Irgendwo im Nirgendwo

…nicht nur passend zum Wettkampf in Waldeck, sondern auch zur aktuellen Situation. Nach Kraichgau fingen die Oberschenkelschmerzen wieder an und halten sich trotz täglichen Blackrolltrainings recht hartnäckig. Radfahren war ich nach Kraichgau bis zum Wettkampf in Waldeck nicht mehr, Schwimmen dagegen täglich und Laufen im normalen Umfang. Jedes Wochenende werden die Schmerzen besser, unter der Woche bei der Arbeit und beim sonstigen Sitzen wieder schlechter.

Nichtsdestotrotz musste ich in Waldeck ran, wir waren wieder mal nicht genug Starter. Das ausgerechnet hier dann der erste Wettkampf des Jahres kommen sollte, mit dem ich wirklich zufrieden sein kann, hätte ich nicht gedacht, ist aber umso mehr Balsam für die Seele.

Tria Team Mannschaft Waldeck 2015

Mannschaftsfoto Waldeck

Beim Schwimmen fühlte ich mich sehr gut und setzte mich schnell an die Spitze. Größtes Problem war fortan vor allem den schwer erkenntlichen Kurs zu finden. Weiße Boden in weiter Ferne, mittelstarker Wellengang durch ein durchgehend neben mir fahrendes DLRG-Motorboot und ein nicht gekennzeichneter Schwimmausstieg sorgten für die nötige Abwechslung und zugegeben auch etwas Orientierungslosigkeit 😉

Die zwei Junioren, die mitschwimmen konnten, wechselten langsamer und so durfte ich erstmal alleine den Führungswagen begleiten. Auf dem Weg in die erste Wechselzone sah ich aber bereits Michael Böhler, etwa eine Minute Rückstand sollte er schnell aufholen können. Bis km 22 hielt ich mich vor ihm, danach dahinter, alles dennoch recht einsam, da sich das Feld auf dem bergigen Kurs weit verteilte. Bis auf Michael, der noch eine Minute Vorsprung rausfahren konnte, kam bis zur zweiten Wechselzone weit und breit keiner mehr.

Der Wendepunkt auf der Laufstrecke verschaffte dann Klarheit. Ein Athlet hatte mich da gerade eingeholt, dahinter etwas Abstand und dann schon zwei weitere Konkurrenten und Bernie, der sich mit der schnellsten Laufzeit des Tages noch bis auf Rang vier vorarbeiten sollte! Da war ich allerdings schon 2 1/2 Minuten im Ziel, meinen dritten Platz konnte ich mit einem guten Lauf behaupten. Mit Bernie auf vier, Marcel auf 26 und Max, der sich für seine erste Olympische Distanz kaum ein härteres Pflaster hätte aussuchen können, auf Platz 40 war die Mannschaftsleistung zum Glück deutlich besser als beim verpatzten Saisonauftakt in Fritzlar.

Bei mir sind jetzt nur noch die Sprints in Griesheim und Hanau geplant, evtl. noch die OD in Frankfurt. Aber ein wirkliches Highlight ist nicht mehr dabei. Wissend, dass die Form ohne Radtraining stetig schlechter werden wird, macht alles andere wenig Sinn. Momentan genieße ich den „Luxus“, so viel Zeit fürs Schwimmtraining zu haben und versuche schon eher Grundlagen fürs nächste Jahr zu legen, insb. Grundschnelligkeit. Insgesamt aber alles weniger verbissen und spontaner. Irgendwo im Nirgendwo eben 😉

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