir ja seit dem Unfall im Mai nicht mehr. Der mentale Stress hatte mich ins Übertraining katapultiert, da ich das Training nicht reduziert hatte. Die Oberschenkelverhärtung ist inzwischen halbwegs überwunden, ich bin aber noch immer nicht wirklich wieder da. Ich erhole nicht gut, Radfahren konnte ich acht Wochen nicht. Deshalb habe ich mich entschieden einen Schlussstrich unter die verkorkste Saison zu ziehen, mich lieber ordentlich auszukurieren und dann zu genießen, bei warmen Temperaturen ins Training fürs nächste Jahr einsteigen zu können.

Zum Abschluss der Saison stand heute noch ein Sprint in Griesheim an. Lief bis aufs Radeln insgesamt gut. Als Siebter war ich im Ziel, das war OK soweit. Dann ereilte mich das gleiche Schicksal wie noch etwa 30-40 weitere Athleten: Disqualifikation wegen Überholen in einer Überholverbotszone – von der vor und während dem Wettkampf weder jemand gehört noch diese wahrgenommen hatte. U.a. wurden auch der Erst- und Zweitplatzierte disqualifiziert. Ein absoluter Witz. Mit der Mannschaft sind wir damit heute 7. statt etwa 2./3. Griesheim hat’s mal wieder bewiesen, von Eventmanagement hat dort keiner eine Ahnung.

Damit passt das Rennen aber erstklassig in eine Saison zum Vergessen, eine Disqualifizierung hatte noch gefehlt 😉 Was ich nächstes Jahr machen will weiß ich auch noch nicht. Für den Moment auf Beachvolleyball, Tennis, See und alles, was mir sonst noch so einfällt 🙂

Irgendwo im Nirgendwo

…nicht nur passend zum Wettkampf in Waldeck, sondern auch zur aktuellen Situation. Nach Kraichgau fingen die Oberschenkelschmerzen wieder an und halten sich trotz täglichen Blackrolltrainings recht hartnäckig. Radfahren war ich nach Kraichgau bis zum Wettkampf in Waldeck nicht mehr, Schwimmen dagegen täglich und Laufen im normalen Umfang. Jedes Wochenende werden die Schmerzen besser, unter der Woche bei der Arbeit und beim sonstigen Sitzen wieder schlechter.

Nichtsdestotrotz musste ich in Waldeck ran, wir waren wieder mal nicht genug Starter. Das ausgerechnet hier dann der erste Wettkampf des Jahres kommen sollte, mit dem ich wirklich zufrieden sein kann, hätte ich nicht gedacht, ist aber umso mehr Balsam für die Seele.

Tria Team Mannschaft Waldeck 2015

Mannschaftsfoto Waldeck

Beim Schwimmen fühlte ich mich sehr gut und setzte mich schnell an die Spitze. Größtes Problem war fortan vor allem den schwer erkenntlichen Kurs zu finden. Weiße Boden in weiter Ferne, mittelstarker Wellengang durch ein durchgehend neben mir fahrendes DLRG-Motorboot und ein nicht gekennzeichneter Schwimmausstieg sorgten für die nötige Abwechslung und zugegeben auch etwas Orientierungslosigkeit 😉

Die zwei Junioren, die mitschwimmen konnten, wechselten langsamer und so durfte ich erstmal alleine den Führungswagen begleiten. Auf dem Weg in die erste Wechselzone sah ich aber bereits Michael Böhler, etwa eine Minute Rückstand sollte er schnell aufholen können. Bis km 22 hielt ich mich vor ihm, danach dahinter, alles dennoch recht einsam, da sich das Feld auf dem bergigen Kurs weit verteilte. Bis auf Michael, der noch eine Minute Vorsprung rausfahren konnte, kam bis zur zweiten Wechselzone weit und breit keiner mehr.

Der Wendepunkt auf der Laufstrecke verschaffte dann Klarheit. Ein Athlet hatte mich da gerade eingeholt, dahinter etwas Abstand und dann schon zwei weitere Konkurrenten und Bernie, der sich mit der schnellsten Laufzeit des Tages noch bis auf Rang vier vorarbeiten sollte! Da war ich allerdings schon 2 1/2 Minuten im Ziel, meinen dritten Platz konnte ich mit einem guten Lauf behaupten. Mit Bernie auf vier, Marcel auf 26 und Max, der sich für seine erste Olympische Distanz kaum ein härteres Pflaster hätte aussuchen können, auf Platz 40 war die Mannschaftsleistung zum Glück deutlich besser als beim verpatzten Saisonauftakt in Fritzlar.

