Resumé zur Saisonhalbzeit

Vielleicht gar nicht so schlecht, dass die Auswertung der ersten Saisonhälfte etwas auf sich warten ließ. Inzwischen hatte ich Zeit alles sacken zu lassen, Training und Wettkämpfe zu bewerten und auch nach vorne zu schauen.

Für die Bewertung ist natürlich erstmal ein Rückblick nötig, welche Ziele ich mir für dieses Jahr definiert habe. Sportlich gesehen stand der Quarterman im Vordergrund, diesen wollte ich gewinnen. Mein Ziel im Trainingsprozess war es, verletzungsfrei zu bleiben. Eine englische Weisheit zur Kommafrage sagt „If in doubt leave it out.“ Diesen Leitsatz wollte ich auch in meinem Training umsetzen, um eben genau diese übermotivierten, verletzungsprovozierenden Einheiten lieber mal weg zu lassen. Des Weiteren hatte ich mir mit dem Projekt „Grünes Training“ ein eher sportfernes Ziel gesetzt über das Jahr mehr Trainingskilometer zu sammeln als Autokilometer.

Mein Trainingsziel habe ich Anfang 2013 nach einer eigentlich super Vorbereitung zum Jahresende verpatzt, mit einer (vermutlich den Laufumfängen geschuldeten) Fußverletzung und einer 6-wöchigen Laufpause. Zum Glück hat die Form die Pause recht gut überlebt und ich konnte mich langsam wieder rankämpfen. Mit vielen kurzen Einheiten habe ich nun eine gute Grundlage mit der ich auch für die zweite Saisonhälfte gut arbeiten kann. Aus jeder Verletzung lernt man dazu, ich muss diese Fehler einfach machen – hoffentlich nicht mehr allzu oft.

Das sportliche Ziel dagegen habe ich in vollem Umfang erreicht. Es liefen zwar längst nicht alle Wettkämpfe zufriedenstellend, was ich aber dieses Jahr zum ersten Mal geschafft habe, ist auf den Tag genau fit und bereit zu sein für den Tag der zählt. Ich war genau zum Höhepunkt in Büdingen und Bruchköbel in Topform und konnte dies sogar in zwei Siege umsetzen. Das kann mir keiner mehr nehmen! Auch wenn die größten Kontrahenten gefehlt haben waren das gute Wettkämpfe und für mich mit Abstand der bisherige Höhepunkt meines Sportlerlebens. Dafür gab’s dann sogar drei Beiträge im Bruchköbler Kurier und Hanauer Anzeiger. Außerdem durfte ich mein erstes Interview geben:

Bleibt noch der leidige dritte Teil: die Autokilometer. Zum Ende der ersten Saisonhälfte war ich noch gleichauf mit den Autokilometern – der IRONMAN in Frankfurt hat das Verhältnis dann aber gänzlich gedreht. Über 1.000 Autokilometer in einer Woche standen nicht einmal 100 Trainingskilometern gegenüber. Und die Aussichten sind hier auch nicht besonders rosig: Wiesbaden steht bevor und schon jetzt geht es mehrmals die Woche dort hin. So viel Radeln kann ich nicht, ich werde hier nach dem Praktikum noch einiges an Nachholbedarf haben. Aber da ich die Auto-KM bis jetzt fast nur auf der Arbeit gesammelt habe, bin ich optimistisch, das danach noch aufholen zu können.

Die Saison hatte bisher aber noch wesentlich mehr zu bieten als nur die Verfolgung der ursprünglichen Ziele. Das Tria Team Bruchköbel ist mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen. Unsere Mannschaft ist klasse, wir trainieren oft zusammen und können gegenseitig viel von einander lernen. Auch das Vereinsleben macht Spaß, ich freue mich schon drauf, nächstes Jahr in der Organisation des Quarterman einen größeren Beitrag leisten zu können – wenn auch ich am Wettkampftag gerne nochmal gegen Alex Nikolopoulos antreten würde.

Und auch mit dem Team von OPTIMUM macht es immer mehr Spaß. Auch hier sind wir inzwischen eine richtige Gemeinschaft geworden und der Spagat zwischen Verein und Sponsor ist entgegen meiner Befürchtungen zum Glück überhaupt kein Problem. Ich freue mich auch riesig, dass Volker für diese Saison meinen Bruder mit ins Boot geholt hat, er trainiert ebenfalls sehr fleißig und das fruchtet auch immer mehr in guten Wettkampfleistungen. Zudem sind seit Neustem auch Alex I. und Alex B. mit im Team und somit haben wir hier ein wirklich breites Aufgebot des Bruchköbler Nachwuchses vereint.

Zeit zum Zurücklehnen ist aber noch lange nicht. Frankfurt, Viernheim, Bad Arolsen, Hanau und vielleicht noch einer mehr. Der Fokus liegt auf Bad Arolsen, wir haben schließlich noch die Chance mit der zweiten Mannschaft aufzusteigen. Daran werden wir auch alles setzen! Das wird meine erste gezielte Sprintdistanz- Vorbereitung und ich hab richtig Bock drauf. Kurze Intervalle im 3:30 / 3:40er Schnitt rennen, bin mal gespannt was da wirklich noch geht. Weiter geht’s!

Weiter geht's

2 Kommentare

  1. Robert sagt:

    Schöner Artikel! :) und keine Sorge wegen der Auto-km. Sobald das Praktikum vorbei ist wird das wieder aufgeholt.

    Achtung! Bad Arolsen ist aber eine Olympische Distanz: 1,5/42,1/10,1km.
    Baunatal ist noch eine Sprintdistanz, aber da kannst du ja leider nicht :(

    • Markus sagt:

      Puh, danke für den Hinweis! – Es zahlt sich mal wieder aus zu bloggen :)
      Dann wird im Training wohl doch nur halbstark geballert und die Intervalle im 3:50-4:00er Schnitt gelaufen. Danke!!

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