Build 1 – Der Einstieg ruckelt, der Abgang stimmt

Build 1, so bezeichnen wir im Ausdauersport den ersten von zwei dreiwöchigen Trainingsblocks, die unmittelbar vor dem Saisonhöhepunkt auf dem Trainingsplan stehen. Pro Woche stehen nur noch ein paar Einheiten im Fokus, weniger der Gesamtumfang. Dafür müssen diese aber eben auch sitzen und von Woche zu Woche gesteigert werden. Heute habe ich diesen Block abgeschlossen und ziehe ein gemischtes Fazit.

Der Einstieg in diesen ersten wirklich Langdistanz-spezifischen Trainingsblock lief leider sehr unrund und eine Vielzahl von Problemen machte mir das Leben schwer. Zunächst plagten mich (siehe letzter Blogbeitrag) in der Ruhewoche vor dem Start Rückenschmerzen, anschließend überraschte mich mein Körper mit einer Magenverstimmung. Als die abgeklungen war, hatte ich beim ersten langen Lauf Mittelfußschmerzen und ein paar Tage später Knieschmerzen auf dem Rad. Alles also ganz und gar nicht so wie erhofft, aber es wurde besser.

Laufen

Die wichtigste Einheit in Build 1 ist ein längerer Lauf mit Intervallen in/über dem angestrebten Wettkampftempo, wobei die Gesamt-Intervalllänge von Woche zu Woche länger wird und die Pausen kürzer. Diese Einheit ersetzt quasi den langen Dauerlauf der Base-Phase. Als Einstieg bin ich 7x2km in ca. 4:30-4:40 min/km mit jeweils einem Kilometer Pause im Grundlagentempo gelaufen, insgesamt 26 Kilometer. Von ebendieser Einheit kamen dann die Mittelfußschmerzen, sodass ich danach eine Woche auf Aquajogging umsteigen musste. In den nächsten beiden Wochen lief die Einheit dann problemlos, zunächst 6×3 Kilometer und vorgestern dann 4×4 + 1×2 Kilometer. Fazit: Ich hatte zwar nach der ersten Einheit Probleme aber ausschlaggebend ist, alle drei Läufe ordentlich absolviert zu haben und dabei bei allen Einheiten das gewünschte Tempo gelaufen zu sein.

Radfahren

Die erste Einheit lief gut, 4×20 Minuten im angestrebten Wettkampftempo mit je 5 Minuten Pause plus zwei Stunden Grundlage. Bei der zweiten Einheit hatte ich dann die angesprochenen Knieschmerzen, allerdings nur bei hohem Pedaldruck erhöhte. Also fuhr ich stattdessen fünf Stunden im Grundlagentempo mit dem Minimalziel Leistungserhalt. Am Ende hatte ich dann ironischerweise keine Knieschmerzen mehr und konnte vor dem Koppellauf sogar noch 1×25 Minuten im Ironman-Tempo fahren. Die dritte Ausfahrt war heute der Abschluss von Build 1 und lief super. 4×25 Minuten schnell, anschließend noch zwei Stunden locker und beim Koppellauf ein super Gefühl.

Schwimmen

Hier kommt langsam das gute Wassergefühl, also alles im Lot :)

Next

Jetzt beginnt eine Entlastungswoche, um eine Anpassung an die gesetzten Trainingsreize zu erzielen und die Grundermüdung zu reduzieren. Für den Start von Build 2 flüchte ich dann mit Maria und Nala für fünf Tage aus dem Alltag in einen kleinen Hunde-, Trainings- und Entspannungsurlaub. Idealerweise kann ich dort dann jeweils zwei qualitative Läufe und Radausfahrten machen und den Rest des Tages mit Maria und Nala Oberfranken erkunden :)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *