15 Minuten bis zum Totalausfall

Als Triathlet, der unmittelbar vor seiner ersten Langdistanz steht und seit Monaten über 20 Stunden pro Woche trainiert, halte ich mich ja durchaus für vergleichsweise fit. Am Freitag habe ich mich dann mal schön auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, ich glaube „hochspezialisiert“ wäre eine bessere Bezeichnung. In sage und schreibe 15 Minuten habe ich einen Muskelkater heraufbeschworen, der bis heute anhält – nicht in Nacken oder Bizeps, wie ihr jetzt bestimmt mutmaßt, nein, im Oberschenkel!

Das Rezept dafür ist relativ einfach. Keine Zeit fürs Krafttraining, also Froschsprünge, Ausfallschrittsprünge und Prellhopser auf der Wiese. Und voilà: Schon am gleichen Abend war zu spüren, dass da was im Anmarsch ist. Am nächsten Morgen ging’s noch halbwegs, also noch schön die Königsetappe (mehr dazu im nächsten Absatz) durchgezogen und spätestens ab dem Nachmittag sollte dann für ein paar Tage Schluss sein mit Sport. Oder mit Gehen. Oder Aufstehen 😉

Dieses Sprungtraining hatte ich schon Monate nicht mehr gemacht. Im Nachhinein war es wohl nicht so clever das jetzt wieder aufleben zu lassen. Zwar hat mich dies dann am Sonntag um die letzte richtig harte Radeinheit gebracht, aber zumindest der Lauf am Samstag – meine Königsetappe vor dem Ironman – hat noch gesessen. 27km in 2:05 Stunden mit 3x7km in 4:20 – 4:10 min/km. Das hat nicht nur den Muskelkater vorangetrieben sondern gibt enorm Selbstbewusstsein für den Ironman.

Seit Sonntag ist nun nichts mehr möglich außer schwimmen. Diese Woche ist ohnehin eine Ruhewoche, wird wohl die ruhigste seit Monaten. Vielleicht ist das vier Wochen vor Frankfurt ohnehin genau das, was mein Körper braucht. Jedenfalls sehe ich die Zeit als Chance, mich nochmal richtig gründlich zu erholen und bestenfalls auch kleine Wehwehchen loszuwerden.

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