Zweite Meisterschaft in Folge

Das Wichtigste zuerst: Der Vereinskollegin geht es deutlich besser und die Operationen sind gut verlaufen. Morgen können wir sie erstmals besuchen.

Für uns war es am Sonntag Zeit, uns wieder dem Sport zu widmen. Der Viernheimer Triathlon lud die Teams der Hessenliga zum Saisonfinale ein und als Tabellenführer wollten wir natürlich nichts anderes als den Aufstieg und die Meisterschaft klarmachen. Für Freddy und Benny rückten Max und René in die Mannschaft, zudem waren Markus, Raffa und ich dabei.

Schon der Wecker verlangte uns am frühen Morgen alles ab, 5 Uhr aufstehen, 5:25 Uhr Abfahrt. In Viernheim wurden parallel auch die Deutschen Meisterschaften auf der Olympischen Distanz ausgetragen, entsprechend hochkarätig war das Teilnehmerfeld. Beim Schwimmstart werde ich nie wieder den Fehler machen mich in die zweite Reihe zu stellen, denn von Anfang an herrschte im Pulk harter Körpereinsatz. Die Waschmaschine beendete den Schleudergang trauriger Weise erst, als ich vor dem Landgang blindlings den falschen Füßen hinterher schwamm und erstmal wieder umdrehen musste. Danach war es zwar etwas ruhiger, aber Markus, der vorher nach eigener Aussage hinter mir schwamm, war am Ende des 1,4 Kilometer langen Kurses schließlich rund 30 Sekunden vor mir.

Ab aufs Rad, rein in die Schuhe. Vorerst zumindest, denn als der Schleudergang auf der holprigen Zubringerstrecke wieder angeschaltet wurde, bemerkte ich ein Steinchen in meinem linken Schuh, exakt am Druckpunkt des Fußballens. Also erstmal wieder raus aus dem Schuh, wieder rein, raus, rein, raus. Das Steinchen steckte nicht im Fuß, sondern im Schuh, und da wollte es auch bleiben. Ich entschloss mich angesichts der bereits zahlreichen verlorenen Plätze, den Schmerz zu ignorieren und weiterzufahren. Nach etwa fünf Minuten, als ich den Anstieg zur Juhöhe erreichte, lösten leider Rückenschmerzen den Fußschmerz ab. Angesichts der Verletzungshistorie meines Bruders nahm ich sofort den Druck vom Pedal. Wichtig war heute angesichts unseres komfortablen Vorsprungs in der Tabelle nur gesund anzukommen.

Den Anstieg, immerhin ca. 15-20 Minuten lang, fuhr ich fast komplett im Wiegetritt, weil sich der Rücken dabei weniger verspannte als im Sitzen. Oben angekommen hatte Raffa seinen Schwimmrückstand bereits rausgefahren und fuhr an mir vorbei –bei ihm lief es glücklicherweise deutlich besser. Auf der Abfahrt verlor ich weiter Zeit und hatte beim ersten Wendepunkt bereits fünf Minuten Rückstand auf Markus und drei auf Raffa. Dabei blieb es dann auf der flachen zweiten Hälfte auch und ich wechselte als gefühlt Dreihundertster zum Laufen.

Darauf hatte ich mich den ganzen Tag gefreut und angesichts der unfreiwillig gesparten Körner lief es auch richtig rund. Mit 39:16 Minuten kam ich sogar bis auf 20 Sekunden an Raffa heran. Markus kam knapp drei Minuten vor uns ins Ziel und Max eine Viertelstunde später. Im Tagesranking reichte das zu Platz drei und in der Liga-Gesamtwertung zur Meisterschaft und zum Aufstieg in die 1. Hessenliga. Mit uns steigen unsere Freunde vom CJD Oberurff auf, die uns nicht nur in Viernheim wieder erstklassig Paroli geboten haben, sondern die ganze Saison lang der härteste Konkurrent um die Meisterschaft waren. Wir alle freuen uns sehr, dass ausgerechnet dieses sympathische Team mitkommt in die 1. Liga. Auf viele weitere spannende Duelle im Jahr 2019! 🙂

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