Papa meldet sich zurück

Hinter mir liegt die längste Schreibpause seit Start dieses Blogs, was weniger damit zu tun hat, dass es nichts zu berichten gegeben hätte, sondern eher an meinem neuen Dasein als junger Papa. Einen Tag nach meinem letzten Eintrag kam Miriam zur Welt und bereichert uns seitdem jeden einzelnen Tag auf unvorstellbar schöne Weise!

Abgesehen davon, dass vieles nicht mehr so kompromisslos planbar ist wie vorher, läuft mein Training seitdem erstaunlich gut und konstant. Seit Anfang Dezember gehen Lauf- und Radumfänge und auch die Form stetig bergauf und auch wenn Miriam natürlich ganz klare Priorität Nummer eins ist, klappt es im Zusammenspiel mit Maria bislang super, mein Training weiterhin durchzuziehen.

Das Radtraining hat sich schon im Dezember stabilisiert und lässt sich seitdem ohne Einschränkungen durchziehen. Geholfen hat auch der erstmalige Einsatz von Rollentraining als Alternative, bei der ich nebenbei noch auf Miriam aufpassen konnte (das Surren der Rolle beruhigt sie total!) und Maria entlasten konnte – Payday für alle Beteiligten.

Die Laufschuhe habe ich im Dezember und Januar zunächst nur für lockere Einheiten geschnürt. Ausgangspunkt waren die zuletzt beschriebenen 5 Einheiten/Woche à 40-50 Minuten, im Januar waren es dann jeweils 60-70 Minuten und somit schon ein guter Grundstock von etwa 5-6 Stunden pro Woche. Alles im Grundlagentempo und ohne die sonst wichtigsten Reize in Richtung Intervalle oder langer Lauf. Aber eben genug, um wieder eine gute Belastungsverträglichkeit herzustellen. Einen der Läufe konnte ich Woche für Woche in Richtung langer Lauf ausbauen und kann mittlerweile wieder zwei Stunden laufen. Seit Anfang des Monats sind auch Intervalle dabei, Fußschmerzen habe ich nur noch sehr selten und weiß gut, was und wann genug ist.

Alles also quasi voll im Soll. Wer hätte das Anfang Dezember noch gedacht?! Und mehr als das. Der FTP-Test auf dem Rad letzte Woche hat schon fast dieselben Werte geliefert, die ich letztes Jahr zum Saisonhöhepunkt treten konnte. Beim Laufen ist mein Grundlagentempo etwa 20-30 s/km schneller als noch im letzten Winter. Da scheint sich das harte Lauftraining der letzten Saison nun trotz langer Verletzungspause doch auszuzahlen.

Auch mental bin ich durch die Verletzungspause gereift und habe wieder erfahren, dass ich aus jeder Situation etwas Positives mitnehmen kann – wenn ich mich auf das konzentriere, was ich beeinflussen kann. So bin ich durch vermehrtes Dehnen deutlich flexibler geworden, sowohl in der Hüfte als auch im Gluteus, was mir beim Laufen einen längeren Schritt und beim Radfahren einen offeneren Kniewinkel mit 1cm höherem Sattel ermöglicht. Beides beeinflusst das Tempo positiv und dient zusätzlich als Verletzungsprophylaxe.

Ihr seht, ich bin sehr positiv gestimmt und weiß genau, wo mein Fahrplan hingehen soll. Durch die lange Phase an Alternativtraining bin ich noch richtig hungrig und unverbraucht was das spezifische Training angeht und sehe noch viel Potenzial bis zur Langdistanz.

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