Von Nachwehen keine Spur

Vier Wochen ist mein Ironman-Debut jetzt her und die Endorphine strömen immer noch durch den Körper. Der Erfolg hat mich sehr glücklich gemacht und die Reaktionen von allen Seiten waren wirklich überwältigend. Die Euphorie-Welle hat mich auch körperlich weitergetragen, beim Liga-Wettkampf in Burgwald gar auf Platz zwei der Gesamtwertung und zum zweiten Team-Sieg dieses Jahr. Die Erholung vom Wettkampf lief wirklich unfassbar schnell, nach 1 1/2 Wochen konnte ich wieder voll trainieren – und verrückte Pläne schmieden.

Zieleinlauf in Frankfurt, das bleibt wohl für immer ein Gänsehaut-Moment (Thomas Rebel for IRONMAN)

Der Zieleinlauf in Frankfurt. Das bleibt wohl für immer ein Gänsehaut-Moment (Thomas Rebel for IRONMAN)

Einer dieser verrückten Pläne wäre dann fast Realität geworden… Der Ironman Vichy hätte perfekt in den Frankreich-Urlaub gepasst, aber die Vorbereitungszeit war nun einfach zu kurz. Ich hätte etwa zwei Wochen zum echten Training gehabt und nach der ersten Woche habe ich festgestellt, dass ich wenigstens sechs bräuchte, um die Form wieder anständig aufzubauen. Dafür ist die Saison nun so gut wie vorbei und ich kann den Urlaub in vollen Zügen genießen. Und auch die Trainingszeit davor und danach – ohne Trainingsplan, jeden Tag einfach das, worauf ich Lust habe und was zeitlich und körperlich passt.

Jetzt steht nur noch ein wichtiges Liga-Rennen, der Teamsprint in Fuldatal am 13.08, an. Seit das große nächste Ziel weggefallen ist, kehrt langsam auch die Müdigkeit in den Körper ein. Zwei Wochen nach dem Ironman hätte ich vielleicht noch den nächsten machen können, aktuell könnte ich mich dazu nicht aufraffen.

Was nun von der Ironman-Saison übrig bleibt? Einfach alles! Eine Bestzeit, die ich womöglich nie wieder unterbieten werde. Zufriedenheit. Stolz. Das Battle mit Raffa. Der Traum von Hawaii und nun auch der Glaube, es irgendwann schaffen zu können. Ein geiles Erlebnis, das mich mit Alex und Marcel sowie dem ganzen OPTIMUM-Team noch stärker zusammengeschweißt hat. Und nicht zuletzt die Freude darüber, alles im Alltag untergebracht zu haben, ohne meine Frau, die immer hinter mir steht, auch nur einen Tag vernachlässigt zu haben.

Ironman? Ich würde es immer wieder tun! Nur bitte nicht dieses Jahr. Oder nächstes. Aber irgendwann – bestimmt :)

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