Bei mir sind jetzt nur noch die Sprints in Griesheim und Hanau geplant, evtl. noch die OD in Frankfurt. Aber ein wirkliches Highlight ist nicht mehr dabei. Wissend, dass die Form ohne Radtraining stetig schlechter werden wird, macht alles andere wenig Sinn. Momentan genieße ich den „Luxus“, so viel Zeit fürs Schwimmtraining zu haben und versuche schon eher Grundlagen fürs nächste Jahr zu legen, insb. Grundschnelligkeit. Insgesamt aber alles weniger verbissen und spontaner. Irgendwo im Nirgendwo eben 😉

Wieder im Rennen

Letzten Donnerstag war ich wegen den Knieschmerzen bei Markus Neumann in der Physio-Praxis. Markus meinte, die Probleme seien wohl muskulärer Natur, was mich natürlich schon mal beruhigte – beim Knie ist das sicherlich das geringste Übel. Der Grund war wohl zu viel Training und ein dadurch dauerhaft zu hoher Spannungszustand im Quadrizeps. Diesen solle ich durch täglichem Dehnen und „Massage“ auf der Blackroll versuchen zu lösen. Laufen sollte gehen, schwimmen sowieso.

Gesagt getan: Zuhause angekommen ging ich direkt laufen und dann ab auf die Blackroll. Nachdem Markus mir gezeigt hatte, wie und v.a. wie lange ich das zu machen habe muss ich sagen: Ich hab das Teil wohl noch nie richtig benutzt. Schön langsam ausführen, je zwei Minuten Innen-, Mitte und Außenseite des Quadrizeps mass(akr)ieren. Da zeigt sich definitiv aus welchem Holz man geschnitzt ist, das sind krasse Schmerzen. Aber: Es hilft! Vielen Dank Markus!

Nach jetzt sechs Blackroll-Einheiten und täglichem Dehnen, Schwimmen und Laufen bin ich nach nur einer Woche nahezu schmerzfrei und auch an den nachlassenden Schmerzen beim Blackroll-Training (Angenehm ist immer noch was anderes!) merke ich, wieviel das bringt. Die Form scheint derweil noch da zu sein, zumindest was die Geschwindigkeit betrifft. Bleibt nur die Frage, ob das auch für ’ne Mitteldistanz reicht, aber das sehe ich dann Sonntag auf dem zweiten Drittel der Rad- und Laufstrecke 🙂

Zudem fühle ich mich sehr gut erholt und mental wieder frisch. Laut Veranstalterhomepage gibt es Sonntag in meiner Altersklasse voraussichtlich zwei Plätze für die WM. Ich bin richtig heiß auf den Wettkampf. Und heiß soll’s ja am Sonntag allemal werden 😉

Patellaschmerzen

Wenn Du morgens nicht weißt, was Dein Ziel für den Tag ist, leg Dich wieder hin.

In den letzten acht Monaten bin ich aufgestanden. Jeden Tag. Das war nicht immer einfach, aber immer mit klarem Ziel vor Augen, dem Wettkampf in Kraichgau. Wenn ich fit war, ging ich trainieren, gerne auch um 5:30 Uhr vor der Arbeit. Wenn ich krank war, dann gab’s halt Tee und ein Bad. In den letzten Tagen jedoch fällt es mir nicht mehr so leicht aufzustehen… 🙁

Beim ersten Radtraining nach dem Wettkampf in Fulda hat die rechte Kniescheibe extrem stark geschmerzt, auch nach der Woche Erkältung war der Schmerz leider wieder da und kein bisschen besser. Alles was bei mir sonst immer hilft, wie Quarkwickel oder Ingwer und Chili, zeigt diesmal gar keine Wirkung. Ich weiß nicht ob das durch Überlastung oder durch den Sturz in Gelnhausen kommt. Hier hatte ich am selben Punkt ganz leichte Schmerzen, es fühlte sich wie ein simpler blauer Fleck an und war auch bei Belastung nicht zu spüren.

Morgen gehe ich zum Arzt, zum Physio auch sobald wie möglich. Ich hoffe sehr, dass einer der beiden die Ursache findet und bestenfalls auch beheben kann. Denn so wie es heute ist, könnte ich im Kraichgau nicht starten. Wenn’s so kommt, wäre die Jahresbilanz schon ziemlich bitter. Toller Winter, Form meines Lebens, aber kein beendeter Wettkampf aus der Erholung.