Lanza Diary

In Deutschland fällt es aktuell schwer zu glauben, dass Weihnachten ist. Noch surrealer erschien das aber in unseren neun Tagen auf Lanzarote. Bei kurzen Hosen, Sonnenschein und bis zu 25 Grad war der Running Gag der Woche schnell gefunden: „Noch X Tage bis Weihnachten!“ 🙂 Und nicht nur das Wetter war ein purer Genuss, auch die Zeit mit Maria, das Essen und das Training auf der Insel waren absolut genial.

12421371_10206565753994874_2028125190_nWir waren in einem kleinen Appartement in La Santa, einem kleinen Fischerort auf der Nordseite der Insel. Wer dort lebt ist entweder Surfer, Fischer oder arbeitet im Restaurant. Nur zwei Kilometer entfernt ist der berühmte Club La Santa, ein wahnsinniger Hotelkomplex mit allen möglichen Sportanlagen (Tennis, Squash, Laufbahn, Pool, …) Auf der gesamten Insel, insb. an den Küsten ist es sehr windig, der Wellengang macht auch das Schwimmen im Meer schwierig. Ausprobiert habe ich es natürlich trotzdem, bei angenehmen 22 Grad Wassertemperatur kann man nicht viel falsch machen.

Impressionen vom fischigen Essen

Impressionen vom fischigen Essen

Zwischen unseren unzähligen, unheimlich leckeren Fisch-Mahlzeiten habe ich mit dem Rad fast die ganze Insel erkundet, knapp 6.000 Höhenmeter gesammelt und über 20 Stunden im Sattel verbracht. Sehr beeindruckend, was man dort alles sieht, was eine auf dem Papier triste Vulkanlandschaft doch hergibt und was die Natur dort alles geformt hat. So war jede Radtour auch immer ein Erlebnis. Zu Beginn der Touren gibt es von der Küste startend eigentlich nur eine Möglichkeit: Bergauf. Hinzu kam in den ersten Tagen ein starker Südwind, sodass des Öfteren nach einer Stunde nur 17-18 Kilometer auf der Uhr standen. Dafür vergingen die letzten 20 dann wie im Flug, teils mit einem Schnitt an die 50 km/h. Je weiter man hoch fährt und sich dem Kern der Insel nähert, desto besser sind die Straßen ausgebaut, mehr Verkehr gibt es trotzdem nicht und es ist sehr, sehr angenehm dort zu fahren. Was bleibt: Es geht fast nur bergauf- und ab.

Impressionen vom Training

Impressionen vom Training

Auch läuferisch war ich fleißig, habe insgesamt vier Intervalleinheiten am Berg absolviert, zwei lange Läufe und ein paar Koppelläufe. Die Königsetappe am vorletzten Tag war ein langer Lauf auf einen Vulkan, 300 Höhenmeter kamen allein bei dieser Einheit zusammen. Die Aussicht von dort oben war unbezahlbar schön, im Sonnenuntergang über die halbe Insel zu blicken und die Woche mehr als zufrieden Revue passieren zu lassen.

Die neun Tage hätte ich mir nicht schöner ausmalen können. Ich habe nicht nur gut trainiert und körperlich alles bestens verkraftet, sondern auch eine tolle Zeit mit Maria verbracht und diese sehr genossen. Ein Traumurlaub, der auf jeden Fall wiederholt wird, vielleicht schon im April. Zurück in Deutschland wird nun wieder verstärkt an der Laufform gearbeitet, es stehen weitere Intervalle am Berg, Sprungläufe und auch längere Einheiten an. Von der Sonne Lanzarotes werde ich noch lange zehren können, meine Akkus sind „voll aufgeladen“. Und es sind nur noch 363 Tage bis Weihnachten! 😀

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