Ratlos in Langenselbold

Voll motiviert bin ich gestern zum Kinzigman gefahren. Ich war im Gegensatz zum Wettkampf in Gelnhausen gut vorbereitet, erholt und wollte das Podium erklimmen. Zunächst sah auch alles danach aus, als würde das klappen. Warum dann doch alles anders kam, darüber bin ich auch am Tag nach dem Rennen noch ratlos.

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Das Schwimmen lief gut. Es war zwar ungewohnt, wieder im Neo zu schwimmen, aber nach 7:12 Minuten (die Strecke ist hier immer etwas zu lang) kam ich als Vierter aus dem Wasser, 40 Sekunden hinter dem Führenden. Auf die Radstrecke ging ich zeitgleich mit Vincent Größer, dem Titelverteidiger und Sieger vom Kinzigtal-Triathlon letzte Woche. Dranbleiben konnte ich zwar nicht, aber die anderen drei vor mir sammelte ich bis zum letzten Wendepunkt ein und kam insgesamt mit einem Schnitt knapp über 40 km/h auf Platz zwei zurück zur Wechselzone am Kinzigsee und hatte noch Power fürs Laufen übrig.

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Und nun kommt der Teil, den ich mir nach wie vor nicht erklären kann. Ich fühlte mich beim Laufen von Anfang an wie gelähmt, die Füße wollten einfach nicht vom Boden weg. Die drei jungen Kerle (Jahrgänge 96/97!), die ich auf dem Rad alle 1-2 Minuten distanziert hatte, kassierten mich wieder und auch Tobi überholte mich auf dem letzten Kilometer mit einem bärenstarken Lauf. Dranbleiben? Keine Chance! Satte 90 Sekunden lief er am Ende schneller als ich und damit einem hochverdienten fünften Platz entgegen. Für mich blieb Rang sechs und große Ratlosigkeit.

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Ja wo bleibt er denn?

Was war los? Zu wenig Zucker, zu kleines Frühstück? Zu viel Gartenarbeit und Haushalt am Wochenende? Fehlendes Koppeltraining? Zu viele andere Dinge im Kopf? Die Leistungsdaten zeigen jedenfalls keine Ausreißer. Ich lief von Anfang bis Ende konstant. Nur eben konstant zu langsam.

Jetzt werde ich ein paar gute Trainingsläufe brauchen, um zum ersten Ligarennen wieder an meine Selbstwirksamkeit zu glauben. Zu wissen, dort mit Tobi, Raffa, Markus, Freddy, Benny und Max sechs Mitstreiter zu haben, die allesamt für ein Top-Ergebnis sorgen können, nimmt aber glücklicherweise Druck von mir. Die beste Konkurrenz kommt aus den eigenen Reihen. Und ob ich am Ende vor den Jungs liege oder dahinter ist mir relativ schnuppe. Hauptsache niemand aus den anderen Teams tut es 😉

(Bilder: Volker Meyer / OPTIMUM)

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