Es wird ernst und endlich passt alles

Gestern war unser Liga-Auftakt in Fritzlar. Markus Becker, Raffa, Tobi, Benny, Freddy und ich waren allesamt fit und so reisten wir mit dem luxuriösen Personalproblem an, dass Raffa als Einzelstarter in der offenen Klasse antreten durfte/konnte/musste. Und auch ohne unser im letzten Jahr stärkstes Zugpferd war unser Ziel klar: Die Tabellenführung.

Nach dem Aufstieg wussten wir nicht genau, was uns in der 2. Hessischen Triathlon-Liga (kurz: 2. HTL) erwartet, rechneten aber schon damit, dass die stärkste Konkurrenz die Mitaufsteiger vom CJD Oberurff sein würden. Denn auch in der 2. HTL waren ja die stärksten Teams aufgestiegen.

Mein Training lief nach dem frustrierenden Wettkampf in Langenselbold schnell wieder sehr gut. Zwei Tage nach dem Kinzigman bin ich die bislang schnellsten Intervalle meines Lebens gelaufen und habe auch in den weiteren zwei Wochen gut trainiert. Das Selbstbewusstsein war also wieder da, einen Nachweis in Form eines guten Wettkampfes war ich mir aber noch schuldig.

Zum Auftakt konnte ich mich auf den 15 Schwimmbahnen an Michael Böhler hängen, der die 750 Meter wie ein Uhrwerk konstant in 1:22 – 1:24 Minuten abspulte. Das sparte ordentlich Kraft und ich kam kurz hinter Markus Becker an Position fünf aus dem Wasser. An meinem Rad habe ich seit zwei Wochen einen Leistungsmesser (dazu demnächst mal mehr in einem eigenen Beitrag) und hatte mir vorgenommen, mich von Anfang an an den Wattwerten aus dem Training zu orientieren. Ich kann definitiv sagen, dass ich bislang bei jedem Triathlon, den ich gemacht habe, zu schnell losgefahren bin! Das fühlte sich zunächst an wie eine Kaffeefahrt und am Anfang verlor ich auch leicht Boden auf die Konkurrenz. Doch schon zum Ende des ersten Anstiegs war ich wieder an Position vier und am Ende der 21 Kilometer lagen Markus und ich vorne.

Tobi, Freddy und Benny machten derweil etwa 1-2 Minuten hinter uns Boden gut. Beim ersten Wendepunkt der 5km-Laufstrecke kamen mir – mit Markus im Schlepptau in Führung liegend – alle drei unter den Top-20 entgegen. Da war die Laune gleich noch besser, als sie ob der Position des Gesamtführenden eh schon war. Die Hitze machte mir zwar zunehmend zu schaffen, aber das war bei den Konkurrenten offenkundig nicht anders. Bis auf einen. Bei Kilometer 3 oder 4 überholte mich ein Viernheimer mit einem abartigen Tempo. Als ich nach soliden 19:25 Minuten ins Ziel kam, erklärte er mir, schon sichtlich erholt, dass er ehemaliger Leichtathlet sei, ab heute aber Triathlet. Die 16:50 finde ich trotzdem echt bemerkenswert, chapeau!

Wenige Sekunden nach mir folgte Markus auf Rang 4, dann bald auch schon Tobi (9), Freddy (10) und Benny (14). Kein anderes Team war auch nur annähernd so geschlossen vorne im Tableau vertreten und der Gesamtsieg stand fest. Dass am Ende gar Oberurff und Spiridon mit uns auf dem Podium standen – wie also letztes Jahr in der 3. HTL – war dann das Sahnehäubchen und wir mussten alle kurz schmunzeln. Raffa belegte im Einzelklassement übrigens Platz zwei!

Schon in zwei Wochen steht in Darmstadt der nächste Sprint an, dann mit brettflacher Radstrecke und einer nervenraubenden Wendepunkt-Laufstrecke. Für mich geht’s allerdings schon diesen Sonntag weiter. Beim Quarterman helfe ich in unserer zweiten Mannschaft aus, da Wolfgang sich verletzt hat. Hoffentlich sehe ich dort viele von euch auf und neben der Strecke 🙂

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