6 km Laufen, 6 km Schwimmen

So sehen die Tage bei mir zurzeit häufig aus. Satte elf Wochen musste ich aufs Laufen und Radeln verzichten und auch jetzt ist der Wiedereinstieg sehr mühselig. Von 2 km habe ich mich langsam auf bis zu 10 km gesteigert, wobei mein Körper es mich direkt bereuen lässt, wenn ich mal zehn Minuten mehr laufe als geplant. Richtig gut läuft dafür das Schwimmen.

Endlich wieder laufen!

Bis ich wieder voll belastbar bin, wird wohl noch sehr lange dauern. Radfahren macht mir komischerweise mehr Probleme als Laufen, zumindest mit Klickpedalen, weil das Ödem quasi direkt auf dem Druckpunkt am Pedal sitzt. Aber mir ist es auch wichtiger, erstmal wieder ins Lauftraining reinzukommen. 4x/Woche 30-45 Minuten sind schon wieder gut möglich. Überhaupt wieder die Laufschuhe zu schnüren ist schon ein Hoch der Gefühle. Und es reicht als Mindestumfang, um eine gewisse Belastungsverträglichkeit herzustellen und – langsam gesteigert – kann ich dann hoffentlich etwa im Februar auch wieder mit Intervallen starten und nach und nach meinen langen Lauf vom Wasser (Aquajogging steht grade hoch im Kurs) ans Land verlegen.

Auf der anderen Seite gibt mir die Verletzungs- und Rehazeit die Möglichkeit, mal so viel zu Schwimmen, wie ich möchte. Auf den Ausgang eines Triathlons hat das nur einen marginalen Einfluss, daher halte ich die Belastung hier, wenn ich gesund bin, zugunsten der beiden wichtigeren Disziplinen eher gering. Aber jetzt, wo ich nicht Radeln und Laufen kann, gehe ich im Wasser voll auf. Ich schwimme 5-6 Mal die Woche und mir wird nie langweilig, selbst bei Ausdauereinheiten über zwei Stunden. Dieses klassische Grundlagenausdauer-Training macht man ja normalerweise nur an Land. Daneben mache ich alle vier Woche eine Schwerpunktwoche mit vier HIT-Intervalleinheiten, in den übrigen Wochen jeweils nur eine. Und die Entwicklung der Zeiten stimmt mich sehr positiv, dass mich das im Schwimmen nach Jahren des Stillstands ein gutes Stück voranbringt.

Meine Langdistanz-Zeit in der Auftaktdisziplin um die angestrebten 15 Minuten zu drücken wird zugegebener Maßen schwer, denn mit 52:12 Minuten war ich schon 2017 nur fünf Minuten von den schnellsten Profis entfernt. Aber zumindest eine Verbesserung um zwei Minuten halte ich inzwischen für realistisch. 50:02 Minuten sind ein Schnitt von 1:19min/km, das kann ich mir gut vorstellen. Das wäre durchaus cool, unter den ersten zehn Agegroupern aus dem Wasser zu kommen. Entscheidend für die Hawaii-Quali wird aber natürlich sein, ob ich rechtzeitig ins Rad- und Lauftraining komme, um an den verbleibenden 13 Minuten zu arbeiten 🙂

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